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Öffentliche Konsultation zu den Stoffen MEKO, Aceto­noxim, MPKO, MIBKO und deren Silan-Verbind­ungen

Die Bundesstelle für Chemikalien führt eine öffentliche Konsultation zu den Stoffen MEKO, Acetonoxim, MPKO, MIBKO und deren Silan-Verbindungen durch. Die Konsultation endet am 11.02.2020.

Datum 11.12.2019

Die Bundesstelle für Chemikalien führt eine öffentliche Konsultation zu den Stoffen MEKO, Acetonoxim, MPKO, MIBKO und deren Silan-Verbindungen durch. Der für die Konsultation erstellte Fragebogen wurde auf der Internetseite des REACH-CLP-Biozid Helpdesks veröffent-licht (siehe weiter unten). Die Konsultation endet am 11.02.2020.

Im Jahr 2013 wurde Butanonoxim (MEKO; EG-Nr.: 202-496-6) durch die deutsche zuständige Behörde in der Stoffbewertung betrachtet. Als Ergebnis der Stoffbewertung wurde für Bu-tanonoxim (MEKO) ein CLH-Verfahren zur harmonisierten Einstufung des Stoffes als Carc. 1B, H350 eingeleitet. Der RAC bestätigte den Vorschlag (17.11.2018). Eine Änderung der bisherigen harmonisierten Einstufung ist in Kürze zu erwarten.

MEKO wird als Hautverhinderungsmittel in Farben und Lacken und in Vernetzern von Silikon-Dichtstoffen verwendet. Besorgniserregend ist die hohe Exposition bei Verwendung von Dichtungsmaterialien, aus denen MEKO freigesetzt wird (100 – 120-fache Überschreitung des in Deutschland geltenden AGW von 1 mg/m³). In Deutschland wird bereits weitestge-hend auf den Einsatz von MEKO verzichtet (siehe Hinweis in TRGS 617). Andere Oxime wer-den derzeit als Alternativen verwendet.

Ein Ersatzstoff von MEKO, das Acetonoxim (EG-Nr.: 204-820-1), ist nach Stoffbewertung durch Österreich ebenfalls für ein CLH-Verfahren vorgeschlagen worden. Dabei soll auch dieses Oxim als Carc. 1B, H350, eingestuft werden. Es besteht daher der Verdacht, dass wei-tere, strukturell ähnliche Oxime, wie MPKO (EG-Nr.: 484-470-6) und MIBKO (EG-Nr.: 203-298-2), die MEKO in Verwendungen als Hautverhinderungsmittel in Farben und Lacken und in Vernetzern von Silikon-Dichtstoffen bereits ersetzen, bezüglich Kanzerogenität ähnliche toxikologische Eigenschaften wie MEKO aufweisen.

Besonders gefährdet und daher im Fokus dieser RMOA sind vor allem die gewerblichen An-wender, z.B. Maler und Lackierer. Aber auch eine Exposition des Verbrauchers ist zu erwar-ten, da die Oxime aus Dichtstoffen nach dem Auftrag und der Aushärtung des Materials über längeren Zeitraum freigesetzt werden.

In der Konsultation sollen weitere Oxime, welche als Ersatzstoffe für MEKO in der Verwen-dung für Farben, Lacke und Dichtstoffe dienen können, identifiziert werden und Daten über die Verwendung der bereits bekannten Alternativen gesammelt werden.