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Müssen Oberflächen behandelte Stoffe registriert werden?

Helpdesk-Nummer: 0242

Die Oberflächenbehandlung eines Stoffes ist eine "zweidimensionale" Modifikation eines makroskopischen Partikels. Eine "zweidimensionale" Modifikation bedeutet eine chemische Reaktion zwischen den funktionellen Gruppen nur auf der Oberfläche eines makroskopischen Partikels mit einem Stoff, der als Oberflächenbehandlungsagens bezeichnet wird. Durch diese Definition wird klargestellt, dass diese Art der Behandlung nur die Reaktion eines kleinen Teils (Oberfläche) des makroskopischen Partikels mit dem Oberflächenbehandlungsagens bezeichnet, d. h. der größte Teil des makroskopischen Partikels ist nicht modifiziert.

Aus diesem Grund kann ein oberflächenbehandelter Stoff nicht als ein Gemisch betrachtet werden und wird nicht über die Kriterien der Leitlinien zur Identifizierung und Bezeichnung von Stoffen gemäß REACH und CLP definiert.

Aus den gleichen Gründen konnte ein oberflächenbehandelter Stoff weder für EINECS gemeldet werden noch nach Richtlinie 67/548/EWG angemeldet werden, weil er durch die separaten EINECS-Einträge von dem Basisstoff (makroskopischer Partikel) und dem Oberflächenbehandlungsagens abgedeckt war. Die Übernahme dieser Entscheidung unter REACH bedeutet eine konsequente Weiterführung von früheren Entscheidungen. Unter Verwendung der gleichen Argumentationskette, sollen oberflächenbehandelte Stoffe nicht als solche unter REACH registriert werden, es müssen aber die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Registrierung des Basisstoffes (makroskopischer Partikel)
  2. Registrierung des Oberflächenagens
  3. Beschreibung der Verwendung "Oberflächenbehandlung" in den Registrierungsdossiers sowohl des Oberflächenagens als auch des Basisstoffes
  4. Alle spezifischen Gefahren und Risiken des oberflächenbehandelten Stoffes sollten adäquat durch die Einstufung und Kennzeichnung, die Stoffsicherheitsbeurteilung und die resultierenden Expositionsszenarien berücksichtigt werden.

Hinweis:

Dieser Frage-Antwort Dialog ist eine Arbeitsübersetzung einer häufig gestellten Frage deren Antwort von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) als Ergebnis eines Abstimmungsprozesses auf EU-Ebene veröffentlicht wurde.

(ECHA ID 38)