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In einem Unternehmen werden hauptsächlich Gemische aus Polymeren und weiteren Stoffen formuliert. Entstehen Registrierungspflichten für diese Produkte?

Helpdesk-Nummer: 0113

Nein. Die Formulierung eines Polymeres mit Additiven, Pigmenten usw. führt zu Gemischen im Sinne von REACH. Gemische im Sinne von Artikel 3 Nr. 3 der REACH-Verordnung als solche sind nicht registrierungspflichtig. Die einzelnen Bestandteile der Gemische können aber in Abhängigkeit von der Menge registrierungspflichtig sein. Zuständig für die Registrierung ist jeweils der Hersteller oder Importeur des Stoffes. Nur wenn der Formulierer die Stoffe in einem Nicht-EU-Land einkauft, gilt er als Importeur und muss die Stoffe selbst registrieren.

Polymere selbst sind gemäß Artikel 2 Absatz 9 der REACH-Verordnung von der Registrierung ausgenommen. Nach Artikel 6 Absatz 3 muss der entsprechende Monomerstoff /die Monomerstoffe sowie der andere Stoff/die anderen Stoffe registriert werden, der/die noch nicht von einem vorgeschalteten Akteur der Lieferkette registriert wurden. Registrierungspflichtig sind wiederum nur die entsprechenden Hersteller oder Importeure. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Monomerstoff/andere Stoff in einem Anteil von mindestens 2 Massenprozent (w/w) im Polymer gebunden vorliegt und die Gesamtmenge des Monomers/anderen Stoffes 1 Tonne pro Jahr erreicht bzw. überschreitet.