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Beschränkung von Bisphenol A und verwandten Bisphenolen mit ähnlicher Besorgnis für die Umwelt

Bisphenol A (“BPA”, CAS-Nr. 80-05-7, EC-Nr. 201-245-8) wurde im Rahmen der REACH-Stoffbewertung im Jahr 2012 durch Deutschland bewertet. Nach Abschluss des Verfahrens wurde ein Bewertungsbericht zu BPA auf der Seite der ECHA veröffentlicht.

Im Rahmen der Bisphenol A-Bewertung der deutschen Behörden wurden endokrin schädliche Eigenschaften für Umweltorganismen festgestellt. Auf Grund dieser schädlichen Eigenschaften wurde Bisphenol A als SVHC nach Artikel 57f) REACH identifiziert. Die deutschen Behörden zielen mit einer maßgeschneiderten REACH-Beschränkung auf eine Verminderung der Umweltemissionen von BPA ab.

Kontinuierliche Emissionen von BPA in die Umwelt durch Kläranlagen finden in der EU statt. Emissionsspitzen wurden z.B. in der Nähe von Papiermühlen und Papierrecycling-Anlagen sowie professionellen Wäschereien detektiert. Verkehrsbegrenzungssysteme enthalten häufig Recycling-Material und weisen hohe Restgehalte an BPA auf, die direkt in die Umwelt freigesetzt werden können. Erzeugnisse, die BPA enthalten, können im Innen- und Außeneinsatz kontinuierlich den Stoff freisetzen. Da nicht eine spezifische Quelle kontinuierlicher Freisetzung von BPA detektiert wurde, wäre das REACH-Zulassungsverfahren nicht ausreichend, da es z.B. importierte Erzeugnisse nicht erfasst. Deshalb sollte ein weiter gefasstes Beschränkungskonzept angewendet werden.

Um hierbei eine bedauerliche Substitution von Bisphenol A, vor allem durch sogenannte „Drop-in“-Alternativen, zu vermeiden, ist geplant, auch weiter Bisphenole, die auf Grund ihrer strukturellen Ähnlichkeit und Eigenschaften eine ähnliche Besorgnis für die Umwelt darstellen, ebenfalls mit dem Beschränkungsvorschlag zu adressieren.

Die deutschen Behörden haben deshalb, einen Aufruf zur Einreichung von Informationen (“Call for Evidence”) auf der Seite der ECHA gestartet, um interessierten Parteien zu gestatten, zusätzliche Informationen einzureichen, die bei der Erstellung des Beschränkungsdossiers Berücksichtigung finden können, bevor dieses 2021 formal eingereicht und für die öffentliche Konsultation bereitgestellt wird. Die Teilnahme am Call for Evidence ist noch bis zum 15. Januar 2021 über den Link in der Links-Sektion unten möglich.

Die beteiligten deutschen Behörden haben am 15. September 2020 eine virtuelle Informationsveranstaltung zur geplanten Beschränkung veranstaltet. Ein Mitschnitt des allgemeinen Teils der Veranstaltung sowie weiteres dort präsentiertes Material ist im "Downloads"-Bereich (Aufnahme der Informationsveranstaltung am 15 September 2020 zur geplanten Beschränkung) zugänglich.

Die beteiligten deutschen Behörden haben eine zweite Aufforderung zur Einreichung von Information („Call for Evidence“) auf dieser nationalen Helpdesk-Plattform gestartet. Diese bezieht sich vor allem auf Fragen zu möglichen Alternativen und sozioökonomischen Aspekten der geplanten Beschränkung.
Zusätzlich zur Umfrage werden auch weitere Hintergrunddokumente zur Verfügung gestellt, die die derzeitigen Informationen, auf deren Basis der Beschränkungsvorschlag erstellt wird, enthalten.
Die Umfrage wurde am 22. Oktober 2021 gestartet und ist auf eine Dauer von zwei Monaten angelegt. Eine Teilnahme ist also bis zum 22. Dezember 2021 möglich. Die Umfrage ist in englischer Sprache verfasst.
Bei Fragen zu diesem zweiten Call for Evidence kontaktieren Sie bitte das Funktionspostfach der Bundesstelle für Chemikalien chemg@baua.bund.de unter dem Betreff Call for Evidence – Bisphenols Restriction.

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