Navigation und Service

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

Muss ein Händler als Lieferant im Sicherheitsdatenblatt unter Punkt 1.3 und/oder auf dem Etikett genannt werden? Muss ein Händler die Inhalte des Sicherheitsdatenblattes oder des Etikettes prüfen?

Helpdesk-Nummer: 0202

Aus Sicht der BAuA sind Händler nicht automatisch dazu verpflichtet eigene Sicherheitsdatenblätter (SDB) mit Angabe ihrer Kontaktdaten etc. zu erstellen, sondern können die ihnen gelieferten SDB ohne Veränderung an ihre Abnehmer weitergeben.

Händler sind jedoch in ihrer Funktion als Lieferant für den Inhalt der SDB verantwortlich. Sind inhaltliche Anpassungen oder Überarbeitungen des SDB notwendig, so sind diese von den Händlern vorzunehmen. Dies kann z.B. bei der Lieferung an einen Abnehmer aus einem anderen Mitgliedsstaat zutreffen. In so einem Fall ist der Lieferant z.B. dazu verpflichtet das Sicherheitsdatenblatt gemäß Artikel 31 Absatz 5 der Verordnung (EG) 1907/2006 (REACH-VO) in einer Amtssprache des Mitgliedstaates/der Mitgliedstaaten vorzulegen, in dem der Stoff oder das Gemisch in Verkehr gebracht wird.

Des Weiteren müssen ggf. nationale Arbeitsplatzgrenzwerte des jeweiligen Mitgliedsstaates in das SDB aufgenommen werden und eine entsprechende Notfallrufnummer gemäß Anhang II Abschnitt 1.4 der REACH-VO angegeben werden. Ähnliches trifft auf das Etikett zu. Auch hier ist der Lieferant für den Inhalt verantwortlich und Artikel 17, Absatz 1 (a) in Verbindung mit der Definition der Lieferanten in Artikel 2 Nr. 26 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP-VO) legt fest, dass die Kontaktdaten des Händlers zum Inhalt des Kennzeichnungsetiketts gehören.

Werden inhaltliche Anpassungen vorgenommen, muss der Händler in jedem Fall auf dem Etikett und im SDB seine Kontaktdaten angeben.

Hinweis:

Diese Frage wird derzeit auf EU-Ebene diskutiert.