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Beschränkung von PFOA und PFOA-Vorläufersubstanzen

Perfluoroctansäure (PFOA) gehört zur Gruppe der per- und polyfluorierten Chemikalien  (PFC, PFASs). Vorläufersubstanzen von PFOA können in der Umwelt zu PFOA abbauen. PFOA und PFOA-Vorläuferverbindungen sind synthetisch hergestellte Chemikalien ohne natürlichen Ursprung. Aufgrund vielfältiger Verwendungen und der damit einhergehenden Freisetzung können diese Stoffe in allen Umweltkompartimenten nachgewiesen werden; auch in entlegenen Gegenden wie der Arktis.

PFCs werden aufgrund ihrer wasser-, schmutz- und fettabweisenden Eigenschaften in zahlreichen Verbraucherprodukten verarbeitet. PFOA und deren Vorläuferverbindungen können durch direkte und indirekte Quellen in die Umwelt gelangen, Emmissionen finden zu jedem Zeitpunkt des Produktlebenszyklus statt (z. B. Produktion, Verwendung und Abfallbeseitigung). Beispielsweise können PFOA und deren Vorläuferverbindungen im Zuge des Produktlebenszyklus von Verbraucherprodukten in die Umwelt freigesetzt werden. PFOA reichert sich im menschlichen Blut an und wird bei Schwangerschaften durch die Plazenta auf den Fetus und beim Stillen über die Muttermilch auf den Säugling übertragen. Die Aufnahme von PFOA und deren Vorläufersubstanzen in den menschlichen Organismus geschieht vor allem über die Nahrung, Innenraumluft und Trinkwasser. Die Halbwertszeit von PFOA im menschlichen Blut beträgt etwa 3,5 Jahre.

PFOA ist also schwer abbaubar, akkumuliert im Organismus und ist toxisch. Aus diesem Grund ist PFOA als besonders besorgniserregender Stoff auf der Kandidatenliste der REACH-Verordnung gelistet (REACH Art. 57 c und d; CMR und PBT).

In Europa und den USA nehmen die Umweltkonzentrationen bereits langsam ab. Grund dafür ist eine Übereinkunft zwischen der Fluorchemieindustrie und der US-amerikanischen Umweltbehörde (US-EPA) aus dem Jahr 2006. Darin haben sich 8 Unternehmen freiwillig bereit erklärt, PFOA bis 2010 um 95% (im Vergleich zu 2000) zu reduzieren und bis 2015 vollständig zu eliminieren. Allerdings sind, etwa auf dem aufstrebenden asiatischen Markt, viele Firmen nicht an dem Stewardship-Program beteiligt, wodurch z. B. PFOA und dessen Vorläufersubstanzen durch Importprodukte in den EU-Markt gelangen.

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