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"In drei Schritten zum DNEL - geh' mit!"

Die Veranstaltung fand am 5. Mai 2015 in Dortmund statt.

Die unter REACH abzuleitenden Derived No-Effect Levels, abgekürzt DNELs, sind stoffspezifische, gesundheitsbasierte Grenzwerte, die im Chemikaliensicherheitsbericht von den Registranten grundsätzlich vorzulegen sind. Im Rahmen der Risikocharakterisierung werden diese DNELs mit stoff- und anwendungsspezifischen Expositionswerten verglichen. Unterschreitet der Expositionswert den Grenzwert, so gilt das zugrundeliegende Expositionsszenario definitionsgemäß als sicher, da Risiken für die menschliche Gesundheit nicht erwartet werden.

Im Kapitel R.8 ("Characterisation of dose [concentration]-response for human health") der ECHA-Leitlinien zu Informationsanforderungen und zur Stoffsicherheitsbeurteilung werden die Prinzipien der DNEL-Ableitung sowie die Anwendung diverser Extrapolationsfaktoren näher erläutert. Der Workshop dient dazu, die für die praktische Anwendung im Arbeitsschutz wesentlichen Inhalte dieser ECHA-Leitlinie im Rahmen von Vorträgen vorzustellen. Zudem werden mit dem Teilnehmerkreis Übungen zur DNEL-Ableitung ausgehend von tierexperimentellen Studien durchgeführt. Der eintägige Workshop richtete sich somit an Interessierte, insbesondere Einsteiger, die sich mit der DNEL-Ableitung unter REACH auseinandersetzen

Inhaltlich wurden folgende Themen behandelt:

  • 3-Schritt-Verfahren zur DNEL-Ableitung mit

    • Schritt 1: Auswahl des Startpunkts
    • Schritt 2: Anpassung des Startpunkts
    • Schritt 3: Anwendung der Extrapolationsfaktoren
  • Dermale Absorption: Prozent versus Flux
  • DNEL im Vergleich zum Derived Minimal Effect Level (DMEL) für kanzerogene Stoffe
  • DNELs im Vergleich zu anderen gesundheitsbasierten Grenzwerten auf nationaler und europäischer Ebene
  • Vorstellung eines Excel-basierten Rechentools als unterstützendes Mittel zur DNEL-Ableitung

Das Programm und die Vorträge finden Sie nachfolgend.