Navigation und Service

Springe direkt zu:

Informationsveranstaltung: "REACH-Methodik zur Abschätzung von Gesundheitsrisiken (Exposition - DNEL - DMEL - Biomonitoring)"

Die Veranstaltung fand am 22. September 2011 in Berlin statt.

Die REACH-Verordnung schreibt im Rahmen der Registrierungsdossiers eine Beurteilung der vom registrierten Stoff ausgehenden Risiken für Mensch und Umwelt vor. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) lud am 22. September 2011 zu einer Informationsveranstaltung zum Thema "REACH - Methodik zur Abschätzung von Gesundheitsrisiken" ein. 95 interessierte Teilnehmer aus der Industrie und beteiligten Behörden folgten der Einladung nach Berlin. Die Themenbereiche Expositionsermittlung, DNEL, DMEL und Biomonitoring wurden in 8 Fachvorträgen beleuchtet.

Im Verlauf der Veranstaltung wurden die unterschiedlichen Methoden zur Expositionsermittlung und Grenzwertableitung vom theoretischen Ansatz bis hin zu praktischen Beispielen zur Anwendung vorgestellt. Zentrale Bedeutung haben die DNEL-Werte (Derived No-Effect Level), deren Ableitung im Rahmen der Veranstaltung dargelegt wurde. Hier können sowohl experimentelle Daten als auch Erfahrungen am Menschen herangezogen werden. DNEL grenzen sich von bestehenden gesetzlichen Grenzwerten hinsichtlich ihrer Verbindlichkeit in der Praxis ab. Für die Bewertung krebserzeugender Stoffe ist die Beurteilungsgröße der DMEL-Wert (Derived Minimal Effect Level). Die unterschiedliche Bedeutung von DNEL und DMEL im europäischen Chemikalienrecht stand im Mittelpunkt mehrerer Beiträge und wurde von den Teilnehmern lebhaft diskutiert.

Die Methodik der Expositionsermittlung als weiterer wichtiger Bestandteil der Riskobewertung wurde den Teilnehmern in einem Überblick vorgestellt. Dabei wurden ausgehend von der klassischen Messung am Arbeitsplatz bis hin zu probabilistischen Modellen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Methoden dargelegt. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch zwei Beiträge zum Thema Biomonitoring. Informationen zu den theoretischen Grundlagen wurden durch konkrete Beispiele aus der arbeitsmedizinischen Praxis in der Industrie ergänzt.

Die Veranstaltung gab den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen Fragen zum Thema der Umsetzung der REACH-Verordnung mit den Vertretern der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, des Bundesinstituts für Risikobewertung und der Industrie zu erörtern.

Aufgrund des positiven Feedbacks plant die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin für 2012 eine aktualisierte Wiederholung der Veranstaltung an einem anderen Standort der BAuA.

Nachfolgend finden Sie das Programm und die Vorträge.

Allgemeine Dokumente