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Informationsveranstaltung: REACH-Registrierung: Datenanforderungen und Teststrategien

Die Veranstaltung fand am 09. März 2010 in Dortmund statt.

Am 1. Dezember 2010 läuft die Registrierungsfrist für folgende Stoffe ab:

  • Stoffe ≥ 1000 Tonnen pro Jahr
  • CMR-Stoffe ≥ 1 Tonne pro Jahr
  • Stoffe giftig für Wasserorganismen (R 50/R 51) ≥ 100 Tonnen pro Jahr.

Betroffen sind Stoffe, die in der EU hergestellt, bzw. in die EU importiert werden.

Für die vorgesehene gemeinsame Einreichung der Daten sind die Unternehmen dabei, sich im SIEF (SIEF - Substance Information Exchange Forum) zu organisieren. Bis Dezember 2009 haben sich über 2000 federführende Registranten bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) gemeldet, d. h. in diesen SIEFs wird voraussichtlich ein gemeinsames Dossier zu den stoffinhärenten Eigenschaften erstellt werden. Es gibt jedoch Schätzungen, dass über 9000 Stoffe zum 1. Dezember 2010 registriert werden, und die ECHA stellt sich auf einen starken Anstieg bei der Anzahl der Dossiereinreichung kurz vor Fristende ein. Es ist daher wichtig, ein vollständiges und REACH-konformes Dossier einzureichen.

Die Vollständigkeit eines Dossiers wird in der ECHA im sogenannten TCC-Technical Completeness Check geprüft.

Wenn die ECHA den sogenannten compliance check (Übereinstimmungsprüfung) durchführt, kann ein Dossier als REACH-konform betrachtet werden.

Um die Datenanforderungen zu erfüllen, sind in REACH vier Schritte vorgesehen:
Schritt 1: vorhandene Informationen sammeln und weitergeben,
Schritt 2: den Informationsbedarf ermitteln,
Schritt 3: Informationslücken ermitteln,
Schritt 4: neue Daten beschaffen / Prüfstrategie ermitteln.

Diese vier Schritte durchzuführen liegt in der Verantwortung der Registranten. Im Schritt 1 der Datensammlung tauchen bereits Fragen und Probleme auf, z. B. auf welche Daten darf man überhaupt zugreifen, wie sieht es mit Datenschutz und Vertraulichkeit aus, sind Literaturdaten ausreichend, was ist ein "letter of access"?

Auch zur Informationsbedarfsermittlung erreichen den Helpdesk Fragen, z. B. wann reicht ein Testvorschlag aus, um den entsprechenden Endpunkt abzudecken, wie ermittelt man eine Schlüsselstudie ("key study")?

"Neuland" in der Chemikaliengesetzgebung ist für alle Beteiligten, Industrie und Behörden, der sogenannte "Waiving Annex" - der Anhang XI der REACH-Verordnung, der die Abweichungen von den Standard-Prüfprogrammen beschreibt. Aber auch die Spalte 2 der Anhänge VII - X enthalten Beschreibungen, unter welchen Bedingungen auf die Durchführung von Tests verzichtet werden kann. Damit sind vielfältige Möglichkeiten gegeben, besonders auf Wirbeltierversuche zu verzichten.

Um den Registrierungsprozess zu unterstützen, führte der Helpdesk der BAuA eine weitere REACH-Veranstaltung zu den Anforderungen an ein Registrierungsdossier durch. An Beispielen wurden die Informationsanforderungen zu den stoffinheränten Eigenschaften vermittelt, bzw. ob und welche Abweichungen von den Anforderungen möglich sind.

Die Informationsveranstaltung richtete sich an Unternehmen, die mit der Einreichung eines Registrierungsdossiers beschäftigt sind.

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