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REACH: Anforderungen an ein Registrierungsdossier - die Uhr läuft!

Die Informationsveranstaltung fand am 17. September 2009 in Dortmund statt.

Unter REACH sind Hersteller und Importeure für die Erstellung und fristgerechte Einreichung der Registrierungsdossiers bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) verantwortlich. Eine erfolgreiche Registrierung ist zur Zeit für viele Unternehmen das bedeutendste Element der REACH-Verordnung.

Der 1. Dezember 2010 ist die Frist für die Dossier-Einreichung für

  • Stoffe mit einer Jahrestonnage von ≥ 1000 Tonnen
  • CMR Stoffe (≥ 1 Tonne pro Jahr)
  • Stoffe giftig für Wasserorganismen (R50/53) (≥ 100 Tonnen pro Jahr).

Federführenden Registranten wird allerdings empfohlen, ihre Dossiers schon bis spätestens Mitte 2010 einzureichen. Nur so können damit die von ihnen vertretenen Firmen die separaten Dossiers noch fristgerecht vor dem 30. September 2010 an die ECHA schicken. Eine spätere Einreichung kann zur Unterbrechung der Herstellung oder Imports des Stoffes führen. Die betroffenen Firmen sind also gut beraten, schon jetzt zu beginnen, die Dossiers zu erstellen.

Die sehr umfangreichen Dossiers müssen über REACH-IT bei der ECHA eingereicht werden. Die erste Hürde, die hier genommen werden muss, ist der Completeness Check, der, wenn er nicht bestanden wird, zu einer Ablehnung des Dossiers führt.

Einzelne Firmen haben bereits Dossiers eingereicht. Die Erfahrungen zeigen, dass mehr als die Hälfte dieser Firmen bereits an der Vollständigkeitsprüfung gescheitert ist. Für ein nicht vollständiges Dossier besteht innerhalb der Bearbeitungsfrist eine einzige Nachbesserungsmöglichkeit, danach beginnt bei erneuter Einreichung des Dossiers die Bearbeitungsfrist bei der ECHA neu zu laufen, die Gebühren werden neu erhoben. Im Falle einer nicht vollständigen Einreichung von gemeinsamen Dossiers durch den federführenden Registranten können darüber hinaus Benachteiligungen der vertretenen Unternehmen auftreten.

Auf dieser Veranstaltung wurden daher folgende Themen von Vertretern aus Industrie, von Consultants sowie von Behördenseite vertieft vermittelt:

  • Wie führt die ECHA einen Completeness Check durch?
  • An welcher Stelle treten verstärkt Probleme auf?
  • Wie wendet die ECHA die "business rules" an?
  • Was sind die ersten Erfahrungen bei der Dossiererstellung/Dossiereinreichung aus der Sicht von Betroffenen?
  • Welche Datenquellen werden verwendet?
  • Was ist bei der Frage nach Stoffidentität im Falle der gemeinsamen Einreichung eines Dossiers zu beachten?
  • Wie sind die Deadlines für die Dossiereinreichung zu bewerten?
  • Was muss man im Falle von vertraulichen Daten bei der Dossiererstellung beachten?

Diese Informationsveranstaltung richtete sich vor allem an die Firmen, die ihre Dossiers noch nicht in erstellt haben bzw.-beziehungsweise beginnen, die Dossiers zu erstellen, die zur Zeit mit den Vorbereitungen auf die Einreichung ihres Dossiers beschäftigt sind oder vielleicht sogar schon einmal am Completeness Check gescheitert sind.

Die Referentinnen und Referenten kamen von der Europäischen Chemikalien Agentur (ECHA), der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), der Industrie und Consultants.