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Informationspflicht

Neben der Anwendung geeigneter Risikominderungsmaßnahmen ist die Informationspflicht die bedeutendste Aufgabe für Sie als nachgeschalteten Anwender. Diese Informationspflicht besteht einerseits gegenüber Ihren Kunden, und in bestimmten Fällen auch gegenüber Ihrem Lieferanten.

Alle Informationen zum sicheren Umgang mit dem Stoff, die Sie von Ihrem Lieferanten beispielsweise aus dem Sicherheitsdatenblatt erhalten oder auch selbst ausarbeiten, müssen Sie an Ihre Kunden weitergeben, damit diese ebenfalls die notwendigen Maßnahmen ergreifen können (Artikel 31 (1)). Auch für Stoffe, für die kein Sicherheitsdatenblatt notwendig ist, weil sie weder als gefährlich eingestuft sind noch die PBT (Substances that are potentially persistent, bioaccumulative and toxic) - oder vPvB (Substances that are potentially very persistent and very bioaccumulative) - Kriterien erfüllen, müssen zumindest Informationen für einen sicheren Umgang bereitgestellt werden (Artikel 32 (1)). Liefern Sie einem Kunden Gemische, in der zumindest ein als gefährlich eingestufter Stoff vorhanden ist, müssen Sie ihm auf Wunsch ein Sicherheitsdatenblatt zukommen lassen (Artikel 31 (3)).

Gegenüber Ihrem Lieferanten sind Sie berechtigt, ihm mitzuteilen, wofür Sie seinen Stoff verwenden (siehe auch unter Anwendung von Risikominderungsmaßnahmen). Verfügen Sie aus seiner Erfahrung im Umgang mit dem Stoff über Informationen, die dem Hersteller eine Einstufung oder auch einfach nur die Registrierung des Stoffes erleichtern, so können Sie ihm diese zur Verfügung stellen (Artikel 37 (1)) bzw. von Ihren Kunden an Ihren Lieferanten weiterleiten. Dies gilt auch für Informationen, die Sie erst später einmal zu einem zukünftigen Zeitpunkt erhalten werden (Artikel 34).

Weitere Informationen

Rechte und Pflichten für nachgeschaltete Anwender