Navigation und Service

Springe direkt zu:

Kandidatenstoffe

Aufnahmedatum: 16.12.2013

Stoffe, die in die Kandidatenliste zur Zulassung aufgenommen wurden, ihre SVHC-Eigenschaften und ihre Hauptverwendungen entsprechend den Informationen, die in den Anhang-XV-Dossiers, sowie durch interessierte Parteien während der öffentlichen Konsultation über ihre Identifizierung als SVHC-Stoffe bereitgestellt wurden:

#Name des Stoffes
1Cadmiumsulfid
2Dinatrium-3,3'-((1,1'-biphenyl)-4,4'-diylbis(azo))bis(4-aminonaphthalin-1-sulfonat)
(C.I. Direct Red 28)
3Dinatrium-4-amino-3-[[4'-[(2,4-diaminophenyl)azo][1,1'-biphenyl]-4-yl]azo]-5-hydroxy-6-(phenylazo)naphthalin-2,7-disulfonat
(C.I. Direct Black 38)
4Dihexylphthalat
5Imidazolidin-2-thion
6Bleidi(acetat)
7Trixylylphosphat


Firmen, die diese Stoffe als solche oder in Gemischen oder Erzeugnisse, in denen diese Stoffe enthalten sind, herstellen oder importieren, müssen ihre potenziellen Verpflichtungen überprüfen, die sich aus dieser Aktualisierung ergeben.

Die ECHA aktualisiert die Kandidatenliste mit 7 neuen besonders besorgniserregenden Stoffe:

Die ECHA hat am 16. Dezember 2013 die Kandidatenliste um 7 neue Stoffe erweitert. Damit enthält die Liste nunmehr 151 Stoffe. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Stoffe, die als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend (CMR) eingestuft sind.

Der Ausschuss der Mitgliedstaaten hat einstimmig die Identifizierung dieser sieben Stoffen als besonders besorgniserregend beschlossen. Vorangegangen war eine sorgfältige Überprüfung der während der öffentlichen Konsultation und Dokumentation eingegangenen Kommentare, die die schädliche Wirkung dieser Stoffe gemäß Artikel 57 der REACH-Verordnung untermauerten. In einigen Fällen erfolgte die Identifizierung der Stoffe aufgrund mehrerer besorgniserregender Eigenschaften.

Die Aufnahme der Stoffe in die Kandidatenliste kann für Firmen gesetzliche Verpflichtungen mit sich bringen, die für die gelisteten Stoffe als solche, in Gemischen oder in Erzeugnissen gelten können. Hersteller und Importeure von Erzeugnissen haben sechs Monate Zeit, um die ECHA bis zum 16. Juni 2014 in Kenntnis zu setzen, wenn die zwei folgenden Bedingungen zutreffen:

(i) der Stoff ist in diesen Erzeugnissen in Mengen von über einer Tonne pro Hersteller oder Importeur pro Jahr enthalten, und

(ii) der Stoff ist in diesen Erzeugnissen in einer Konzentration von über 0,1 Massenprozent enthalten.

Ausnahmen gibt es von der Meldepflicht, wenn der Stoff bereits für die Verwendung registriert ist oder wenn eine Exposition ausgeschlossen werden kann. Informationen über die Meldung von Stoffen in Erzeugnissen und entsprechende Einreichungs-Tools sowie Anweisungen zur Erstellung und Einreichung eines Meldedossiers sind auf der ECHA-Webseite verfügbar. Die ECHA hat ein Webformular zum Anmelden von Stoffen in Erzeugnissen freigeschaltet, das diesen Vorgang deutlich erleichtert. Zudem stehen Datensätze zur Einreichung der Anmeldungen per REACH-IT zur Verfügung.

Die Kandidatenliste enthält nun 151 Stoffe. Die REACH-Verordnung sieht ein spezifisches Verfahren vor, um zu entscheiden, ob die Kandidatenstoffe auch in die Liste der zulassungspflichtigen Stoffe (Anhang XIV der REACH-Verordnung) aufgenommen werden.