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Kandidatenstoffe

Aufnahmedatum: 19.12.2011

Stoffe, die in die Kandidatenliste zur Zulassung aufgenommen wurden, ihre SVHC-Eigenschaften und ihre Hauptverwendungen entsprechend den Informationen, die in den Anhang-XV-Dossiers, sowie durch interessierte Parteien während der öffentlichen Konsultation über ihre Identifizierung als SVHC-Stoffe bereitgestellt wurden:

Die ECHA aktualisiert die Kandidatenliste durch 20 neue besonders besorgniserregende Stoffe

Firmen, die diese Stoffe herstellen oder importieren, oder Erzeugnisse, in denen diese Stoffe enthalten sind, müssen ihre potenziellen Verpflichtungen überprüfen, die sich aus dieser Aktualisierung ergeben.

Die ECHA hat am 19. Dezember 2011 die Kandidatenliste durch zwanzig Stoffe ergänzt. Damit enthält die Liste nunmehr 73 Stoffe. Bei diesen jüngsten Ergänzungen wurden zwölf Stoffe nach einstimmiger Vereinbarung des Ausschusses der Mitgliedstaaten in die Kandidatenliste aufgenommen, während die anderen acht Stoffe, für die es während der öffentlichen Konsultationen keine Stellungnahmen gab, die ihre Identifizierung als SVHC-Stoffe in Frage stellten, direkt in die Kandidatenliste aufgenommen wurden. Neunzehn SVHC-Stoffe sind krebserregend und/oder fortpflanzungsgefährdend. Außerdem wurde erstmals ein Stoff - 4-tert-Octylphenol (4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol) -  wegen seiner endokrin aktiven Eigenschaften als SVHC-Stoff identifiziert, die aufgrund ihrer wahrscheinlich schwerwiegenden Wirkungen auf die Umwelt ebenso besorgniserregend sind.

Die Kandidatenliste mit den durch die ECHA ergänzten Stoffen ist auf der ECHA-Webseite verfügbar. Wie nach der REACH-Verordnung vorgesehen, ist ein spezifisches Verfahren einzuhalten, um zu entscheiden, ob die Stoffe auch in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe (Anhang XIV der REACH-Verordnung) aufgenommen werden sollten.

Die Aufnahme der Stoffe in die Kandidatenliste kann für Firmen gesetzliche Verpflichtungen mit sich bringen, die für gelistete Stoffe als solche, in Gemischen oder in Erzeugnissen gelten können.

Hersteller und Importeure von Erzeugnissen haben sechs Monate Zeit, um die ECHA bis zum 19. Juni 2012 in Kenntnis zu setzen, wenn die zwei folgenden Bedingungen zutreffen:

(i) der Stoff ist in diesen Erzeugnissen in Mengen von über einer Tonne pro Hersteller oder Importeur pro Jahr enthalten, und

(ii) der Stoff ist in diesen Erzeugnissen in einer Konzentration von über 0,1 Massenprozent enthalten.

Ausnahmen gibt es von der Meldepflicht, wenn der Stoff bereits für die Verwendung registriert ist oder wenn Exposition ausgeschlossen werden kann.  

Informationen über die Meldung von Stoffen in Erzeugnissen und entsprechende Einreichungs-Tools sowie Anweisungen zur Erstellung und Einreichung eines Meldedossiers sind auf der ECHA-Webseite verfügbar.