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Glossar

Diese Zusammenstellung erklärt Ihnen, alphabetisch geordnet, einige wichtige Erläuterungen und Abkürzungen

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Ablauftermin


Anhang XIV (Verzeichnis zulassungspflichtiger Stoffe) legt für jeden in diesem Verzeichnis aufgeführten Stoff das Datum (den so genannten "Ablauftermin") fest, ab dem das Inverkehrbringen und die Verwendung dieses Stoffes verboten ist, es sei denn, es gilt eine Ausnahmeregelung, es wurde eine Zulassung erteilt oder es wurde ein Zulassungsantrag vor Ablauf der ebenfalls in Anhang XIV festgelegten Antragsfrist eingereicht, über den die Kommission aber noch nicht entschieden hat.

Alleinvertreter


Eine natürliche oder juristische Person mit Sitz außerhalb der Gemeinschaft, die einen Stoff als solchen, in Gemischen oder in Erzeugnissen herstellt, eine Gemisch formuliert oder ein Erzeugnis herstellt, das in die Gemeinschaft eingeführt wird, kann nach Artikel 8 der REACH-Verordnung in gegenseitigem Einverständnis eine natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Gemeinschaft bestellen, die als ihr alleiniger Vertreter die Verpflichtungen für Importeure bei der Registrierung von Stoffen erfüllt. Der Alleinvertreter hat auch alle anderen Verpflichtungen für Importeure im Rahmen der REACH-Verordnung zu erfüllen.

Der außerhalb der Gemeinschaft ansässige Exporteur muss den oder die Importeure in derselben Lieferkette über die Benennung unterrichten. Diese Importeure gelten für die Zwecke von REACH als nachgeschaltete Anwender.

Siehe auch:
Artikel 8

Altstoffe


Siehe auch:
Phase-in-Stoffe
EINECS

Anhang XIV


Anhang XIV der REACH-Verordnung führt alle Stoffe auf, die nach REACH zulassungspflichtig sind. Die Verwendung und das Inverkehrbringen zur Verwendung von Stoffen, die in Anhang XIV aufgeführt werden, ist ab dem "Ablauftermin" untersagt, wenn für diese Verwendung keine Zulassung erteilt wurde oder wenn dafür keine Ausnahmeregelung gilt.

Siehe auch:
Zulassung
Besonders besorgniserregender Stoff
Ablauftermin
Verzeichnis in Frage kommender Stoffe

ARfD


"Acute Reference Dose" - Akute Referenzdosis

Die akute Referenzdosis ist ein Schätzwert für die Menge eines chemischen Stoffes je Kilogramm Körpergewicht, der die Bevölkerung (darunter auch empfindliche Teilgruppen) für kurze Zeit (24 Stunden oder weniger) ohne ein erkennbares Risiko von gefährlichen Auswirkungen während der Lebensdauer ausgesetzt werden kann.

Ausschuss für Risikobeurteilung


Der Ausschuss für Risikobeurteilung ist der Agenturausschuss, der die Stellungnahmen der Agentur zu Bewertungen, Zulassungsanträgen, Vorschlägen zu Beschränkungen, Vorschlägen zur Einstufung und Kennzeichnung im Rahmen der Einstufungs- und Kennzeichnungsaufgabe und zu allen anderen Fragen ausarbeitet, die sich aus der Anwendung dieser Verordnung in Bezug auf Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt ergeben. Der Verwaltungsrat ernennt mindestens eine und höchstens zwei der von den Mitgliedstaaten benannten Personen zu Mitgliedern des Ausschusses für Risikobeurteilung, ihre Amtszeit beträgt drei Jahre, und die Wiederernennung ist möglich. Die Mitglieder des Ausschusses können sich von Beratern für wissenschaftliche, technische oder Regulierungsfragen begleiten lassen.

Ausschuss für sozioökonomische Analyse


Der Ausschuss für sozioökonomische Analyse ist ein Agenturausschuss, der die Stellungnahmen der Agentur zu Zulassungsanträgen, Vorschlägen zu Beschränkungen und allen anderen Fragen ausarbeitet, die sich aus der Anwendung dieser Verordnung in Bezug auf die sozioökonomischen Auswirkungen möglicher Rechtsvorschriften für Stoffe ergeben. Der Verwaltungsrat ernennt mindestens eine und höchstens zwei der von den Mitgliedstaaten benannten Personen zu Mitgliedern des Ausschusses für sozioökonomische Analyse, ihre Amtszeit beträgt drei Jahre, und eine Wiederernennung ist möglich. Die Mitglieder des Ausschusses können sich von Beratern für wissenschaftliche, technische oder Regulierungsfragen begleiten lassen.

Beschränkung


Auflage bzw. Verbot für Herstellung, Verwendung oder Inverkehrbringen

Besonders besorgniserregender Stoff


Besonders besorgniserregende Stoffe im Sinne der REACH-Verordnung sind

  1. CMR-Stoffe der Kategorien 1 oder 2,
  2. PBT- und vPvB-Stoffe, die die Kriterien aus Anhang XIII erfüllen, und
  3. Stoffe - wie etwa solche mit endokrinen Eigenschaften oder solche mit persistenten, bioakkumulierbaren und toxischen Eigenschaften oder sehr persistenten und sehr bioakkumulierbaren Eigenschaften, die die Kriterien aus Anhang III nicht erfüllen -, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wahrscheinlich schwerwiegende Wirkungen auf die menschliche Gesundheit oder auf die Umwelt haben, die ebenso besorgniserregend sind wie diejenigen anderer in den Punkten 1 und 2 aufgeführter Stoffe, und die im Einzelfall gemäß dem Verfahren des Artikels 59 ermittelt werden.

Siehe auch:
Persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT)
Sehr persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB)
CMR
Artikel 59

Bioakkumulierend


Charakteristik von für die Umwelt besonders gefährlichen Chemikalien

Bioakkumulierende Stoffe reichern sich in Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Menschen) an, wodurch Konzentrationen in einem Gewebe erreicht werden, die wiederum toxische Effekte auslösen können.

Bruttogewinn (Deckungsbeitrag)


Der Bruttogewinn eines Stoffes oder eines Erzeugnisses ist die Differenz zwischen den Umsatzerträgen und den variablen und fixen Kosten der Herstellung des Produktes. Diese Kosten (auch als „Costs of Goods Sold“ bezeichnet) umfassen beispielsweise Material- und Personalkosten, jedoch keine allgemeinen Verwaltungsausgaben.

ECHA-term Datenbank (Testversion)