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Einstufung

Was ist Einstufung?

Besitzt eine Chemikalie aufgrund ihrer intrinsischen Eigenschaften Gefahren gegenüber Mensch oder Umwelt, wird sie als gefährlich eingestuft. Das Ergebnis der Einstufung ist die Einordnung eines Stoffes oder Gemisches in sogenannte Gefahrenklassen / -differenzierungen und –kategorien.

Gefahrenklassen bezeichnen die Art der Gefahr, z. B. im Hinblick auf physikalische Gefahren die Gefahrenklasse „Entzündbare Gase“. Ein Beispiel für Gesundheitsgefahren ist die Gefahrenklasse „Akute Toxizität“, für Umweltgefahren die Gefahrenklasse „Gewässergefährdend“. Wenn Gefahrenklassen aufgrund des Expositionsweges (z. B. Einatmen) oder der Art der Wirkungen unterschieden werden, beinhaltet die Einstufung eine solche Differenzierung. Die Gefahrenklassen selbst sind in Gefahrenkategorien untergliedert. Die Gefahrenkategorien geben den Schweregrad der Gefahr an.

Auf der Einstufung beruht die Kennzeichnung, durch die Kenntnisse über Gefahren innerhalb der Lieferkette und an Verbraucher kommuniziert werden. Wesentliche Kennzeichnungselemente sind die Piktogramme, Signalwörter, Gefahrenhinweise (engl. Hazard Statements, H-Sätze) und Sicherheitshinweise (engl. Precautionary Statements, P-Sätze). In der CLP-Verordnung ist festgelegt, welche Kennzeichnungselemente das Etikett auf Grund einer Einstufung enthalten muss.

Was wird eingestuft?

Stoffe und Gemische (ab dem 01. juni 2015) müssen nach der CLP-Verordnung eingestuft werden. Erzeugnisse müssen bis auf eine sehr spezielle Ausnahme (Erzeugnisse mit Explosivstoff) nicht nach der CLP-Verordnung eingestuft werden. Die Definitionen der Begriffe Stoff, Gemisch und Erzeugnis sind in der CLP-Verordnung und in der REACH-Verordnung wortgleich.

Wofür braucht man das?

Neben der Information über Gefahren innerhalb der Lieferkette, werden auf Basis der Einstufung Maßnahmen des Arbeits-/Verbraucher- und/oder Umweltschutzes abgeleitet. Darüber hinaus kann sie Anlass sein für weitere Verfahren zum Risikomanagement unter REACH. Viele Regelungen unter REACH (wie z. B. der Beschränkung und Zulassung) sind an bestimmte Einstufungen geknüpft.

Weitere Informationen zum Thema Einstufung von Stoffen und/oder Gemischen finden Sie unter

 

Downloads

Rechtstexte zu CLP

ECHA - Einführende Leitlinien zur CLP-Verordnung (PDF-Datei, 1.14 MB)

ECHA - Leitlinien zur Anwendung der CLP Kriterien (nur auf Englisch verfügbar) (PDF-Datei, 9.1 MB)
Erläuterungen zur Methode von YOUNG et al. zur Bestimmung der sauren bzw. alkalischen Reserve finden Sie hier.

ECHA - Leitlinien zur Kennzeichnung und Verpackung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008
In der aktuellen Version der deutschen Leitlinien ist der Wortlaut einiger Sicherheitshinweise (P-Sätze) fehlerhaft und nicht auf dem Stand der 8. ATP.
Eine Übersicht über den aktuellen Wortlaut der deutschen Sicherheitshinweise finden Sie hier.

Bekanntmachung 408 Anwendung der GefStoffV und TRGS mit dem Inkrafttreten der CLP-Verordnung

Bekanntmachung des BMAS vom 6. Juli 2015 zur Anwendung der GefStoffV und der TRGS mit dem Inkrafttreten der CLP-Verordnung

 

Rechtsfolgen der Einstufung

Unterstützende Datenbanken für eine schnelle und umfassende Information, ob die Einstufung einer Chemikalie zu gesetzlichen Regelungen führt (ohne Gewähr auf Vollständigkeit):

Datenbank "Rechtsfolgen nach CLP" (Teil A)
Datenbank "Rechtsfolgen nach Stoff-/Zubereitungsrichtlinie" (Teil B)