Navigation und Service

Springe direkt zu:

Die in situ Liste

Die sogenannte in situ Liste findet sich im Anhang des Dokuments CA-March15-Doc.5.1., welches auf dem Treffen der Mitgliedsstaaten im März 2015 verabschiedet worden ist.

Anhand der in situ Liste lässt sich überprüfen, welche Wirkstoff-Precursor-Kombinationen derzeit im Rahmen des Altwirkstoffverfahrens bewertet werden.

Wirkstoff-Precursor-Kombinationen, die bereits im Rahmen des Altwirkstoffverfahrens bewertet werden, finden sich in der 3. Spalte („Current precursor(s)/active substance combinations“) der Liste. Wirkstoff-Precursor-Kombinationen, die derzeit nicht im Rahmen des Altwirkstoffverfahrens bewertet werden, finden sich in der 4. Spalte („Additional precursor(s)/active substance combinations“). Dies sind z. B. Wirkstoff-Precursor-Kombinationen, bei denen derzeit entweder nur der Wirkstoff oder nur eine Vorläufersubstanz bewertet wird. Für diese Systeme muss die Kombination aus Wirkstoff und jeder Vorläufersubstanz bis zum 27. April 2016 nachnotifiziert werden. Eine Übersicht der nachnotifizierten Wirkstoff-Precursor-Kombinationen findet sich auf den Seiten der ECHA .

Zudem gibt die Liste Aufschluss über die „alte“ und die „neue“ Bezeichnung der in situ Wirkstoffe. Bisher wurden in situ Wirkstoffe sehr unterschiedlich benannt. Dies soll nun zum einen vereinheitlicht werden und zum anderen sollen die verwendeten Precursor im Namen genannt werden. In der 2. Spalte der Liste findet sich der „alte“ Wirkstoffname unter dem der in situ Wirkstoff derzeit auch in der Review-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 1062/2014) aufgeführt ist. In der 3. und 4. Spalte findet sich der „neue“ Wirkstoffname.

In der 5. Spalte der Liste sind der die Wirkstoff-Precursor-Kombination bewertende Mitgliedsstaat (RMS) sowie die zugehörigen Produktarten aufgeführt.

In der letzten Spalte („Legal basis for taking over“) findet sich ein Verweis auf Artikel 13 der Review-Verordnung bzw. auf Artikel 93 der Biozidverordnung. Wirkstoff-Precursor-Kombinationen, die in der 4. Spalte der Liste aufgeführt sind und unter Artikel 13 der Review-Verordnung fallen, können von Unternehmen nachnotifiziert werden. Wirkstoff-Precursor-Kombinationen mit einem Verweis auf Artikel 93 der Biozidverordnung können derzeit nur verwendet werden, wenn sie von den Übergangsregelungen nach Artikel 93 profitieren können.

Beispiel: Natriumchlorid -> Aktives Chlor (mittels Elektrolyse)


Die bisherige Bezeichnung „Aktives Chlor“ (Spalte 2) wird nun durch den klar definierten Namen „Aktives Chlor, generiert aus Natriumchlorid durch Elektrolyse“ (Spalte 3 bzw. 4) ersetzt. Wie der Liste entnommen werden kann, wird diese Wirkstoff-Precursor-Kombination durch bestehende Anträge für die Produktarten 1, 2, 3, 4, und 5 unterstützt (Spalte 3 und 5). Eine Anwendung in der Produktart 11 und 12 wird derzeit nicht bewertet (Spalte 4 und 5). „Aktives Chlor, generiert aus Natriumchlorid durch Elektrolyse“ kann für die Produktarten 11 und 12 bis zum 27. April 2016 nach Artikel 13 der Review-Verordnung nachnotifiziert werden (Spalte 6) . Rechtlicher Hintergrund ist, dass die Wirkstoff-Precursor-Kombination bisher von dem Wirkstoff Natriumhypochlorit (432) abgedeckt war.