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Rückblick 2015: REACH und CLP

Dezember 2015

Fünf neue Stoffe auf der Kandidatenliste

Die ECHA hat fünf neue Stoffe auf die Kandidatenliste aufgenommen. Es handelt sich um die Stoffe:

  • Nitrobenzol (EG-Nr. 202-716-0, CAS-Nr. 98-95-3),
  • die UV-Stabilisatoren 2,4-Di-tert-butyl-6-(5-chlorbenzotriazol-2-yl)phenol (UV-327) (EG-Nr. 223-383-8, CAS-Nr. 3864-99-1) und
  • 2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4-(tert-butyl)-6-(sec-butyl)phenol (UV-350) (EG-Nr. 253-037-1, CAS-Nr. 36437-37-3),
  • 1,3-Propansulton (EG-Nr. 214-317-9, CAS-Nr. 1120-71-4),
  • Perfluornonansäure (PFNA) und seine Narium- und Ammoniumsalze (EG-Nr. 206-801-3, CAS-Nr. 375-95-1; 21049-39-8; 4149-60-4).

Damit enthält die Kandidatenliste nun 168 Stoffe.

Kandidatenliste der Stoffe

Leitlinien zu Stoffen in Erzeugnissen aktualisiert

Als Folge des Urteils des Europäischen Gerichtshofes vom 10. September 2015 (Rechtssache C-106/14) hat die ECHA die Leitlinien zu Stoffen in Erzeugnissen aktualisiert. Es wurde berücksichtigt, dass nun Produzenten von zusammengesetzten Erzeugnissen in allen Mitgliedstaaten Informationen zu besonders besorgniserregender Stoffen (SVHC), die sie zu den jeweiligen einzelnen Erzeugnissen erhalten haben, in der Lieferkette weitergeben.

Der aktualisierte Version ist zur Zeit nur in englischer Sprache verfügbar. Eine umfassendere Überarbeitung der Leitlinien soll im kommenden Jahr erfolgen.

Guidance on substances in articles

Neue Formatvorlagen für Vorschläge zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung

Die ECHA hat sowohl für Industrie als auch für Mitgliedstaaten neue Formatvorlagen für einen Vorschlag zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung erstellt.

Der bei der ECHA einzureichende Vorschlag besteht aus zwei Dokumenten. Das erste Dokument befasst sich mit der Gefahrenbewertung durch den Dossiereinreicher, während das zweite Dokument (Anhang I) eine detailierte Zusammenfassung der Studien enthalten soll, die die Grundlage für den Einstufungs- und Kennzeichnungsvorschlag bilden.

Unter der E-Mail-Adresse classification@echa.europa.eu bietet die ECHA bis zum 23. Dezember 2015 Hilfestellung bei der Benutzung dieser Formatvorlagen an. Gestützt auf dieses Feedback kann im neuen Jahr auch ein Webinar angeboten werden.

Formatvorlage für den Bericht (mit Erklärungen) (Word-Datei, 656 KB)
Formatvorlage für den Anhang I zum Bericht (mit Erklärungen) (Word-Datei, 428 KB) (Word-Datei, 428 KB)

REACH-CLP-Biozid Helpdesk schließt über Weihnachten und neue Öffnungszeiten des Infocenters ab 2016

Der REACH-CLP-Biozid Helpdesk schließt vom 24. Dezember 2015 bis 3. Januar 2016. Während dieser Zeit werden keine Anfragen beantwortet.

Im neuen Jahr wird das Informationszentrum der BAuA von Montag bis Freitag nur noch zwischen 8 und 13 Uhr telefonisch erreichbar sein.

ECHA schließt über Weihnachten den Service für ihre IT-Tools

Die ECHA unterbricht aufgrund der Weihnachtszeit vom 23. Dezember 2015 bis 4. Januar 2016 den Service für REACH-IT, R4BP 3 und dem SPC Editor. Das Kontaktformular der ECHA wird vom 21. Dezember bis zum 4. Januar 2016 nicht aktiviert sein. Lediglich das ePIC-Tool ist offen.

November 2015

11 neue Stoffe für die Zulassungsliste

Die ECHA empfielt die Aufnahme der folgenden 11 Stoffe auf die Zulassungsliste (Anhang XIV der REACH-Verordnung):

  • Dihexylphthalat und 1,2-Benzoldicarbonsäure, Dihexylester, verzweigt und linear (Weichmacher in PVC);
  • Cyclohexan-1,2-dicarbonsäureanhydrid und Hexahydromethylphthalsäureanhydrid (Härter für Epoxidharze);
  • Trixylylphosphat (Schmiermittel, hydraulische Flüssigkeit und Kunststoffproduktion);
  • Natriumperborat; Perborsäure, Natriumsalz und Natriumperoxometaborat (in Detergentien und Bleichprodukten);
  • Orangemennige (Bleitetraoxid); Bleimonoxid (Bleioxid); Tetrableitrioxidsulfat und Pentableitetraoxidsulfat (Batterie- und Gummiherstellung, in Adsorptionsmittel)

Konsultation zu einer etwaigen Beschränkung gemäß Artikel 68 Absatz 2 der Verordnung 1907/2006 (REACH) von gefährlichen chemischen Stoffen (CMR 1A und 1B) in Textil- und Kleidungsartikeln, die von Verbrauchern verwendet werden.

Die Kommission ruft im Rahmen der Konsultation dazu auf, bis zum 22.01.2016 vorhandene relevante Informationen bei der Kommission einzureichen. Diese Informationen werden dann bei der Erwägung, eine Beschränkung zu verhängen, berücksichtigt.

Weitere Informationen und das Formular zur Einreichung von Informationen finden Sie hier.

Am 1. Dezember 2015 endet die Kommentierungsfrist für Diisocyanate

Wenn Sie Informationen haben, die im Rahmen des Beschränkungsvorhabens für die Diisocyanate relevant sein könnten, können Sie diese noch bis zum 1. Dezember 2015 im Rahmen des "Call for Evidence" bei der Bundesstelle für Chemikalien einreichen.

Insbesondere interessieren die Verwendungen, der Umgang und die Exposition mit bzw. von Diisocyanaten und Diisocyanat-haltigen Produkten in Bezug auf den Arbeitsplatz und auf sog. Bystander. Auch sind Hinweise auf denkbare Alternativstoffe für spezifische Verwendungen wichtig.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Aktualisierte Praxisanleitungen 12 nun in Deutsch verfügbar

Die Praxisanleitungen 12 "Kommunikation mit der ECHA bei der Dossierbewertung" wurden im Juli dieses Jahres aktualisiert. Nun liegt die deutsche Übersetzung vor.

Praxisanleitungen 12

Checkliste für Sicherheitsdatenblätter verfügbar

Die ECHA hat in Zusammenarbeit mit dem Forum für den Austausch von Informationen zur Durchsetzung ("Forum") eine Checkliste erstellt, die Überwachungsbehörden bei der Prüfung von Sicherheitsdatenblättern unterstützen kann. Diese Checkliste ist auch für Firmen nützlich, wenn sie die Qualität der Sicherheitsdatenblätter in der Lieferkette prüfen möchten.

Checkliste zur Prüfung von Sicherheitsdatenblättern (PDF-Datei, 3 MB)

Oktober 2015

Deutsches Beschränkungsvorhaben für Diisocyanate: "Call for evidence" gestartet

Die deutschen zuständigen Behörden für REACH erarbeiten derzeit einen Beschränkungsvorschlag für die Stoffgruppe der Diisocyanate. Dieses Vorhaben wurde heute (07.10.2015) im Verzeichnis der Absichtserklärungen (Registry of intentions, RoI) der ECHA veröffentlicht (Link zur ECHA).

Zeitgleich rufen die deutschen Behörden in einem "Call for evidence" dazu auf, bis zum 01.12.2015 vorhandene Informationen, die im Rahmen des Beschränkungsvorhabens relevant sein könnten, bei der Bundesstelle für Chemikalien einzureichen. Diese Informationen werden dann bei der Erstellung des Beschränkungsdossiers berücksichtigt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Besonders besorgniserregende Stoffe  in Erzeugnissen: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) stärkt Auskunftsrecht

Wenn ein besonders besorgniserregender Stoff (SVHC) über 0.1% in einem Erzeugnis enthalten ist, muss der Lieferant das seinem Abnehmer mitteilen. Bisher gab es innerhalb der EU unterschiedliche Auslegungen bei der Frage, was im Falle von zusammengesetzten Erzeugnissen als Bezugsgröße für die Berechnung des SVHC-Gehalts herangezogen wird. Nach Ansicht von Deutschland, Frankreich, Schweden, Dänemark, Österreich, Belgien und Norwegen ist es das einzelne Erzeugnis, also z.B. der Fahrradgriff, und zwar auch dann, wenn er im Fahrrad verbaut ist. Der europäische Gerichtshof hat jüngst diese Auslegung bestätigt (Rechtssache C-106/14). Mit diesem Urteil müssen nun Produzenten von zusammengesetzten Erzeugnissen in allen Mitgliedstaaten Informationen zu SVHC, die sie zu den jeweiligen einzelnen Erzeugnissen erhalten haben, in der Lieferkette weitergeben.

Gleichzeitig wurde mit diesem Urteil auch der Verbraucherschutz gestärkt. Verbraucher, die ebenfalls das Recht haben diese Informationen einzufordern, können jetzt auf Grund dieses Urteiles europaweit gezielt Informationen zu einzelnen Erzeugnissen auch dann erfragen, wenn sie in einem Fahrrad, Auto oder einem Computer eingebaut sind.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website des REACH-CLP-Biozid Helpdesks in

Leitfaden zur Stoffidentität von natürlichen komplexen Stoffen in Deutsch verfügbar

Der im August 2015 von der EFEO und IFR in Zusammenarbeit mit der ECHA herausgegebene Leitfaden zur Stoffidentität von natürlichen komplexen Stoffen liegt nun in deutscher Sprache vor.

Leitlinien zur Identifizierung von Stoffen und der Gleichheit von komplexen Naturstoffen (NCS) gemäß der REACH- und CLP-Verordnung

Informationsveranstaltung "Erfolgreich Registrieren 2018: Erste Schritte" am 12. November 2015

Die dritte große Registrierungsphase unter REACH endet am 31. Mai 2018, also in weniger als 3 Jahren. Bis dahin müssen alle chemischen Stoffe, die in der Europäischen Union in Mengen ab einer Tonne pro Jahr hergestellt oder importiert werden, bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) registriert werden.

Der REACH-CLP-Biozid Helpdesk der BAuA richtet am 12. November 2015 eine Veranstaltung aus, die sich vor allem an Firmen richtet, die über wenig eigene Erfahrungen im Registrierungsprozess verfügen. So berichtet zu Beginn der Veranstaltung eine Referentin der ECHA über grundsätzliche Anforderungen an die Registrierung von Stoffen. Weiter werden Themen zur Stoffidentität, zur Frage des Datenumfangs sowie zu Ausnahmen von der Registrierungspflicht erörtert. Unter REACH besteht für Unternehmen die Verpflichtung ein gemeinsames Registrierungsdossier einzureichen, wenn sie den gleichen Stoff herstellen oder importieren. Das Ziel ist es Tierversuche zu vermeiden sowie die Kosten für die einzelne Registrierung zu reduzieren. Was das für die Firmen bedeutet und was sie dabei beachten müssen, wird in weiteren Vorträgen vertieft behandelt. Nicht zuletzt stellt sich bei alldem die Frage nach den Kosten für eine Registrierung. Dazu werden aus Industriesicht Erfahrungen und Kostenansätze vorgestellt.

Die Veranstaltung findet am 12. November 2015 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr in der BAuA in Dortmund statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 70 Euro.

Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik Veranstaltungen.

September 2015

Webinar zur Substitution gefährlicher Chemikalien

Die ECHA richtet am 22. September 2015 das Webinar "Why opt for substitution" in englischer Sprache aus. Hier werden Anregungen gegeben, wie Firmen Stoffe, die als besonders besorgniserregend (SVHC) unter REACH identifiziert wurden, durch sichere Alternativen ersetzen können.

Link zur Veranstaltungswebseite der ECHA

OECD veröffentlicht Daten zu elf Nanomaterialien

Im Rahmen der Working Party on Manufactured Nanomaterials (WPMN) hat die OECD nun Ergebnisse zu elf Nanomaterialien öffentlich zugänglich gemacht. Seit 2007 arbeitet die WPMN an dem Ziel, international abgestimmte Methoden und Strategien zu entwickeln, um die potenziellen Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien zu erfassen und zu beherrschen. Die veröffentlichten Daten können bei die Erstellung eines Registrierungsdossiers für einen Nanostoff hilfreich sein.

OECD Testing Programme of Manufactured Nanomaterials

Meldepflicht für nachgeschaltete Anwender bei zugelassener Verwendung eines Stoffes

Nachgeschaltete Anwender, die einen Stoff verwenden, wofür ein Antragsteller vor ihnen in der Lieferkette eine Zulassung erhalten hat, müssen dies nach Artikel 66 der REACH-Verordnung innerhalb von drei Monaten nach der ersten Lieferung des Stoffes der ECHA melden. Diese Verpflichtung gilt nach der Veröffentlichung der Zulassungsentscheidung im Amtsblatt.

Die Einreichung der Meldung bei der ECHA erfolgt über ein Webformular, wofür ein aktives REACH-IT-Konto benötigt wird.

Meldepflicht bei zugelassener Verwendung eines Stoffes

ECHA hat das Konsultationsverfahren für weitere 7 potentielle SVHC Stoffe gestartet

Für 7 chemische Stoffe, die als besonders besorgniserregend (SVHC) in die Kandidatenliste aufgenommen werden sollen, hat die ECHA die öffentliche Kommentierung nach Artikel 59 der REACH-Verordnung gestartet. Es handelt sich um UV-327 (EG-Nummer 223-383-8), UV-350 (EG-Nummer 253-037-1), 1,3-Propansulton (EG-Nummer 214-317-9), Dicyclohexylphthalat (EG-Nummer 201-545-9), Hexamethylendiacrylat (EG-Nummer 235-921-9), Nitrobenzol (EG-Nummer 202-716-0) sowie um Perfluornonan-1-säure und seine Natrium- und Ammoniumsalze (EG-Nummer 206-801-3).

Die Agentur fordert alle interessierten Kreise auf, bis zum 15. Oktober 2015 Kommentare zu den Stoffen abzugeben. Diese werden dann bei der Entscheidung zur Aufnahme in die Kandidatenliste berücksichtigt. Das online Kommentierungsformular und weitere Informationen finden Sie auf der ECHA-Webseite.

August 2015

Interessensbekundungen für Veranstaltungen des REACH-CLP-Biozid Helpdesks

Ab sofort können Sie kostenlos Ihr Interesse an Veranstaltungen des REACH-CLP-Biozid Helpdesks bekunden. Hierzu finden Sie auf der Startseite des Helpdesks ein online-Formular zur Befragung hinterlegt. Sie unterstützen uns damit in der Planung von Veranstaltungen zu REACH, CLP und Bioziden und werden per e-mail zu den jeweiligen Veranstaltungsterminen eingeladen.

Interessensbekundung

Leitlinien zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern überarbeitet

Die ECHA hat die englische Version der Leitlinien zu Sicherheitsdatenblättern überarbeitet. Berücksichtigt wurde das Ende der Übergangsfrist für die Einstufung und Kennzeichnung von Gemischen nach der Zubereitungsrichtlinie. Außerdem enthält der überarbeitete Leitfaden die Änderungen des Anhangs II nach der seit dem 1. Juni 2015 gültigen Verordnung (EU) Nr. 2015/830.

Guidance on the compilation of safety data sheets

"Praxisanleitungen 12 - Kommunikation mit der ECHA bei der Dossierbewertung" überarbeitet

Die ECHA hat die englische Version der Praxisanleitungen 12 überarbeitet. Hier werden die verschiedenen administrativen Schritte bei der Dossierbewertung erklärt und wie der Registrant auf die Kommunikation der ECHA reagieren kann.

Practical Guide 12

Neuer Leitfaden zur Stoffidentität von natürlichen komplexen Stoffen

Die EFEO und die IFR haben in enger Zusammenarbeit mit der ECHA einen neuen Leitfaden herausgegeben, der potentielle Registranten von natürlichen komplexen Stoffen bei der Bestimmung der chemischen Identität dieser spezifischen Stoffgruppe unterstützen soll. Die Übersetzung dieses Leitfadens in Deutsch ist von der Europäischen Kommission bis Ende 2015 geplant.

Guidelines on substance identification and sameness of natural complex substances under REACH and CLP (EFEO/IFRA)

Juli 2015

Neue Informationen zu "Erfolgreich Registrieren 2018" und für "kleine und mittlere Unternehmen" im Internet

Der REACH-CLP-Biozid Helpdesk hat sein Internetangebot um die neuen Rubriken "Erfolgreich Registrieren 2018" und "KMU Informationen" erweitert. Sie sollen auch kleinen und mittleren Unternehmen die erfolgreiche Registrierung unter REACH erleichtern.

Im Bereich "Erfolgreich Registrieren 2018" werden Aspekte erläutert, die Unternehmen für eine Registrierung unter REACH beachten müssen. Außerdem enthält dieser Bereich Tipps für Verhandlungen zur Datenteilung. Die Rubrik "KMU Informationen" gibt Auskunft über die verringerten Gebühren für kleine und mittlere Unternehmen. Eine Definition von kleinen und mittleren Unternehmen stellt klar, wer diese Vergünstigung in Anspruch nehmen kann. Zudem unterstützt eine Checkliste den zukünftigen Registranten dabei, ein passendes Beratungsunternehmen zu beauftragen. Darüber hinaus hält der REACH-CLP-Biozid Helpdesk viele weitere Informationen zur Registrierung unter REACH bereit. Dazu gehört beispielsweise der „Leitfaden zur Registrierung 2018 unter REACH“.

Erfolgreich Registrieren 2018 und KMU Informationen

Workshop "Applications for authorisation for "Process Chemical" uses ensuring fit-for-purpose applications" am 23. September 2015 in Brüssel

Cefic und Eurometaux organisieren einen Workshop zu Zulassungsanträgen für Prozesschemikalien. Bei diesem Workshop soll diskutiert werden, wie der Stoffsicherheitsbericht, die Analyse der Alternativen und die Sozioökonomische Analyse für einen Zulassungsantrag für Prozesschemikalien möglichst zweckmäßig ("fit for purpose") gestaltet werden können. Der Workshop findet am 23. September 2015 in Brüssel statt und wird in Zusammenarbeit mit ECHA und BAuA durchgeführt.

Link zur Veranstaltungsseite des Cefic

PACT hinsichtlich der von den deutschen Behörden bewerteten Stoffe aktualisiert

Die ECHA hat die Ergebnisdokumente der Risikomanagementoptionsanalysen von 2,4-Di-tert-butyl-6-(5-chlorbenzotriazol-2-yl)phenol (UV-327), 2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4-(tert-butyl)-6-(sec-butyl)phenol (UV-350), 3-Benzylidencampher und 3-(4-Methylbenzyliden)campher im PACT veröffentlicht. Die durch die deutschen Behörden erfolgten Bewertungen führten zur Identifizierung als SVHC. Die vier Stoffe sind somit Kandidaten für ein zukünftiges Zulassungsverfahren.

Deutsche RMOA-Stoffliste

ECHA schlägt 15 Stoffe der Kandidatenliste für die Zulassung vor

15 Stoffe der Kandidatenliste für besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) wurden von der ECHA für die Aufnahme in Anhang XIV der REACH-Verordnung (Zulassung) vorgeschlagen. Derzeit entscheidet die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament, ob diese Stoffe in den Anhang XIV aufgenommen werden und bis zu welchem Zeitpunkt ein Antrag auf Zulassung erfolgen muss.

Empfehlung der ECHA (PDF-Datei, 149 KB)

ECHA zieht Stoffe für mögliche Regulierungsverfahren in engere Wahl

Die ECHA hat im Rahmen der SVHC Roadmap to 2020 mittels eines IT-Screening-Verfahrens etwa 200 Stoffe aus dem Registrierungsverfahren für eine genauere Prüfung durch die Mitgliedstaaten ausgewählt. Die zuständigen Behörden der jeweiligen Mitgliedstaaten werden die Registrierungsdossiers in einem manuellen Screening dahingehend untersuchen, ob Bedarf für ein weiteres Verfahren wie etwa Compliance Check, Stoffbewertung, harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung, Bewertung von Stoffeigenschaften wie PBT, vPvB, ED oder die Durchführung einer Risikomanagementoptionsanalyse besteht. Die betroffenen Registranten sind von der ECHA darüber informiert worden und wurden gebeten, ihre Registrierungsdossiers auf Mängel zu prüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren. Diese Nachrichten der ECHA sind als Hinweis zu verstehen und die betroffenen Registranten sollten genau prüfen, ob ein Dossierupdate tatsächlich neue Informationen liefert, die den Mitgliedstaaten bei der Wahl des geeigneten Verfahrens helfen könnten. Ist dies nicht der Fall, oder enthält das Registrierungsdossier keine offensichtlichen Mängel, sollte auf ein Dossierupdate verzichtet werden.

ECHA shortlists substances for possible regulatory action

Acht Schritte für die Beantragung einer Zulassung

Die ECHA präsentiert auf ihrer Internetseite neue Informationen für Firmen, die eine Zulassung beantragen müssen. Der Antragsteller wird in acht Schritten durch das Zulassungsverfahren begleitet und findet hierzu nützliche Links und Hintergrundmaterial.

Wie wird eine Zulassung beantragt?

Aufzeichnungen des ECHA Webinars "REACH 2018: Know your portfolio and start preparing now" veröffentlicht

Am 24. Juni 2015 veranstaltete die ECHA in Helsinki ein Webinar zur Vorbereitung auf die letzte Registrierungsfrist 2018. Die entsprechenden Präsentationen sowie eine Videoaufzeichnung sind nun verfügbar.

Webinarseite der ECHA

Juni 2015

ECHA startet Offensive zur Vorbereitung auf Registrierung 2018

Mit mehreren Kampagnen läutet die ECHA die heiße Phase für die letzte REACH-Registrierungsfrist am 31. Mai 2018 ein. Das Unterstützungsangebot ist groß: es reicht von neu geschaffenen Internetseiten über Pressemitteilung und Newsletter bishin zu Webinaren. Das erste "Jetzt registrieren: REACH 2018"-Webinar findet am 24. Juni 2015 statt.

ECHA: REACH 2018

Neue Risikomanagementoptionsanalyse im PACT veröffentlicht

Das Public Activities Coordination Tool (PACT) wurde aktualisiert. Unter dem Eingangsdatum vom 5. Juni 2015 wurden 14 Stoffe neu aufgenommen, die die Mitgliedstaaten hinsichtlich der PBT-/vPvB- oder ED-Eigenschaften bewerten. Acht der Einträge beziehen sich auf Stoffe mit PBT-, ein Eintrag auf ED-, und vier auf PBT- und ED-Eigenschaften. Ein Stoff wurde aufgrund seiner CMR- und ED-Eigenschaften in die Liste aufgenommen.

Eine neue Risikomanagementoptionsanalyse (RMOA) wurde durch Schweden für den Stoff 4,4-Isobutylethylidendiphenol (EG-Nr. 401-720-1) bekannt gegeben.

Desweiteren wurden zwei Ergebnisdokumente veröffentlicht. Die Bewertung durch den Mitgliedstaat Österreich hat ergeben, dass der Stoff 3,7,11-Trimethyldodeca-1,6,10-trien-3-ol, Isomerengemisch (EG-Nr. 230-597-5) keine PBT-/vPvB-Eigenschaften besitzt. Dass für den Stoff Hydroxyisohexyl 3-cyclohexancarboxaldehyd (HICC, EG-Nr. 250-863-4) aktuell keine weiteren regulatorischen Risikomanagementmaßnahmen erforderlich sind, ergab die Bewertung durch Schweden.

Zwei neue Stoffe auf der Kandidatenliste

Die ECHA hat zwei neue Stoffe auf die Kandidatenliste aufgenommen. Es handelt sich um eine Gruppe von gemischten Alkyldiestern (EG-Nr. 271-094-0, CAS-Nr. 68515-51-5 bzw. EG-Nr. 272-013-1, CAS-Nr. 68648-93-1), die aufgrund ihres Gehalts an 0,3 oder mehr % Dihexylphthalat (EG-Nr. 201-559-5) reproduktionstoxische Eigenschaften haben. Verwendet werden diese Stoffe zum Beispiel in Weichmachern, Schmiermitteln, Beschichtungsmitteln, Baustoffen, Kabelbestandteilen, Polymerfolien, PVC-Komponenten und Künstlerbedarf (z. B. in Modellierton und in Fingerfarben).
Als zweiter Stoff wurde ein Gruppeneintrag mit sehr persistenten und sehr bioakkumulierenden Eigenschaften aufgenommen. Ein Vertreter dieser Gruppe ist der Stoff "Karanal", der hauptsächlich in Duftstoffen verwendet wird. Damit enthält die Kandidatenliste nun 163 Stoffe.

Kandidatenliste der Stoffe

Erweiterung des Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnisses um Seveso-III-Stoffe

Seit dem 1. Juni 2015 enthält das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis der ECHA die harmonisierte Einstufung von Stoffen nach der Seveso-III-Richtlinie. Dadurch wurde ein weiterer Schritt geschaffen, um dieses Verzeichnis zur zentralen Quelle für die harmonisierte Einstufung und Selbsteinstufung von Stoffen auf dem EU-Markt zu machen.

Erinnerung: ECHA eröffnet Webinar-Reihe zur Vorbereitung auf die Registrierungsfrist 2018

Mit dem WebinarREACH 2018: Know your portfolio and start preparing now“ am 24. Juni 2015 eröffnet die ECHA ihre Webinar-Reihe zur Vorbereitung auf die Registrierungsfrist zum 31. Mai 2018. Das erste Webinar richtet sich an  Firmen, die noch keine Erfahrung in der Registrierung von Stoffen unter REACH haben.

Link zur Veranstaltungswebseite der ECHA

Erinnerung an die Meldefrist 17. Juni 2015 für Stoffe in Erzeugnissen

Die Meldefrist für die sechs am 17. Dezember 2014 in die Kandidatenliste aufgenommenen besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC) endet am 17. Juni 2015. Importeure und Hersteller mit Sitz in der Europäischen Union sollten daher nachprüfen, ob ihre Erzeugnisse die Bedingungen für die Meldepflicht nach Artikel 7 der REACH-Verordnung entsprechen.

Es handelt sich um folgende Stoffe:

  • 2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4,6-ditertpentylphenol (UV-328) (EG-Nr. 247-384-8);
  • 2-Benzotriazol-2-yl-4,6-di-tert-butylphenol (UV-320) (EG-Nr. 223-346-6);
  • 2-Ethylhexyl-10-ethyl-4,4-dioctyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoat (DOTE) (EG-Nr. 239-622-4);
  • Cadmiumfluorid (EG-Nr. 232-222-0);
  • Cadmiumsulfat (EG-Nr. 233-331-6);
  • Reaction mass of 2-ethylhexyl 10-ethyl-4,4-dioctyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoate and 2-ethylhexyl 10-ethyl-4-[[2-[(2-ethylhexyl)oxy]-2-oxoethyl]thio]-4-octyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoate (reaction mass of DOTE and MOTE).

Der einfachste Weg, die Meldung einzureichen, erfolgt über das Webformular für Stoffe in Erzeugnissen. Eine andere Möglichkeit ist die Einreichung über REACH-IT.

Meldungen von Stoffen in Erzeugnissen in REACH-IT

Neue REACH-Gebühren

Die Gebührenverordnung wird in Kürze an die 2013-Inflationsrate (+ 1,5%) angepasst. Die neuen Zahlen werden 20 Tage nach der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft treten und dann automatisch in neue - ab diesem Datum ausgegebene - Rechnungen berücksichtigt.

Meldepflicht für nachgeschaltete Anwender

Nach Artikel 66 der REACH-Verordnung müssen nachgeschaltete Anwender innerhalb von drei Monaten eine Meldung an die ECHA machen, wenn sie einen Stoff gekauft haben, für dessen Verwendung  in der Lieferkette eine Zulassung erteilt wurde. Informationen über die zugelassene Verwendung sollten im vom Lieferanten bereitgestellten Sicherheitsdatenblatt verfügbar sein.

Neuer Anhang II der REACH-Verordnung zum Sicherheitsdatenblatt im Amtsblatt veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat mittels der Verordnung (EU) 2015/830 (PDF-Datei, 548 KB) vom 28. Mai 2015 eine ab dem 1. Juni 2015 gültige Neufassung des Anhangs II der REACH-Verordnung veröffentlicht (Amtsblatt der Europäischen Union L132 vom 29. Mai 2015). Der Anhang II legt die Struktur und den Inhalt von Sicherheitsdatenblättern fest. Zum 1. Juni 2015 sollten zwei separat vorgegebene Änderungen von Anhang II der REACH-Verordnung gleichzeitig in Kraft treten. Um Verwirrung dahingehend zu vermeiden, wurde der Anhang II in dieser neuen Verordnung geregelt.

Unbeschadet des Artikels 31 Absatz 9 der REACH-Verordnung dürfen Sicherheitsdatenblätter, die einem Abnehmer vor dem 1. Juni 2015 zur Verfügung gestellt wurden, weiterverwendet werden und müssen bis zum 31. Mai 2017 nicht dem Anhang der Verordnung 2015/830 entsprechen.

Auf der Internetseite der BAuA finden Sie die seit dem 1. Juni 2015 geltenden Änderungen im Sicherheitsdatenblatt, Muster und Leerformulare, sowie eine Zusammenstellung von Beratungsunternehmen und Software zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern.

Mai 2015

ECHA besucht KMU

Im Rahmen eines neuen Austauschprogramms möchte die ECHA kleine und mittlere Unternehmen (KMU) besuchen. Die ECHA sucht einen engen Kontakt zu KMU und will durch den Austausch die Arbeitsweise in Firmen mit Verpflichtungen unter REACH, CLP oder der Biozid-Verordnung kennenlernen. ECHA Mitarbeiter sollen in einer Firma in ihrem Heimatland für zwei Tage einen Einblick in den Alltag eines KMU erhalten und so mit der Unternehmensperspektive auf die Chemikaliensicherheit vertraut werden.

Unternehmer, die an dem Austauschprogramm teilnehmen möchten, können eine E-Mail an die Adresse SME-Ambassador@echa.europa.eu senden.

REACH-CLP-Biozid Helpdesk veröffentlicht Leitfaden Teil B zur Registrierung 2018

Ab sofort steht Ihnen "Teil B: Registrierungsdossier – Arbeiten mit IUCLID" unseres Leitfadens zur Registrierung 2018 unter REACH zum Download zur Verfügung. In dem nun vorliegenden Teil B wird detailliert der Umgang mit der Software-Anwendung IUCLID, sowie das Erstellen, Prüfen und abschließende Einreichen eines Registrierungsdossiers bei der ECHA beschrieben.

Da das Erstellen eines Registrierungsdossiers viel Zeit in Anspruch nimmt, sollten sich Betriebe am besten ab sofort mit der Registrierung 2018 unter REACH befassen. Die vorliegenden Leitfäden Teil A und Teil B helfen, einen registrierungspflichtigen Stoff, der in einem  Mengenbereich unter 10 Tonnen pro Jahr hergestellt oder importiert wird, zu registrieren.

Hier finden Sie den Leitfaden zur Registrierung 2018 unter REACH Teil B

MSC gibt im Juni seine Empfehlung zu Anhang XIV Stoffen ab

Im Juni wird der Ausschuss der Mitgliedstaaten (MSC) seine Stellungnahme abgeben, welche Stoffe in den Anhang XIV aufgenommen werden sollen. Im Moment berät er die Empfehlung der ECHA, 22 Stoffe (darunter sieben Phthalate, sieben Bleiverbindungen, vier Borverbindungen, zwei Steinkohleteerstoffe, linear und verzweigtes Nonylphenolethoxylat und 1-Brompropan) in den Anhang XIV aufzunehmen. Die Meinung des MSC bietet die Grundlage für die Empfehlung an die Europäische Kommission.

ECHA eröffnet Webinar-Reihe zur Vorbereitung auf die Registrierungsfrist 2018

Mit dem WebinarREACH 2018: Know your portfolio and start preparing now“ am 24. Juni 2015 eröffnet die ECHA ihre Webinar-Reihe zur Vorbereitung auf die Registrierungsfrist zum 31. Mai 2018. Das erste Webinar richtet sich an  Firmen, die noch keine Erfahrung in der Registrierung von Stoffen unter REACH haben.

Link zur Veranstaltungswebseite der ECHA

BAuA aktualisiert Sicherheitshinweise für Gefahrstoffe entsprechend der CLP-Verordnung

Eine aktuelle Fassung der Sicherheitshinweise (P-Sätze) steht jetzt auf der Homepage der BAuA zum Download bereit. In der Vergangenheit wich die deutsche Übersetzung zum Teil erheblich vom englischen Originaltext ab. Diese wurde nun durch die EU-Kommission nachgebessert und am 10. April 2015 im Amtsblatt L94, Jg. 58 auf Seite 9 veröffentlicht. Es wird empfohlen, die korrigierte Textfassung der P-Sätze bei der Aktualisierung von Sicherheitsdatenblättern und Kennzeichnungsetiketten anzuwenden.

Sicherheitshinweise für Gefahrstoffe entsprechend der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP-Verordnung)

RoHS-Verbot von vier Phthalaten rückt näher

Demnächst soll ein Richtlinienvorschlag, der die Verwendung von vier Phthalaten in Elektrogeräten verbietet, verabschiedet werden, sollte es kein Einspruchsverfahren geben. Die EU-Kommission wird somit die Phthalate DEHP, BBP, DBP und DiBP auf die Liste der beschränkten Stoffe setzen, die im Anhang II der EU-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS2) aufgeführt ist.

Die EU-Kommission hat den Vorschlag an das Europäische Parlament und den EU-Ministerrat geschickt. Wenn es kein Einspruchsverfahren gibt, werden die Beschränkungen automatisch angenommen. Die Richtlinie muss dann in den EU-Mitgliedstaaten bis zum 31. Dezember 2016 umgesetzt werden. Ab dem  22. Juli 2019 würden die Beschränkungen für alle Elektro- und Elektronikgeräte bzw. ab dem 22. Juli 2021 für medizinische Geräte und Überwachungs- und Kontrollgeräte in Kraft treten.

Es ist auch zu beachten, dass für die Verwendung der zwei Phthalate DEHP und DBP in Elektrogeräten unter REACH Zulassungsanträge gestellt wurden. Es wird daher erforderlich werden, Ausnahmeregelungen für das Verbot aufzunehmen, wenn die entsprechenden Verwendungen zugelassen sind.

Mittlerweile planen ECHA und Dänemark, unter REACH die vier Phthalate zur Beschränkung in allen Erzeugnissen vorzuschlagen.

ECHA aktualisiert die Liste mit Stoffen für den Compliance Check

Die ECHA hat die Liste der Stoffe aktualisiert, die für das Verfahren zur Prüfung auf Erfüllung der Anforderungen (englisch Compliance Check) ausgewählt werden könnten. Diese Liste wird seit Januar 2015 von der ECHA veröffentlicht, um den Prozess der Dossierbewertung transparenter zu gestalten. Sie umfasst aktuell 67 Stoffe und soll mehrmals im Jahr aktualisiert werden. Die ECHA hat bereits begonnen, an den meisten Dossiers der hier genannten Stoffe zu arbeiten.

Liste der potentiellen Stoffe für den compliance check

REACH Info 6: Broschüre zu Erzeugnissen ins Englische übersetzt

Wie unterscheidet das europäische Chemikalienrecht REACH zwischen Stoffen, Gemischen und Erzeugnissen? Diese und weitere Fragen beantwortet der REACH-CLP-Biozid Helpdesk bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit der REACH Info 6 "Erzeugnisse - Anforderungen an Produzenten, Importeure und Händler". Aufgrund des internationalen Interesses wurde die Broschüre jetzt ins Englische unter dem Titel "Articles - Requirements for Producers, Importers and Distributors" übersetzt.

Die Broschüre behandelt grundlegende Fragen zur Abgrenzung zwischen Stoff beziehungsweise Gemisch und Erzeugnissen. Dabei erläutert sie die wesentlichen Informations- und Mitteilungspflichten der betroffenen Unternehmen. Außerdem befasst sich die Broschüre mit dem viel diskutierten Thema "Einmal ein Erzeugnis - immer ein Erzeugnis". Hier wird die Frage beleuchtet, ob ein Erzeugnis, das mit anderen Erzeugnissen zu einem komplexeren Erzeugnis verbaut wird, seinen ursprünglichen Erzeugnischarakter behält. Das hat dann Bedeutung, wenn ein Erzeugnis mehr als 0,1 Prozent eines besonders besorgniserregenden Stoffes (SVHC) enthält.

Europaweit gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, worauf sich die 0,1 Prozent beziehen, am Beispiel eines Computers auf den gesamten Computer oder die einzelnen darin verbauten Erzeugnisse, wie den Prozessor, die Kabel oder das Gehäuse. In Deutschland, Österreich, Schweden, Dänemark, Frankreich und Belgien sowie Norwegen geht man davon aus, dass immer die einzelnen Erzeugnisse, also die einzelnen Bauteile des Computers, die Grundlage bilden. Diese Staaten folgen damit dem Prinzip "Einmal ein Erzeugnis - immer ein Erzeugnis". Die anderen Mitgliedstaaten sowie die Europäische Chemikalienagentur vertreten demgegenüber die Auffassung, dass das zusammengesetzte Erzeugnis, also der gesamte Computer, als Bezugsgröße gelten soll.

Eine Entscheidung wird in dieser Frage vom Europäischen Gerichtshof erwartet. In der Rechtssache C-106/14 folgt die Generalstaatsanwältin in ihren Schlussanträgen grundsätzlich dem oben genannten Prinzip "Einmal ein Erzeugnis - immer ein Erzeugnis". Demnach bildet ein Teilerzeugnis, das auch nach Einbau in ein Gesamterzeugnis seine Form, Oberfläche oder Gestalt behält, die Grundlage für die Auslösung von Informationspflichten, wenn ein besonders besorgniserregender Stoff zu mehr als 0,1 Prozent in dem Teilerzeugnis enthalten ist.

Link zur Broschüre

April 2015

Veranstaltungshinweis für nachgeschaltete Anwender zu REACH-Pflichten am 21. Mai 2015 in Kassel

Auf Einladung der IHK Kassel-Marburg informieren Referenten des REACH-CLP-Biozid Helpdesks neben den Rechten und Pflichten der nachgeschalteten Anwender zum Zulassungsverfahren sowie zu den Informationspflichten für Erzeugnisse und zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern. Darüber hinaus schildert ein Vertreter der Überwachungsbehörde Erfahrungen aus Vollzugsaktivitäten.

Die Teilnahme der Veranstaltung ist kostenlos und auch für Nichtmitglieder der IHK Kassel-Marburg möglich.

Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik Veranstaltungen.

Stoffe mit PBT- oder ED-Verdacht nun auch im PACT

In das  Public Activities Coordination Tool (PACT) werden ab sofort auch Stoffe aufgenommen, die die Mitgliedstaaten hinsichtlich der PBT-/vPvB- oder ED-Eigenschaften bewerten. Vorher enthielt das PACT nur Stoffe, für die eine Risikomanagementoptionsanalyse (RMOA) bereits abgeschlossen oder in Bearbeitung war.

ECHA empfiehlt Registranten, sich mit den geänderten Informationsanforderungen zur Reproduktionstoxizität vertraut zu machen

Die ergänzten REACH-Anhänge VIII, IX und X sind seit dem 14. März 2015 in Kraft getreten. Demzufolge ist die "Erweiterte Eingenerationen-Prüfung" (Extended One Generation Reproductive Toxicity Study, EOGRTS) nun die geforderte Reproduktionstoxizitätsstudie unter REACH. Die ECHA wird in den Registrierungsdossiers bei der Bewertung von Testvorschlägen und der Prüfung auf Erfüllung der Anforderungen diese ergänzte Forderung prüfen.

Liegt ein Testvorschlag zu diesem Endpunkt im Registrierungsdossier vor, wird die ECHA über REACH-IT mit dem jeweiligen Registranten wegen der zu ergänzenden Informationsanforderungen und des erforderlichen Zeitfensters in Kontakt treten. Den Registranten selbst wird empfohlen, sich mit den ergänzten Anhängen respektive mit den Leitfäden vertraut zu machen. Insbesondere sollte den verschiedenen Studiendesigns Aufmerksamkeit geschenkt werden, die sich auf spezifische Bedingungen oder Trigger stützen. Diese werden ausführlicher im Leitfaden erklärt. Der Leitfaden zur Reproduktionstoxizität wird zurzeit aktualisiert, um die Durchführungsänderungen wiederzugeben. Er wird voraussichtlich im Juli 2015 veröffentlicht. Ein Entwurf ist bereits auf der Website der ECHA verfügbar.

Workshop der Kommission "How to identify complex substances in REACH - Workshop in Brüssel am 27./28. April 2015

Die EU-Kommission organisiert einen Workshop zum Thema Stoffidentität von UVCB und anderen komplexen Stoffen. Im Fokus der zweitägigen Veranstaltung liegt die Herausforderung der Industrie UVCB und andere komplexe Stoffe für eine Registrierung gemäß der REACH-Verordnung zu identifizieren. Interessensgruppen wie z. B. Industrieverbände oder Registranten sind eingeladen, an dem Workshop teilzunehmen.

März 2015

Heiße Tipps für den CLP-Termin 1. Juni 2015

Am 1. Juni 2015 müssen Gemische ausschließlich nach der CLP-Verordnung (Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures) eingestuft, gekennzeichnet und verpackt werden. Der ECHA Newsletter hat einige mit diesem Termin verbundene häufig gestellte Fragen gesammelt, um Sie bei Ihrer Vorbereitung zu unterstützen.

ECHA Newsletter

CoRAP für 2015-2017 verabschiedet

In Abstimmung mit dem Mitgliedstaatausschuss hat die ECHA den fortlaufenden Aktionsplan der Gemeinschaft (CoRAP) für den Zeitraum 2015-2017 endgültig verabschiedet. Der Planentwurf war auf der Webseite der ECHA seit dem 30. Oktober 2014 veröffentlicht worden. 21 Mitgliedstaaten werden nun in den kommenden drei Jahren Stoffbewertungen für 66 neu ausgewählte Stoffe und für 68 Stoffe aus dem vorherigen Aktionsplan durchführen. Zur Bewertung der für das Jahr 2015 ausgewählten 48 Stoffe haben die Mitgliedstaaten 12 Monate Zeit. Falls erforderlich, kann der bewertende Mitgliedstaat einen Entscheidungsentwurf vorbereiten, um weitere Informationen zur Klärung möglicher Gefahren zu fordern.

Die Registranten der auf dem CoRAP verzeichneten Stoffe werden vor jeder Entscheidung die Gelegenheit zur Kommentierung haben. Die Entscheidungsentwürfe werden durch die anderen Mitgliedstaaten und die ECHA nachgeprüft und - falls erforderlich - vom Mitgliedstaatenausschuss abgestimmt, bevor die ECHA die Endentscheidung bekannt gibt.

Die Aktualisierung der CoRAP-Liste für 2015-2017 erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten unter Berücksichtigung von abgestimmten risikobasierten Kriterien bei der Auswahl der Stoffe. In der Aktualisierung des CoRAP werden Begründungen zur Verfügung gestellt, um die zugrundeliegenden besorgniserregenden Eigenschaften zu jedem Stoff kurz zu erläutern. In vielen Fällen beruhen diese auf dem Potenzial persitenter, bioakkumulativer und toxischer Eigenschaften bzw. möglicher endokriner oder karzinogener, mutagener und reprotoxischer Eigenschaften in Kombination mit einer weit verbreiteten Verwendung bzw. oder Verbraucheranwendung.

Evaluation Report 2014 von der ECHA veröffentlicht

Die ECHA hat am 26. Februar 2015 ihren jährlichen Bewertungsbericht für das Jahr 2014 veröffentlicht. Der Bericht enthält wie auch in den Vorjahren spezifische Empfehlungen für Registranten, wie diese die Qualität ihrer Registrierungsdossiers verbessern können.
Der Bewertungsbericht ist nur in englischer Sprache verfügbar.

Evaluation Report 2014 (PDF-Datei, 9 MB)

Februar 2015

Geänderte Informationsanforderungen zur Reproduktionstoxizität

Die Anhänge VIII, IX und X der REACH-Verordnung sind durch die Aufnahme der erweiterten Eingenerationen-Prüfung auf Reproduktionstoxizität (EOGRTS, EU-B.56, OECD TG 443) geändert worden. Anstelle einer Zweigenerationenprüfung auf Reproduktionstoxizität (EU-B.35, OECD TG 416) wird nun die EOGRTS als Standarddatenanforderung festgelegt. Die aktualisierten Anhänge treten am 13. März 2015 in Kraft. Die ECHA wird ihren Leitfaden zur Reproduktionstoxizität entsprechend überarbeiten und plant eine Fertigstellung vor Juli 2015. Ein Entwurf ist bereits jetzt auf der Internetseite der ECHA verfügbar.

Geänderte Anhänge VIII, IX und X (PDF-Datei, 358 KB)

ECHA verschärft die Regeln bei Aktualisierungen von Registrierungsdossiers während der Dossierbewertung

Die Agentur veröffentlicht eine Liste von Fällen von Registrierungsdossiers, die wahrscheinlich für einen Compliance Check ausgewählt und geöffnet werden. Zeitgleich strafft und klärt die Agentur die Fristen für Aktualisierungen von Registrierungsdossiers um die Prozesszeiten während der Dossierbewertung im Rahmen eines Compliance Checks zu reduzieren. Bei der Bewertung von Versuchsvorschlägen gibt die ECHA dem Registranten nach Versand des Entscheidungsentwurfes (Draft Decision) 30 Tage Zeit zu kommentieren und weitere 30 Tage um das Dossier, falls notwendig, zu aktualisieren.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Seite der ECHA.

Öffentliche Konsultation zum Zulassungsverfahren

Die Europäische Kommission bietet eine öffentliche Konsultation zur Entbürokratisierung und Vereinfachung des Zulassungsverfahrens an. Konkret geht es um Zulassungsanträge für

a) die Verwendung von niedrigtonnagigen Stoffen

b) die Verwendung von Stoffen in Ersatzteilen für Erzeugnisse, die selbst nicht mehr hergestellt werden, aber für die noch Ersatzteile bereitgehalten werden müssen

Hierzu können Sie einen Online-Fragebogen, der bis spätestens 30. April 2015 verfügbar ist, ausfüllen.

REACH Authorisation - Consultation

Helpdesk Veranstaltung: Zulassung unter REACH – Erfolgreich beantragen!

Das REACH-CLP-Biozid Helpdesk führt am 27.04.2015 eine Veranstaltung zum Thema "Zulassung unter REACH – Erfolgreich beantragen!" durch.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Unternehmen die beabsichtigen Zulassungsanträge zu stellen.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zum Thema Veranstaltungen. Sollten Sie sich anmelden wollen, können Sie dies direkt über das Anmeldeformular tun.

Fragen an die ECHA zu Zulassungsanträgen

Die ECHA bietet am 25. Februar 2015 zwischen 10.00 und 12.00 Uhr MEZ allen kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs), die einen Zulassungsantrag für die Verwendung eines besonders besorgniserregenden Stoffes stellen müssen, ein persönliches telefonisches Beratungsgespräch an. Bis zum 18. Februar müssen über ein Online-Formular der Termin für das persönliche Telefonat in der gewünschten Sprache vereinbart und die Fragen mitgeteilt werden. Die Experten der ECHA werden dann zur vereinbarten Uhrzeit anrufen. Nähere Informationen sind unter dem Link http://www.echa.europa.eu/de/ask-echa-about-authorisation-applications abrufbar.

ECHA veröffentlicht vorkonfiguriertes IUCLID 5 zur Unterstützung bei der Erstellung von Zulassungsanträgen

Eine neue vorkonfigurierte Variante von IUCLID 5 soll insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Erstellung eines Zulassungsantrags unterstützen. Die neue Variante soll eine Erleichterung für Firmen darstellen, die bisher kein IUCLID 5 installiert haben.

Sie bietet eine voll funktionierende Version von IUCLID 5 für Computer mit dem Betriebssystem Microsoft Windows. Die Installation weiterer Software, die Durchführung mehrerer Konfigurationsschritte oder der Besitz von Administratorrechten sind nicht notwendig. Unternehmen können daher IUCLID 5 schnell und einfach in Betrieb nehmen. Zusätzlich enthält das vorkonfigurierte IUCLID 5 zum Teil vorausgefüllte Datensätze für die Stoffe auf der Zulassungsliste (Anhang XIV der REACH-Verordnung).

Das vorkonfigurierte IUCLID 5 ist auf der IUCLID-Webseite (http://iuclid.eu) unter "Preconfigured IUCLID 5 for AfA") verfügbar.

REACH 2018-Roadmap veröffentlicht

Die ECHA hat die sogenannte REACH Roadmap 2018 veröffentlicht. Sie beschreibt die geplanten Meilensteine der ECHA auf dem Weg zur letzten REACH-Registrierungsfrist, die am 31. Mai 2018 endet. Als Unterstützung insbesondere auch für kleine und mittelständische Unternehmen enthält die REACH 2018-Roadmap in sieben Schritten die verschiedenen Meilensteine und Support-Aktivitäten der ECHA von heute bis zur erfolgreichen Registrierung im Jahr 2018. Weitere Informationen finden Sie in der ECHA-Pressemitteilung.

Neue Funktionalitäten in der Stoffdatenbank der ECHA

Die ECHA hat die auf ihrer Webseite hinterlegte Datenbank zu chemischen Stoffen überarbeitet und die Suchfunktionen verbessert. Ab sofort gibt es eine Autovervollständigung, mit der man den gesuchten Stoff besser eingrenzen kann. Dies ist besonders hilfreich, wenn der chemische Name sehr lang ist oder Zahlen enthält. Auch ist die Recherche anhand von Alternativbezeichnungen möglich.

Rückblick 2015: Biozid-Verfahren

November 2015

Genehmigungsentscheidungen für Biozidwirkstoffe

Am 04. November 2015 wurden die Genehmigung der Wirkstoffe MBM (Produktarten 6 und 13) und Hexaflumuron (Produktart 18) veröffentlicht. Für Biozidprodukte mit diesen Wirkstoffen müssen nun bis zum 01.04.2017 Zulassungsanträge gestellt werden.

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/1981 zur Genehmigung von MBM (Produktarten 6, 13) (PDF-Datei, 420 KB)

Durchführungverordnung (EU) Nr. 2015/1982 zur Genehmigung von Hexaflumuron (Produktart 18) (PDF-Datei, 325 KB)

Oktober 2015

Ausschreibung von Biozidwirkstoffen zur Nachnotifizierung

Am 01. Oktober 2015 hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) mehrere Biozidwirkstoffe zur Nachnotifizierung ausgeschrieben. Bis zum 30.09.2016 kann bei der ECHA eine Nachnotifizierung dieser Wirkstoffe erfolgen, ansonsten werden sie ihre Verkehrsfähigkeit verlieren. Dies gilt für die Wirkstoffe

- DDAC in der Produktart 5

- Bacillus subtilis (mit Ausnahme des Bacillus amyloquefaciens) in der Produktart 3

- für Bacillus sphaericus (mit Ausnahme von Bacillus sphaericus 2362, strain ABTS-1743) in der Produktart 18

- für Bacillus thuringiensis subsp. israelensis, Serotype H14 (mit Ausnahme von Bacillus thuringiensis subsp. israelensis, strain SA3A) in der Produktart 18

- Perameisensäure, hergestellt aus Ameisensäure und Wasserstoffperoxid in den Produktarten 3, 5, 6

- Ameisensäure in den Produktarten 11, 12

- Silber-Zink-Zeolith in der Produktart 5

Genehmigungsentscheidungen für Biozidwirkstoffe

Am 02. Oktober 2015 sind die Durchführungsverordnungen zur Genehmigung der Wirkstoffe Folpet (Produkarten 6, 7, 9) und Glutaraldehyd (Produktarten 2, 3, 4, 6, 11, 12) veröffentlicht worden.

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/1757 (PDF-Datei, 320 KB) zur Genehmigung von Folpet (Produktart 6)

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/1758 (PDF-Datei, 325 KB) zur Genehmigung von Folpet (Produktarten 7, 9)

Durchführungsverordnung (EU) Nr.2015/1759 (PDF-Datei, 359 KB) zur Genehmigung von Glutaraldehyd (Produktarten 2, 3, 4, 6, 11, 12)

September 2015

Verlängerung der Genehmigung der Biozidwirkstoffe Chlorophacinon, Bromadialon und Coumatetralyl

Am 29. September 2015 ist der Durchführungsbeschluss zur Verschiebung des Ablaufdatums der Genehmigung der Wirkstoffe Chlorophacinon, Bromadialon und Coumatetralyl (Produktart 14) veröffentlicht worden. Die genehmigungen dieser Wirkstoffe enden nun am 30.06.2018.

Durchführungsbeschluss (EU) Nr. 2015/1737 (PDF-Datei, 321 KB) zur Verschiebung des Ablaufdatums der Genehmigung der Wirkstoffe Chlorophacinon, Bromadialon und Coumatetralyl (Produktart 14)

Nicht-Genehmigungsentscheidung für Biozidwirkstoff

Am 29. September 2015 ist der Durchführungsbeschluss zur Nicht-Genehmigung vdes Wirkstoffs Triflumuron (Produktart 18) veröffentlicht worden. Biozidprodukte der Produktart 18 (Insektizide) dürfen daher nur noch bis zum 28.09.2016 auf dem Markt bereit gestellt und nur noch bis zum 28.03.2017 verwendet werden.

Durchführungsbeschluss (EU) Nr. 2015/1736 (PDF-Datei, 340 KB) zur Nicht-Genehmigung von Triflumuron (Produktart 18)

Genehmigungsentscheidungen für Biozidwirkstoffe

Am 25. September und am 29. September 2015 sind die Durchführungsverordnungen zur Genehmigung von mehreren Wirkstoffen veröffentlicht worden. Dies betrifft die Wirkstoffe MIT (Produktart 13), DCPP (Produktarten 1, 2, 4), IPBC (Produktart 13), Kaliumsorbat (Produktart 8), Wasserstoffperoxid (Produktarten 1, 2, 3, 4, 5, 6) und Medetomidin (Produktart 21).

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/1726 (PDF-Datei, 329 KB) zur Genehmigung von MIT (Produktart 13)

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/1727 (PDF-Datei, 341 KB) zur Genehmigung von DCPP (Produktarten 1, 2, 4)

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/1728 (PDF-Datei, 328 KB) zur Genehmigung von IPBC (Produktart 13)

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/1729 (PDF-Datei, 327 KB) zur Genehmigung von Kaliumsorbat (Produktart 8)

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/1730 (PDF-Datei, 348 KB) zur Genehmigung von Wasserstoffperoxid (Produktarten 1-6)

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/1731 (PDF-Datei, 336 KB) zur Genehmigung von Medetomidin (Produktart 21)

Juni 2015

Biocides Stakeholders' Day am 1. September2015 in Helsinki - Programm veröffentlicht

Die ECHA veranstaltet am 1. September eine Konferenz zum Zulassungsverfahren von Biozidprodukten. Themenschwerpunkte werden Artikel 95 und Unionszulassung sowie Unterstützungsangebote bei den verfügbaren IT-Tools sein. Die Konferenz endet mit einem Ausblick auf die anstehenden Entwicklungen.
An der Veranstaltung kann jeder teilnehmen. Dabei ist der Inhalt der Veranstaltung von Interesse für europäische und nationale Verbände, KMU, Lieferanten von Alternativen und Nichtregierungsorganisationen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Biocides Stakeholders' Day der ECHA am 1. September 2015

Genehmigungen für die Wirkstoffe Kupferpyrithion und Clothianidin

Mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/984 hat die Europäische Kommission die Genehmigung des Wirkstoffs Kupferpyrithion in der Produktart 21 (Antifoulings) beschlossen. Für Produkte der genannten Produktarten mit diesem Wirkstoff müssen nun bis zum 01. Oktober 2016 Zulassungsanträge gestellt werden.

Mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/985 hat die Europäische Kommission die Genehmigung des Wirkstoffs Clothianidin in der Produktart 18 (Insektizide) beschlossen. Für Produkte der genannten Produktart mit diesem Wirkstoff müssen nun bis zum 01. Oktober 2016 Zulassungsanträge gestellt werden.

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/984 zur Genehmigung von Kupferpyrithion (PT 21) (PDF-Datei, 332 KB)

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/985 zur Genehmigung von Clothianidin (PT 18) (PDF-Datei, 335 KB)

April 2015

Liste der im Rahmen der Biozid-Verordnung nachzunotifizierenden in-situ-Wirkstoff/Vorläufersubstanz-Kombinationen veröffentlicht

Die ECHA hat eine Liste der in-situ-Wirkstoff/Vorläufersubstanz-Kombinationen veröffentlicht, die in dem derzeitigen Biozid-Review-Programm nicht bewertet werden. Diese in-situ-Wirkstoff/Vorläufersubstanz-Kombinationen können bis zum 27.04.2016 nachnotifiziert werden. Kombinationen, die bis zu diesem Tag nicht nachnotifiziert werden, verlieren anschließend ihre Verkehrsfähigkeit.

Liste der nachzunotifizierenden in-situ-Wirkstoff/Vorläufersubstanz-Kombinationen (PDF-Datei, 203 KB)

Öffentliches Kommentierungsverfahren zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung von Cadmiumcarbonat, Cadmiumhydroxid und Cadmiumnitrat

Die ECHA hat für die drei Stoffe Cadmiumcarbonat (EG-Nummer 208-168-9), Cadmiumhydroxid (EG-Nummer 244-168-5) und Cadmiumnitrat (EG-Nummer 233-710-6) das 45-tägige öffentliche Kommentierungsverfahren zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung gestartet. Bisher gibt es im Anhang VI der CLP-Verordnung unter der Indexnummer 048-001-00-5 nur einen Gruppeneintrag für Cadmiumverbindungen. Schweden hat für die drei Stoffe Dossiers erarbeitet und schlägt vor, über die harmonisierte Einstufung als akut toxisch und gewässergefährdend hinaus, die Stoffe zusätzlich als karzinogen, keimzellenmutagen und spezifisch zielorgan-toxisch einzustufen. Die Stoffe werden in verschiedenen Erzeugnissen und Anwendungen einschließlich zur Herstellung von anorganischen Pigmenten, als Zusätze für die Herstellung von Kunststoffen, Keramik und Glas sowie als Bestandteile von Batterien und Brennstoffzellen verwendet.

Die Möglichkeit zur Kommentierung besteht bis zum 11. Mai 2015.

März 2015

Genehmigungsentscheidungen für Biozidwirkstoffe

Am 25. Februar, am 12. März und am 13. März 2015 sind die Durchführungsverordnungen zur Genehmigung von mehreren Wirkstoffen veröffentlicht worden. Dies betrifft die Wirkstoffe Kohlendioxid (Produktart 15), alpha-Cypermethrin (Produktart 18), Bacillus thuringiensis subsp. israelensis, Serotyp H14, Stamm SA3A (Produktart 18), Bacillus sphaericus (Produktart 18), Dinotefuran (Produktart 18), Tolylfluanid (Produktart 21) und 2-Propanol (Produktarten 1, 2, 4). Die Genehmigungen für die Neuwirkstoffe Kohlendioxid und Dinotefuran gelten ab dem 01.06.2015, für Biozidprodukte mit den anderen Wirkstoffen müssen bis zum 01.07.2016 Zulassungsanträge gestellt werden.

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/292 zur Genehmigung von Kohlendioxid (Produktart 15) (PDF-Datei, 400 KB)

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/405 zur Genehmigung von alpha-Cypermethrin (Produktart 18) (PDF-Datei, 321 KB)

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/406 zur Genehmigung von Bti, Serotyp H14, Stamm SA3A (Produktart 18) (PDF-Datei, 413 KB)

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/407 zur Genehmigung von 2-Propanol (Produktarten 1, 2, 4) (PDF-Datei, 325 KB)

Durchführungsverordnungen zur Genehmigung der Wirkstoffe Dinotefuran, Bacillus sphaericus und Tolylfluanid (PDF-Datei, 1960 KB)

Februar 2015

Öffentliches Kommentierungsverfahren zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung von 1R-trans-Z-momfluorothrin

Die ECHA hat für das Biozid (2,3,5,6-Tetrafluoro-4-(methoxymethyl)benzyl (Z)-(1R,3R)-3-(2-cyanoprop-1-enyl)-2,2-dimethylcyclopropanecarboxylate); (1R-trans-Z-momfluorothrin) (CAS-Nummer 1065124-65-3) das 45-tägige öffentliche Kommentierungsverfahren zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung gestartet. Für 1R-trans-Z-momfluorothrin gibt es bisher keinen harmonisierten Eintrag im Anhang VI der CLP-Verordnung. Großbritannien hat ein Dossier erarbeitet und schlägt die Einstufung akut toxisch, spezifische Zielorgan-Toxizität bei einmaliger Exposition und gewässergefährdend vor.

Die Möglichkeit zur Kommentierung besteht bis zum 27. März 2015.

Öffentliches Kommentierungsverfahren zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung von Medetomidin

Die ECHA hat für das Biozid (RS)-4-[1-(2,3-Dimethylphenyl)ethyl]-1H-imidazol (Medetomidin) (CAS-Nummer 86347-14-0) das 45-tägige öffentliche Kommentierungsverfahren zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung gestartet. Für Medetomidin gibt es bisher keinen harmonisierten Eintrag im Anhang VI der CLP-Verordnung. Großbritannien hat ein Dossier erarbeitet und schlägt die Einstufung akut toxisch, spezifische Zielorgan-Toxizität bei einmaliger Exposition und gewässergefährdend vor. Medetomidin wird in der Europäischen Union als Antifouling sowie in der Human- und Tiermedizin als Anästhetikum verwendet.

Die Möglichkeit zur Kommentierung besteht bis zum 20. März 2015

Januar 2015

Öffentliche Konsultation für Formaldehyd

Basierend auf den Informationen im Entwurf für den Bewertungsbericht erfüllt der Wirkstoff Formaldehyd (Produktarten 2 und 3) die Kriterien gemäß Artikel 10 der Biozidverordnung (EU) Nr. 528/2012 als Substitutionskandidat. Daher hat die ECHA eine öffentliche Konsultation zu diesem Stoff gestartet. Interessierte können bis zum 10. April 2015 relevante Informationen an die ECHA senden - inklusive Informationen über Alternativen -, die für die Diskussion des Formaldehyds als Substitutionskandidat von Bedeutung sind.