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Rückblick 2013: Aktuelles zu REACH, CLP und Bioziden

Dezember 2013

Sieben neue Stoffe in die Kandidatenliste aufgenommen

Sieben neue Stoffe in die Kandidatenliste aufgenommen
Die ECHA hat am 16. Dezember 2013 die Kandidatenliste aktualisiert. Es wurden sieben neue besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) in die Liste aufgenommen. Auf Grund ihrer Eigenschaften wurden folgende Stoffe als SVHC identifiziert:

  • Cadmiumsulfid (krebserzeugend und vermutlich schwerwiegende Effekte auf die menschliche Gesundheit (betroffen sind Nieren und Knochen))
  • die Farbstoffe C.I. Direct Red 28 und C.I. Direct Black 38 (beide krebserzeugend)
  • Dihexylphthalat, Imidazolidin-2-thione, Bleidi(acetat) und Trixylylphosphat (alle fortpflanzungsgefährdend)

Die Kandidatenliste enthält aktuell 151 Stoffe. Mit der Aufnahme in die Kandidatenliste sind rechtliche Pflichten verbunden.

REACH-IT, R4BP 3, ECHA-Helpdesk und REACH-Biozid-CLP Helpdesk sind zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen

REACH-IT, R4BP 3 und ECHA Helpdesk sind zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen
Die ECHA erinnert, daß REACH-IT und das Biozid-IT-Tool R4BP 3 vom 23. Dezember 2013 13:00 Uhr bis 2. Januar 2014 10:00 Uhr (EET) abgeschaltet wird. Der ECHA Helpdesk ist ab dem 20. Dezember 2013 12:00 Uhr beschränkt tätig und ab dem 2. Januar 2014 wieder vollständig in Betrieb.

Der nationale REACH-Biozid-CLP Helpdesk wird ab dem 6. Januar 2014 die Anfragenbearbeitung wieder aufnehmen.

Grenzwerte für PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) in Verbraucherprodukten gesenkt

Verordnung (EU) Nr. 1272/2013 (PDF-Datei, 712 KB)
vom 06. Dezember 2013 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 hinsichtlich Anhang XVII (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)

Die EU-Kommission hat eine Ergänzung zur REACH-Verordnung verabschiedet, in der für acht krebserzeugende Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK):
"Benzo[a]pyren, Benzo[e]pyren, Benzo[a]anthracen, Chrysen, Benzo[b]fluoranthen, Benzo[j]fluoranthen, Benzo[k]fluoranthen und Dibenzo[a,h]anthracen"
Grenzwerte festgelegt wurden. Ab Ende 2015 dürfen Verbraucherprodukte nur noch 1 mg/kg eines der acht krebserregenden PAK enthalten. Bei Spielzeug und Babyartikeln gilt ein Grenzwert von 0,5 mg/kg.

Hinweis: Die deutsche Fassung der EU-Verordnung vom 6. Dezember 2013 gibt den PAK-Gehalt von 0,1 mg/kg statt richtig 1 mg/kg an. Die EU-Kommission hat eine schnelle Korrektur zugesagt.

Leitfaden für Lieferanten von Erzeugnissen in deutscher Übersetzung

Leitfaden für Lieferanten von Erzeugnissen in deutscher Übersetzung
Lieferanten von Erzeugnissen, die mehr als 0,1 Prozent eines besonders besorgniserregenden Stoffes (substances of very high concern, SVHC) enthalten, haben unter der europäischen Chemikalienverordnung REACH besondere Informations- und Mitteilungspflichten. Im Juli dieses Jahres veröffentlichte die Bundesstelle für Chemikalien bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den Leitfaden "Guidance for suppliers of articles" in englischer Sprache auf der Seite des REACH-CLP-Biozid Helpdesks, um betroffene Unternehmen zu unterstützen. Jetzt steht er als "Leitfaden für Lieferanten von Erzeugnissen" auch auf Deutsch zur Verfügung.

Leitfaden für Lieferanten von Erzeugnissen (PDF-Datei, 756 KB)

November 2013

Abschlussbericht zur REACH-Überprüfung 2012

Abschlussbericht zur REACH-Überprüfung 2012 (PDF-Datei, 1 MB)
Aus Anlass der REACH-Überprüfung 2012 hat die Bundesstelle für Chemikalien (BfC) im Rahmen des Umweltforschungsplans (UFOPLAN) des BMU ein Projekt durchgeführt, das den Prozess aus deutscher Sicht begleitet hat. Zu diesem Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Firma Ökopol GmbH durchgeführt wurde, veröffentlicht die BfC nun den Abschlussbericht.

Die wesentliche Grundlage des Projektes bildet eine Analyse der Ergebnisse und Empfehlungen der thematischen Studien sowie des Berichts der EU-Kommission. Als weiterer Baustein wurde im Dezember 2012 der erste nationale „REACH-Kongress“ unter Schirmherrschaft des BMU organisiert, mit dem Ziel, ein deutsches Meinungsbild zur REACH-Umsetzung zu bekommen und Vorschläge zur Weiterentwicklung zu diskutieren. Zum Abschluss des Projekts wurde eine breit gefächerte Online-Umfrage durchgeführt, bei der die zuvor gewonnenen Erkenntnisse eingeflossen sind.

Im Rahmen des Projekts wurde deutlich, dass sowohl die Behörden als auch die Industrie in Deutschland die Einschätzungen der EU-Kommission weitestgehend teilen und kein Bedarf für umfangreiche Änderungen des Rechtstextes besteht. Jedoch gibt es eine Reihe von Bereichen, in denen die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben noch nicht reibungslos abläuft. Von allen Seiten wird dabei immer wieder die Reduzierung der Belastungen für kleine und mittlere Unternehmen gefordert, aber auch die Verbesserung der Kommunikation von Gefahren in der Lieferkette.

September 2013

REACH SMEs Workshop - Tagung für KMU in Brüssel am 10./11. Dezember 2013

REACH SMEs Workshop - Tagung für KMU in Brüssel am 10./11. Dezember 2013
Die EU-Kommission organisiert zusammen mit der ECHA einen Workshop zum Thema KMU am 10./11. Dezember 2013 in Brüssel.
KMU, deren Dienstleister und deren Vertreter auf EU-Ebene können sich mit anderen REACH-Akteuren insbesondere zur Registrierungsfrist 2018 austauschen. Die ECHA und die Kommission möchten mit den KMU die Herausforderungen diskutieren, die durch REACH entstehen.

Für die Veranstaltung werden nur 50 Teilnehmer ausgewählt. Die Auswahl ist mit einem Fragebogen verbunden, den Interessenten bis zum 18. Oktober ausfüllen können. Durch die Auswahl sollen Teilnehmer aller interessierten Kreise auf faire und representative Weise bei der Veranstaltung vertreten sein. Die Reise- und Übernachtungskosten für KMU-Teilnehmer werden erstattet.

Weitere Informationen zum Workshop

IUCLID 5.5.1 steht jetzt zum Download bereit

IUCLID 5.5.1 steht jetzt zum Download bereit
Mit IUCLID 5.5.1 wird eine Exportfunktion für Chesar eingeführt. Damit können aus IUCLID die für die Erstellung eines Stoffsicherheitsberichtes erforderlichen Informationen exportiert werden. Außerdem bietet die neue IUCLID-Version Neuerungen beim Export von Anmerkungen (Annotations). Diese ermöglichen den Export ausgewählter Anmerkungen einzeln oder zusammen mit einem Dossier, welches den Austausch von Anmerkungen aus IUCLID zwischen verschiedenen Akteuren vereinfacht. Anmerkungen werden verwendet, um Kommentare zu den Informationen in einem Dossier einzufügen.

Die Liste der unterstützenden Software wurde aktualisiet. Ältere Versionen des Betriebssystems oder Datenbankserver (z. B. Windows Vista und Oracle 10g) wurden ersetzt durch neuere Versionen (z. B. Windows 8 und PostgreSQL 9.2).

Durch die Installation der Updateversion können Firmen die neuen Eigenschaften nutzen. Eine Installation der letzten Version ist jedoch nicht erforderlich. Alle Dossiers, die mit IUCLID 5.5.1 erzeugt wurden, sind kompatibel mit IUCLID 5.5 und für REACH-Daten, ebenso mit IUCLID 5.4.

Der neue REACH-CLP-Biozid Helpdesk der BAuA präsentiert sich auf der A+A-Messe in Düsseldorf vom 5. bis 8. November 2013 im Innovationspark Gefahrstoffe

Unter dem Motto „Mit der Auskunftsstelle durch den Daten-Dschungel“ zeigt Ihnen der REACH-CLP-Biozid Helpdesk auf der A+A-Messe (A+A 2013 in Düsseldorf Halle 10/Stand D56), wie Sie aus der Fülle an frei verfügbaren Informationen Antworten auf Ihre Fragen zur REACH-, CLP- oder Biozid-Verordnung finden können.

Wir bieten Ihnen auf der Messe

  • aktuelle Informationen zu den Verordnungen REACH – CLP – Biozide
  • kompetente Beratung vor Ort
  • spannende Vortragsthemen:

    • Wege durch den Daten-Dschungel
    • Chemikalien: Es gibt immer zwei Seiten
    • Warum Biozide nicht Bio sind
  • Internetpräsentationen

Ein Helpdesk - Drei Verordnungen: Biozid-Richtlinie 98/8/EG wird durch Biozid-Verordnung (EU) Nr. 528/2012 ersetzt

Der nationale Helpdesk bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wird am 1. September um das Thema Biozide erweitert. Die Biozid-Richtlinie 98/8/EG wird dann durch die Biozid-Verordnung (EU) Nr. 528/2012 ersetzt.

Die neue Biozid-Verordnung regelt den Umgang mit Produkten, die gegen Schädlinge wie Insekten oder Ratten, aber auch gegen Bakterien oder Pilze eingesetzt werden. Sie ermöglicht gegenüber der bisher gültigen Richtlinie neue Zulassungsverfahren wie zum Beispiel Unionszulassungen, die für die gesamte Europäische Union gelten werden. Das vereinfachte Verfahren für Biozidprodukte mit einem günstigen Umwelt- und Gesundheitsprofil ist geändert worden, außerdem erfasst die Verordnung nun auch mit Bioziden behandelte Waren und vor Ort hergestellte Biozide.

Der erweiterte Helpdesk unterstützt unter dem neuen Namen „REACH-CLP-Biozid Helpdesk“ vor allem kleine und mittlere Unternehmen die jetzt Fragen zu Industriechemikalien und auch zu Bioziden stellen können. Der REACH-CLP-Biozid Helpdesk ist ab dem 1. September die gemeinsame nationale Auskunftsstelle zur REACH-, CLP- und zur neuen Biozid-Verordnung.
Das Thema Biozide auf den Seiten des REACH-CLP-Biozid Helpdesk
Häufig gestellte Fragen zu Bioziden

August 2013

ECHA eröffnet die erste öffentliche Konsultation im Rahmen eines Zulassungsantrages für Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP)

Public consultation on the first Application for Authorisation for Bis(2-ethylhexyl) phthalate (DEHP)
Die ECHA eröffnet die erste öffentliche Konsultation im Rahmen eines Zulassungsantrages für Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP). Die interessierten Parteien können wichtige Informationen über alternative Stoffe über ein Web-Formular auf der ECHA-Internetseite einreichen. 

Die eingegangenen Informationen über alternative Stoffe werden durchgesehen und bei der Bewertung des Zulassungsantrags durch die ECHA-Ausschüsse für Risikobeurteilung (RAC) und sozioökonomische Analyse (SEAC) berücksichtigt. Basierend auf den finalen Stellungnahmen der beiden Komitees erlässt die Europäische Kommission ihre Entscheidung über die Zulassung.

Die 8-wöchige öffentliche Konsultationsphase für den Zulassungsantrag zu DEHP endet am 9. Oktober 2013.

Decabromdiphenyl ether aus der öffentlichen Konsultation zur Anhang XIV Empfehlung zurückgezogen

Meldung der ECHA (PDF-Datei, 147 KB)
Die öffentliche Konsultation für den Stoff Decabromdiphenyl ether (EG-Nummer 214-604-9) wurde auf Ersuchen der EU-Kommission beendet. Der Stoff wurde aus der laufenden öffentlichen Konsultation für den fünften Empfehlungsentwurf zur Aufnahme in den Anhang XIV der REACH-Verordnung zurückgezogen, da eine Empfehlung Norwegens für die Aufnahme in die Stockholm Konvention (POP, Persistant Organic Pollutants) vorliegt. Die ECHA wurde von der Kommission aufgefordert ein Dossier zur Beschränkung des Stoffes zu erstellen. Damit es nicht zu der Situation kommt, dass sich mögliche Verwendungen im Rahmen von Zulassungen und die noch unbekannten Beschränkungsbedingungen überschneiden, wurde der Stoff aus dem Empfehlungsentwurf zur Aufnahme in den Anhang XIV der zulassungspflichtigen Stoffe herausgenommen. Im kommenden Beschränkungsverfahren für Decabromdiphenyl ether werden entsprechende öffentliche Konsultationen durchgeführt.
Beschreibung des Beschränkungsverfahrens
Aktuelle Beschränkungen auf der Internetseite der ECHA

Juli 2013

Bundesstelle für Chemikalien veröffentlicht erste Ergebnisse zur Online-Befragung zu REACH

REACH Überprüfung 2012 - Auswertung der Onlinebefragung (PDF-Datei, 429 KB)
Die Bundesstelle für Chemikalien bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitmedizin (BAuA) hat vom 3. April bis zum 3. Mai 2013 eine Online-Befragung durchgeführt, um Verbesserungsmöglichkeiten bei der Umsetzung der europäischen Chemikalienverordnung REACH zu identifizieren. Zu dieser Befragung liegt nun eine erste Zusammenfassung der Ergebnisse vor.

369 Akteure nahmen an der Online-Befragung teil. Die Antwortenden stammten aus Unternehmen, Industrie- und Umweltverbänden, Behörden und Ministerien, sowie Beratungsunternehmen und wissenschaftlichen Organisationen. Insgesamt deckte sich die Meinung der Befragten zu den prioritären Themenbereichen nicht immer mit der Schwachstellenbeschreibung der EU Kommission.
Zu den wesentlichen Ergebnissen gehört, dass die Antwortenden die höchste Priorität bei der Unterstützung der Unternehmen, insbesondere der kleinen und mittelständischen Unternehmen, durch die Behörden sehen. Des Weiteren wird eine Verbesserung der Qualität der Sicherheitsdatenblätter für sehr wichtig gehalten, sowie auch eine Vermeidung von Überschneidungen von REACH mit anderen Rechtsbereichen. Viele Akteure wünschen sich außerdem mehr Transparenz in den Verfahren zum Risikomanagement von Stoffen mit besonders besorgniserregenden Eigenschaften.
Eine ausführliche Analyse der Umfrageergebnisse soll zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.
Weitere Informationen zur REACH Überprüfung

Anfragen von Verbrauchern nach SVHC in Erzeugnissen vereinfacht

Verbraucher können nach Artikel 33 den Lieferanten fragen, ob SVHC-Kandidatenstoffe (besonders besorgniserregende Stoffe) in Erzeugnissen vorhanden sind. Der Lieferant informiert den Verbraucher innerhalb von 45 Tagen kostenlos darüber, wenn die Konzentration des jeweiligen Stoffes im Erzeugnis 0,1 Massenprozent überschreitet. Das Umweltbundesamt hat auf seiner Internetseite ein vereinfachtes Formular für Verbraucher zur Verfügung gestellt: Sie können durch Eingabe der Nummer unter dem Barcode des Erzeugnisses eine Anfrage versenden.

Neue Kurzinfo: Was bin ich – und wie kann ich das belegen?“ Verifizierung des KMU-Status durch mittlere, kleine und Kleinstunternehmen gegenüber der ECHA

Neue Kurzinfo: Was bin ich – und wie kann ich das belegen?“ Verifizierung des KMU-Status durch mittlere, kleine und Kleinstunternehmen gegenüber der ECHA (PDF-Datei, 556 KB)
Nach der abgelaufen Registrierungsfrist im Juni 2013 überprüft die ECHA wieder verstärkt, in wie weit die registrierenden Unternehmen berechtigt den reduzierten Gebührensatz für Klein-, mittelständische und Kleinstunternehmen in Anspruch genommen haben. Um zu vermeiden, dass Unternehmen sich falsch zuordnen, hat die nationale Auskunftsstelle eine Kurzinfo zu diesem Thema veröffentlicht.

Juni 2013

Neue Darstellung der Fragen/Antworten und FAQs der ECHA

Neue Darstellung der Fragen/Antworten und FAQs der ECHA
Die ECHA hat die Darstellung der auf ihrer Internetseite veröffentlichten Fragen und Antworten (Q/A) und der mit den Helpdesks der Mitgliedsstaaten abgestimmten häufig gestellten Fragen (Frequently asked questions - FAQs) neu strukturiert. Die Fragen und Antworten sind nach den verschiedenen Themenschwerpunkten der REACH- und CLP-Verordnung gruppiert. FAQs, die mit den nationalen Auskunfsstellen der Mitgliedsstaaten abgestimmt wurden, sind mit einem Symbol beziehungsweise einem kurzen Hinweis gekennzeichnet.

Künftige Veränderungen der Fragen und Antworten und FAQs werden durch eine Versionierung nachvollziehbar bleiben.
Als Hilfestellung für die Zuordnung der FAQs in der neuen Darstellung zu der zuvor gewohnten Nummerierung der FAQs in den REACH- und CLP-FAQ-Dokumenten hat die ECHA eine Tabelle veröffentlicht.
FAQ New unique ID transitional table (PDF-Datei, 115 KB)

Weitere Informationen zu den von der ECHA veröffentlichten Fragen/Antworten und FAQs.

Sechs neue Stoffe in die Kandidatenliste aufgenommen

Sechs neue Stoffe in die Kandidatenliste aufgenommen
Am 20. Juni 2013 wurde die Kandidatenliste um sechs besonders besorgniserregende Stoffe erweitert. Die Stoffe Cadmium und Cadmiumoxid wurden auf Grund ihrer krebserzeugenden Eigenschaften und weiterer ebenso besorgniserregender Eigenschaften als SVHC (Substances of very high concern) identifiziert. Pentadecafluoroktansäure (PFOA) und Ammonium Pentadecafluoroktanoat (APFO) besitzen fortpflanzungsgefährdende und PBT- (Persistent, Bioakkumulierend, Toxisch) Eigenschaften. Der Stoff Dipentylphthalat ist fortpflanzungsgefährdend. Der Stoff 4-Nonylphenol, verzweigt und linear, ethoxyliert wurde auf Grund seiner in der Umwelt endokrin wirksamen Abbauprodukte als SVHC identifiziert

Die Kandidatenliste enthält inzwischen 144 Stoffe. Mit der Aufnahme in die Kandidatenliste sind rechtliche Pflichten verbunden.

Das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis enthält nun auch die harmonisierte Einstufung nach der Stoffrichtlinie

Das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis enthält nun auch die harmonisierte Einstufung nach der Stoffrichtlinie
Die Einstufung und Kennzeichnung aller im Anhang VI der CLP-Verordnung harmonisiert eingestuften Stoffe ist im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis der ECHA nun auch nach den Kritereien der Stoffrichtlinie 67/548/EWG angegeben. Diese Angabe der harmonisierten Einstufung zusätzlich zur bereits im Verzeichnis enthaltenen Legaleinstufung nach der CLP-Verordnung unterstützt Firmen, die ihre Gemische noch nach "altem Recht" (Zubereitungsrichtlinie 1999/45/EG und Stoffrichtlinie) einstufen und kennzeichnen. Für Stoffe ist nur noch die Einstufung und Kennzeichnung nach der CLP- Verordnung möglich. Gemische hingegen können noch bis Juni 2015 nach den alten Kriterien eingestuft und gekennzeichnet werden.
Classification and Labelling Inventory of chemicals on the EU market (ECHA Datenbank zum Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis)

Mai 2013

ECHA überprüft die Stoffidentität für REACH-Registrierungen 2013

ECHA überprüft die Stoffidentität für REACH-Registrierungen 2013
Die ECHA führt eine IT-basierte Schnellüberprüfung der Stoffidentität in den bei der Registrierungsfrist 2013 eingereichten Dossiers durch. Abhängig vom Ergebnis sendet die ECHA informelle Schreiben an die jeweiligen Registranten. Diese enthalten Hinweise, wie Fehler bei der Angabe der Stoffidentität zu korrigieren sind.

In diesem ersten Schritt überprüft die ECHA nicht, ob die Registranten die Empfehlungen sofort umsetzen, die Schreiben sollen den Registranten lediglich Hinweise und Gelegenheit zur Verbesserung der Dossiers geben. In einem zweiten Schritt (Ende 2013) wird die ECHA alle REACH-Registrierungen anhand von IT-Filtern im Hinblick auf die Stoffidentität überprüfen. Werden in diesem Schritt Fehler in den Dossiers entdeckt, wird die ECHA gegebenenfalls rechtlich bindende Maßnahmen einleiten.

Biocides Stakeholders' Day der ECHA am 25. Juni 2013

Biocides Stakeholders' Day der ECHA am 25. Juni 2013
Die ECHA bietet am 25. Juni eine Informationsveranstaltung zur neuen Biozidverordnung an - den Biocides Stakeholders' Day. Die Veranstaltung gibt den Unternehmen einen Überblick über die verschiedenen Rollen im Rahmen der Verordnung und wie man die neuen Verpflichtungen erfolgreich umsetzen kann. An der Veranstaltung kann jeder teilnehmen, dabei ist der Inhalt der Veranstaltung von Interesse für europäische und nationale Verbände, KMU, Lieferanten von Alternativen und Nichtregierungsorganisationen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Nur noch vier Wochen bis zur Registrierungsfrist!

Bis zum Ablauf der Registrierungsfrist unter REACH am 31. Mai 2013 sind nur noch vier Wochen Zeit. Der REACH-CLP Helpdesk hat ein Informationspaket zusammengestellt, das die letzten Fallstricke vor der Einreichung der Registrierung beschreibt und Hinweise für eine erfolgreiche Registrierung gibt.
Letzte Hürden vor der Einreichung des Registrierungsdossiers und wie man sie überwindet (PDF-Datei, 143 KB)

April 2013

Registrierungsfrist rückt näher - ECHA erweitert im Mai REACH-IT Öffnungszeiten

ECHA News zu REACH-IT Öffnungszeiten
Übersicht der aktuellen REACH-IT Öffnungszeiten
Mit Blick auf die immer näher rückende Registrierungsfrist am 31. Mai hat die ECHA die Öffnungszeiten des REACH-IT Systems ausgeweitet, um einen reibungslosen Ablauf der Einreichung von Registrierungsdossiers unter REACH zu ermöglichen.

Registrierungsdossiers können im Mai von montags, 10:00 Uhr bis freitags 21:00 Ortszeit (Helsinki) rund um die Uhr per REACH-IT eingereicht werden. REACH-IT ist an den Wochenenden und im Mai an den Feiertagen 1. Mai und 9. Mai heruntergefahren. Ab dem 20. Mai um 10:00 Uhr wird REACH-IT bis zum 1. Juni 2:00 Ortszeit (Helsinki) ununterbrochen zur Verfügung stehen.

Nach der Registrierungsfrist wird REACH-IT am 1. und 2. Juni (Wochenende) heruntergefahren und steht ab Montag, dem 3. Juni um 10:00 Uhr wie gewohnt zur Verfügung.

ECHA veröffentlicht neue FAQs zum Thema Rechnungen und Zahlungen

REACH-IT Frequently Asked Questions
Die ECHA hat eine neue Version 3.3 der FAQs zu REACH-IT veröffentlicht. Diese enthalten unter anderem aktuelle Fragen und Antworten zur Stellung von Rechnungen durch die ECHA im Rahmen der Registrierung unter REACH.

Änderung des Anhangs XIV der REACH-Verordnung veröffentlicht

Verordnung (EU) Nr. 348/2013 (PDF-Datei, 729 KB)
vom 17. April 2013 zur Änderung des Anhangs XIV der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) ist veröffentlicht.

Es sind 8 weitere Stoffe zum Anhang XIV für zulassungspflichtige Stoffe hinzugefügt worden:
Trichlorethylen; Chromtrioxid; Säuren, die sich aus Chromtrioxid bilden, und deren Oligomere; Natriumdichromat; Kaliumdichromat; Ammoniumdichromat; Kaliumchromat; Natriumchromat

Quelle: „© Europäische Gemeinschaften, http://eur-lex.europa.eu/“.
„Verbindlich ist ausschließlich das in den gedruckten Ausgaben des Amtsblattes der Europäischen Union veröffentlichte Gemeinschaftsrecht.“

Bundesstelle für Chemikalien führt Online-Befragung zu REACH durch

Mit einer Online-Befragung sucht die Bundesstelle für Chemikalien bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nach Verbesserungsmöglichkeiten im REACH-Prozess. Hintergrund für die Befragung, an der sich alle Akteure im REACH-Prozess beteiligen können, ist die laufende Überprüfung von REACH. Die Ergebnisse sollen die Bundesregierung in der europäischen Debatte um den Revisionsprozess unterstützen.

Der REACH-Kongress „5 Jahre REACH - Erfahrungen und Ausblick“ im Dezember 2012 war bereits ein erster Schritt, um die Meinungen und Stellungnahmen der unterschiedlichen Akteure/innen zu hören und für diesen Prozess zu nutzen.

In einem zweiten Schritt soll nun, nach der Veröffentlichung der Kommissionsmitteilung, eine schriftliche Befragung der beteiligten Kreise und weiterer interessierter Gruppen zu spezifischen Fragestellungen erfolgen. Diese wird in Form einer Online-Befragung durchgeführt.

Die Umfrage ermöglicht allen Beteiligten am REACH-Prozess, die vorliegenden Ergebnisse der Überprüfung von REACH persönlich einzuschätzen. Der online auszufüllende Fragebogen bezieht sich dabei auf ausgewählte Themenbereiche des Kommissionsberichts sowie der zugrunde liegenden Studienberichte. Zum einen können Sie verschiedene Aussagen aus den Berichten bewerten, es besteht darüber hinaus aber auch die Möglichkeit eigene Vorschläge einzubringen. Die Bearbeitung des Fragebogens nimmt etwa 30 Minuten in Anspruch. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist in anonymisierter Form geplant.

Die Befragung wurde in der Zeit vom 03. April bis zum 03. Mai 2013 durchgeführt.

Die Kontaktinformationen in REACH-IT sollten aktuell sein

Die Kontaktinformationen in REACH-IT sollten aktuell sein
Die ECHA bietet den SIEF-Mitgliedern, die bis zum 31. Mai registrieren müssen, aktive Unterstützung nach der Einreichung ihres Registrierungsdossiers an. Damit die ECHA mit den Registranten Kontakt aufnehmen kann (z. B. wenn eine Firma Probleme hat, die Business Rules zu erfüllen), bittet sie die Registranten darum, ihre Kontaktdaten in REACH-IT auf Aktualität zu prüfen.

März 2013

Was bedeuten die Piktogramme?

CLP-Quiz
Im Rahmen des Internationalen Verbraucherschutztages am 15. März hat die ECHA auf ihrer Internetseite ein interaktives Quiz veröffentlicht. Mit dem Quiz können die Nutzer der Internetseite ihr Wissen über die Bedeutung der Piktogramme testen.

Federführende Registranten sollten das gemeinsame Dossier bis zum 28. März einreichen

Wenn ein Registrant das Registrierungsdossier frühzeitig einreicht, kann er das Ergebnis der Vollständigkeitsprüfung bereits nach drei Wochen (anstatt nach üblicherweise 3 Monaten) erhalten. Die ECHA weist auf Ihrer Webseite darauf hin, dass dies für federführende Registranten bis zum 2. April möglich ist. Diese sollten ihr Registrierungsdossier möglichst früh einreichen, damit die übrigen Mitglieder der gemeinsamen Einreichung ihr Dossier ebenfalls rechtzeitig vor dem 1. Juni an die ECHA übermitteln können. Die ECHA weist jedoch ebenfalls darauf hin, dass das REACH-IT System über Ostern vom Freitag den 29. März bis zum Dienstag den 2. April geschlossen ist und somit in diesem Zeitraum keine Einreichung von Registrierungsdossiers möglich ist. Das bedeutet, dass die federführenden Registranten das gemeinsame Dossier spätestens bis zum 28. März einreichen sollten, um das Ergebnis der Vollständigkeitsprüfung innerhalb von drei Wochen zu erhalten. Diese Informationen sind in den e-News der ECHA vom 20. März 2013 veröffentlicht ("ECHA has extended the deadline for lead registrants until 2 April 2013" und "REACH-IT closed for maintenance until Friday 22 March morning")

Weitere Informationen zu den Öffnungszeiten des REACH-IT Systems finden Sie auf der Internetseite der ECHA.

Wer ist der federführende Registrant? - Möglichkeiten für SIEF-Mitglieder Kontakt aufzunehmen

Für die kommende Registrierungsfrist zum 31. May 2013 sollten die SIEF-Mitglieder schon Kontakt mit dem federführenden Registranten aufgenommen haben, um ihr firmenspezifisches Dossier als Teil der gemeinsamen Einreichung an die ECHA übermitteln zu können. Potentielle Registranten haben unter Umständen Schwierigkeiten die Kontaktdaten des federführenden Registranten zu finden. Sie haben folgende Möglichkeiten, um die übrigen SIEF-Mitglieder, existierende Registranten oder den federführenden Registranten direkt zu ermitteln:

  • Recherche in der von der ECHA veröffentlichten Liste der aktiven federführenden Registranten
  • Recherche der schon als Registranten eines Stoffes veröffentlichten Firmen auf der Internetseite der ECHA mit den Informationen zu registrierten Stoffen ("dissemination portal")
  • Herunterladen der XML-Datei in REACH-IT mit den Kontaktdaten der SIEF-Mitglieder für den jeweils vorregistrierten Stoff (weitere Informationen hierzu finden sich in den FAQs der ECHA zu REACH-IT, Nummer 13.2 "Where can I find the contact details of other pre-SIEF members?")
  • Registranten können die in REACH-IT eingerichtete co-registrants page verwenden, um den federführenden Registranten zu kontaktieren

Falls diese Möglichkeiten nicht zum Erfolg führen, können die potentiellen Registranten eine Anfrage an die ECHA richten. In besonderen Fällen leitet die ECHA die Kontaktdaten des potentiellen Registranten an den federführenden Registranten weiter, um so den Kontakt zwischen den Firmen herzustellen. Allerdings haben weder die ECHA noch die nationalen Behörden der Mitgliedstaaten die Möglichkeit, Kontaktinformationen von federführenden Registranten direkt an SIEF-Mitglieder weiterzugeben. Um die Kommunikationsvorgänge für die Registrierung zu erleichtern, werden die federführenden Registranten darum gebeten, der ECHA mitzuteilen, dass sie die Einreichung des gemeinsamen Dossiers beabsichtigen. Dies ist in einem Kontaktformular auf der Internetseite der ECHA möglich.

ECHA unterstützt Registranten in schwierigen Situationen

ECHA unterstützt Registranten in schwierigen Situationen
Firmen sollten früh mit der ECHA Kontakt aufnehmen, wenn sie sich in einer Ausnahmesituation befinden, die die rechtzeitige Einreichung ihres Registrierungsdossiers verhindert.

Möglichkeiten, für solche Ausnahmefälle eine Lösung zu finden, wurden bereits zur ersten Registrierungsfrist 2010 von der ECHA veröffentlicht. Es handelte sich um die Beschreibung schwieriger Situationen für Registranten, die von der Directors’ Contact Group - DCG, bestehend aus Teilnehmern der ECHA, Kommission und Industrieverbänden, identifiziert wurden. Auch für die Registrierungsfrist zum 31. Mai 2013 bietet die ECHA an, dass Firmen, die sich ohne eigenes Verschulden in einer der folgenden Situationen befinden, möglichst zeitig die ECHA kontaktieren:

  • Schwierigkeiten, die Daten nach Anhang VII und Anhang VIII der REACH-Verordnung rechtzeitig einzureichen oder Probleme für Importeure von Gemischen, analytische Daten bzw. Daten zur Zusammensetzung der in den Gemischen enthaltenen Stoffe von ihren Lieferanten zu erhalten (Situation Nummer 10).
  • Fehlende Möglichkeit, auf Grund von Änderungen der Rechtspersönlichkeit eine späte Vorregistrierung einzureichen (Situation Nummer 15).
  • Versagen des Federführenden Registranten ein den Anforderungen der REACH-Verordnung entsprechendes Dossier einzureichen (Situation Nummer 20).
  • Nachgeschaltete Anwender, die sich gezwungen sehen, Stoffe zu importieren, da der Stoff nicht von einem Lieferanten mit Sitz in der EU registriert wird (Situation 21).

Die Bedingungen, unter denen eine Lösung der genannten Situationen durch Kontaktaufnahme mit der ECHA möglich ist, sind auf der Internetseite der ECHA im Abschnitt DCG veröffentlicht. Dieser Abschnitt der Internetseite enthält Hinweise, welche Informationen die Firmen als Grundlage für eine Kontaktaufnahme zu ihrem Problem bei der ECHA einreichen und wie sie an die ECHA herantreten können. Die ECHA erwartet dabei eine ausführliche Rechtfertigung der Situation und eine Darstellung, welche Schritte die Firma unternommen hat, die Bestimmungen der REACH-Verordnung einzuhalten. Wenn die ECHA diese Informationen möglichst früh vor der Registrierungsfrist erhält, kann sie den Registranten Hilfestellung bei der rechtzeitigen Einreichung des Registrierungsdossiers geben.

Februar 2013

Evaluation Report 2012 "Evaluation under REACH - Progress Report 2012" von der ECHA veröffentlicht

Evaluation Report 2012 "Evaluation under REACH - Progress Report 2012" von der ECHA veröffentlicht (PDF-Datei, 408 KB)
Dieser Report berichtet über die Aktivitäten im Bereich der Bewertung von Stoffen und Dossiers im Jahr 2012. Fazit des Reports ist, dass ein großer Teil der bewerteten Registrierungsdossiers immer noch Qualitäts- und Compliance-Probleme aufweisen. Im dritten Kapitel des Berichts werden Empfehlungen für Registranten ausgewiesen. Die ECHA empfiehlt, dass dieses Kapitel insbesondere Registranten beachten sollen, die ein Registrierungsdossier bis zum 1. Juni 2013 einreichen müssen.

ECHA ermuntert federführende Registranten zur vorzeitigen Einreichung ihrer Registrierungsdossiers!

ECHA ermuntert federführende Registranten zur vorzeitigen Einreichung ihrer Registrierungsdossiers!
Die zweite Registrierungsfrist steht kurz bevor: Phase-in-Stoffe, die im Mengenband 100 bis 1 000 Tonnen pro Jahr hergestellt oder importiert werden, müssen bis zum 31. Mai 2013 registriert werden.
Die ECHA ermuntert nun alle federführenden Registranten dazu, ihre Registrierungsdossiers bereits zum 31. März 2013 einzureichen.

Neues Tool zur Unterstützung von Registranten bei der Verbesserung der Qualität ihrer Dossiers

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat das Tool „Dossier Quality Assistant“ veröffentlicht
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat das Tool „Dossier Quality Assistant“ veröffentlicht, mit dem Registranten in ihren Registrierungsdossiers mögliche Inkonsistenzen aufspüren können. Den Registranten wird empfohlen, mithilfe des Tools ihre Dossiers proaktiv zu aktualisieren oder neue Dossiers zu überprüfen, bevor diese an die Agentur eingereicht werden. Dadurch kann die Qualität der REACH-Registrierungen verbessert werden.

Beim „Dossier Quality Assistant“ handelt es sich um ein zusätzliches Tool, das in die neue Version (5.4.3) des Plug-ins für die Prüfung auf technische Vollständigkeit (TCC) für IUCLID 5 integriert ist. Das Tool ändert weder die derzeitigen TCC-Regeln, noch beeinflusst es das Ergebnis der von der ECHA durchgeführten Prüfung auf technische Vollständigkeit. Es unterstützt die Registranten vielmehr dabei, potenzielle Fehler in ihren Dossiers zu erkennen. Dadurch können die Registranten zum einen vermeiden, dass ihr Dossier für Folgeaktivitäten priorisiert wird, zum anderen erhalten sie, falls gewünscht, eine Anleitung, wie sie ihr Dossier proaktiv verbessern können, um dem Aufruf der ECHA nach einer besseren Compliance und einer höheren Qualität der Registrierungen gerecht zu werden.

Erstellen des vollständigen Stoffsicherheitsberichts mit dem neuen IUCLID CSR Plug-in

Erstellen des vollständigen Stoffsicherheitsberichts mit dem neuen IUCLID CSR Plug-in
Die Europäische Chemikalienagentur hat eine neue Version des Plug-ins für den IUCLID-Stoffsicherheitsbericht (CSR) veröffentlicht. Mit der neuen Version können die Registranten Informationen direkt aus Chesar, dem Tool für Stoffsicherheitsbeurteilungen und -berichte übernehmen und so ohne größeren Aufwand den vollständigen Stoffsicherheitsbericht erstellen.

Das aktualisierte Plug-in ist besonders hilfreich für Registranten, die Chesar verwenden. Sobald die Stoffsicherheitsbeurteilung mit Chesar erstellt wurde, können die Abschnitte 1 bis 8 des aus den IUCLID-Daten erstellten Stoffsicherheitsberichts mit den in Chesar erstellten Abschnitten 9 und 10 zusammengeführt werden. Um die Konsistenz der Informationen, die im technischen IUCLID-Dossier und in der in Chesar durchgeführten Stoffsicherheitsbeurteilung enthalten sind, zu gewährleisten, überprüft das Plug-in auch alle Stoffeigenschaften und berichteten Verwendungszwecke. Falls erforderlich, können alle in Chesar beurteilten Verwendungszwecke durch einen einfachen Mausklick in den richtigen Teil von IUCLID übernommen werden.

Mithilfe der neuen Version kann der Benutzer zudem Teil A des Stoffsicherheitsberichts, der die Zusammenfassung der Risikomanagementmaßnahmen und die zugehörigen Erklärungen enthält, direkt im Plug-in verwalten.

EU-Kommission Pressemitteilung REACH: Chemikalien in Europa sind sicherer geworden

EU-Kommission Pressemitteilung REACH: Chemikalien in Europa sind sicherer geworden
Am Dienstag den 05. Februar 2013 hat die Europäische Kommission den lange erwarteten Bericht zur Umsetzung der REACH-Verordnung veröffentlicht.

Eine zentrale Aussage des Berichts ist, dass „REACH gut funktioniert und alle zum gegenwärtigen Zeitpunkt überprüfbaren Zielsetzungen erfüllt sind“. Trotz eines gewissen Anpassungsbedarfs wird die Kommission voraussichtlich keine Änderungen des verfügbaren Teils von REACH vorschlagen. Jedoch sollen durch verschiedene Maßnahmen die Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) abgemildert werden.

Weitere Informationen:
Bericht der EU-Kommission: Überprüfung von REACH
ECHA Pressemitteilung: REACH review supports ECHA's strategic objectives

ECHA stellt am 31. Januar Einstufungs- und Kennzeichnungsplattform bereit

ECHA stellt am 31. Januar Einstufungs- und Kennzeichnungsplattform bereit
Die Plattform ist eine neue Funktion des Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnisses. Als internetbasiertes Diskussionsforum erlaubt sie den Herstellern und Importeuren desselben Stoffes, sich auf eine gemeinsame Einstufung und Kennzeichnung zu einigen.

Die neue Plattform ermöglicht eine einfache Kontaktaufnahme und unterstützt die Firmen dabei, eine einvernehmliche Einstufung und Kennzeichnung zu finden. Sowohl Registranten als auch Anmelder, die beide für einen bestimmten Stoff der ECHA Informationen zur Einstufung und Kennzeichnung mitgeteilt haben, können sich zu diesem Stoff abstimmen. Bei einer Einigung aktualisieren sie die öffentlich zugänglichen Informationen im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis für diesen Stoff. Eine rege Nutzung der Plattform durch die Anmelder und Registranten ist sehr positiv, Ziele sind:

  • beschleunigte Einigung auf eine einheitliche Einstufung und Kennzeichnung der auf dem Markt befindlichen Stoffe
  • Verbesserung der Qualität von bereits im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis veröffentlichten Daten
  • einheitliche Kommunikation von Gefährdungen durch Chemikalien in der Lieferkette

Das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis hat ein großes Potential und kann eine wichtige Hilfestellung für alle Lieferanten, insbesondere auch Klein und Mittelbetriebe für die sichere Verwendung von Stoffen und Gemischen werden.

Links:
Classification & Labelling Platform
Einstufungs-und-Kennzeichnungsverzeichnis

Januar 2013

ECHA schlägt zehn Stoffe für das Zulassungsverfahren vor

ECHA schlägt zehn Stoffe für das Zulassungsverfahren vor
Für zehn Stoffe, die als krebserzeugend oder fortpflanzungsgefährdend eingestuft sind, hat die ECHA eine Empfehlung für die Aufnahme in den Anhang VIV der REACH-Verordnung veröffentlicht.

Die Stoffe wurden auf Grund ihrer Gefahreneigenschaften, Produktionsvolumen und möglicher Exposition von Menschen priorisiert. Die Stoffe werden in Anwendungen eingesetzt, bei denen eine Exposition von Arbeitern möglich ist. Die Empfehlung der ECHA berücksichtigt die Kommentare aus den öffentlichen Konsultationsverfahren und die Meinung des Ausschusses der Mitgliedstaaten. Sie enthält für jeden Stoff eine Ablauffrist, nach der Firmen die Stoffe nur noch verwenden können, wenn sie erfolgreich die Zulassung beantragt haben. Die abschließende Entscheidung über die Aufnahme der Stoffe in den Anhang XIV wird von der Kommission zusammen mit den Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament getroffen.

Weitere Informationen zum Zulassungsverfahren

QSAR Toolbox Version 3.1 jetzt verfügbar

QSAR Toolbox Version 3.1 jetzt verfügbar
Das erste Update für die dritte Generation der OECD - QSAR Toolbox steht jetzt zum Download bereit.

Mit der QSAR Toolbox können Unternehmen und Behörden Methoden quantitativer Struktur-Wirkungs-Beziehungen ((Q)SAR) dazu verwenden, Chemikalien in Kategorien einzuteilen und Datenlücken mithilfe von Analogiekonzepten oder Trendanalysen zu schließen, um die (Öko-)Toxizitätsgefahren von im Rahmen von REACH zu registrierenden Chemikalien zu beurteilen. Dadurch lassen sich Kosten und der Einsatz von Wirbeltieren senken.

Die QSAR-Toolbox 3.1 bietet die folgenden neuen Funktionen:

  • Neue Datenbank für den beobachteten In-vivo-Stoffwechsel von Ratten;
  • Aktualisierte Simulatoren für Autoxidation, Leberstoffwechsel von Ratten, Hautstoffwechsel und mikrobiellen Stoffwechsel;
  • Aktualisierte Funktion zur Erstellung von DNA-Bindeprofilen;
  • Verbesserungen der Schnittstelle: neue Liste der zuletzt eingetragen Substanzen, neue Liste der zuletzt geöffneten Dateien, neue Hinweisfenster und Warnmeldungen;
  • Zusätzliche Wege zur Beschreibung von Gemischzusammensetzungen (Fraktion, Massenkonzentration, Volumenkonzentration).

Darüber hinaus umfasst die QSAR Toolbox 3.1 verbesserte Suchfunktionen und kleinere Funktionsverbesserungen.

Hintergrundpapier zur Position der deutschen Bundesbehörden BAuA, BfR und UBA zu Nanomaterialien und REACH

Hintergrundpapier zur Position der deutschen Bundesbehörden zu Nanomaterialien und REACH (PDF-Datei, 1 MB)
Background Paper on the Position of German Competent Authorities Nanomaterials and REACH (PDF-Datei, 2 MB)
Das Umweltbundesamt (UBA), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) haben eine gemeinsame Position zur Regulierung von Nanomaterialien unter REACH erarbeitet. Sie dient als Grundlage zur Vorbereitung fachpolitischer Entscheidungen durch die Bundesregierung und die EU-Kommission. Das Positionspapier geht auch auf den über die Nanomaterialien hinausgehenden Regulierungsbedarf in der Chemikaliensicherheit für chemische Stoffe ein, die im Lebenszyklus lungengängige und biobeständige Staubpartikel oder Fasern freisetzen.

Alle Stoffe müssen nach CLP gekennzeichnet sein

Zum 1. Dezember 2012 lief eine weitere Übergangsfrist der CLP-Verordnung für die Kennzeichnung von Stoffen ab. Stoffe, die bereits vor dem 1. Dezember 2010 mit der "alten" Kennzeichnung nach der Stoffrichtlinie 67/548/EWG in Verkehr gebracht wurden, konnten bis zum 1. Dezember 2012 mit dieser Kennzeichnung in der Lieferkette abverkauft werden, ohne dass ein Umkennzeichnen nötig war. Nach dem 1.12.2012 müssen nun auch solche Stoffe nach der CLP-Verordnung gekennzeichnet werden, wenn sie an Abnehmer abgegeben werden. Das bedeutet, dass jetzt nur noch Stoffe mit einer Kennzeichnung nach der CLP-Verordnung in Verkehr gebracht werden können.
Für Gemische, die nach der Zubereitungsrichtlinie 1999/45/EG gekennzeichnet sind, bestehen weiterhin Übergangsregelungen bis zum 1. Juni 2015.
Informationen zu den Übergangsregelungen im Hinblick auf die innerbetriebliche Kennzeichnung

Rückblick 2013: Biozid-Verfahren

ECHA veröffentlicht neues Leitliniendokument zur Bewertung von Gesundheitsrisiken im Rahmen der Biozid-Verordnung

ECHA veröffentlicht neues Leitliniendokument zur Bewertung von Gesundheitsrisiken im Rahmen der Biozid-Verordnung
Die Leitlinie wurde von der ECHA und den zuständigen Behörden auf der Grundlage der Technical Notes for Guidance (unter der vorherigen Biozidrichtlinie) und relevanter Leitliniendokumente unter REACH und CLP entwickelt. Sie gibt Hilfestellung bei der Ermittlung schädlicher Wirkungen, der Expositionsbeurteilung und der Risikobeschreibung im Hinblick auf die menschliche Gesundheit für biozide Wirkstoffe und Biozidprodukte.

Änderung der Genehmigung für den Biozid-Wirkstoff Nonansäure (PT2)

Am 24. Oktober 2013 ist eine geänderte Durchführungsverordnung für die Genehmigung des Wirkstoffs Nonansäure (Produktart 2) veröffentlicht worden. Für Biozidprodukte mit diesem Wirkstoff müssen nun bis zum 01.07.2015 Zulassungsanträge gestellt werden.
Genehmigung des Wirkstoffs Nonansäure (Produktart 2) (PDF-Datei, 711 KB)

Aufnahmeentscheidungen für Biozid-Wirkstoffe vom 24. Oktober 2013

Am 24. Oktober 2013 sind die Durchführungsverordnungen zur Genehmigung von mehreren Wirkstoffen veröffentlicht worden. Dies betrifft die Wirkstoffe Bromessigsäure (Produktart 4), Benzoesäure (Produktart 3 und 4), Kupfersulfat (Produktart 2), Aluminiumphosphid (Produktart 20), IPBC (Produktart 6), Tebuconazol (Produktart 7 und 10) und Etofenprox (Produktart 18). Für Biozidprodukte mit diesen Wirkstoffen müssen nun bis zum 01.07.2015 Zulassungsanträge gestellt werden.
Genehmigung des Wirkstoffs Bromessigsäure (Produktart 4) (PDF-Datei, 713 KB)
Genehmigung des Wirkstoffs Benzoesäure (Produktart 3 und 4) (PDF-Datei, 716 KB)
Genehmigung des Wirkstoffs Kupfersulfat (Produktart 2) (PDF-Datei, 710 KB)
Genehmigung des Wirkstoffs Aluminiumphosphid (Produktart 20) (PDF-Datei, 710 KB)
Genehmigung des Wirkstoffs IPBC (Produktart 6) (PDF-Datei, 708 KB)
Genehmigung des Wirkstoffs Tebuconazol (Produktart 7 und 10) (PDF-Datei, 712 KB)
Genehmigung des Wirkstoffs Etofenprox (Produktart 18)(PDF-Datei, 712 KB)

Aufnahmeentscheidung für den Biozid-Wirkstoff Cypermethrin (PT 8)

Am 03. Oktober 2013 ist die Durchführungsverordnung zur Genehmigung des Wirkstoffs Cypermethrin (Produktart 8, Holzschutzmittel) veröffentlicht worden. Für Biozidprodukte mit diesem Wirkstoff müssen nun bis zum 01.06.2015 Zulassungsanträge gestellt werden.
Genehmigung des Wirkstoffs Cypermethrin (Produktart 8) (PDF-Datei, 709 KB)

Aufnahmeentscheidung für den Biozid-Wirkstoff Propiconazol (PT 9)

Am 03. Oktober 2013 ist die Durchführungsverordnung zur Genehmigung des Wirkstoffs Propiconazol (Produktart 9, Schutzmittel für polymerisierte Materialien) veröffentlicht worden. Für Biozidprodukte mit diesem Wirkstoff müssen nun bis zum 01.06.2015 Zulassungsanträge gestellt werden.
Genehmigung des Wirkstoffs Propiconazol (Produktart 9) (PDF-Datei, 708 KB)

Aufnahmeentscheidung für den Biozid-Wirkstoff pulverisierter Maiskolben (PT 14)

Am 31. Juli 2013 ist für den Wirkstoff pulverisierter Maiskolben (Produktart 14, Rodentizide) die Aufnahmerichtlinie für den Anhang I und den Anhang IA der Biozid-Richtlinie veröffentlicht worden. Für Biozidprodukte mit diesem Wirkstoff müssen nun bis zum 01.02.2015 Zulassungsanträge gestellt werden.
Aufnahmeentscheidung für pulverisierten Maiskolben (PT 14) (PDF-Datei, 721 KB)

Aufnahmeentscheidung für den Biozid-Wirkstoff 1R-trans-Phenothrin (PT 18)

Am 19. Juli 2013 ist für den Wirkstoff 1R-trans-Phenothrin (Produktart 18, Insektizide) die Aufnahmerichtlinie veröffentlicht worden. Für Biozidprodukte mit diesem Wirkstoff müssen nun bis zum 01.09.2015 Zulassungsanträge gestellt werden.
Aufnahmeentscheidung für 1R-trans-Phenothrin (PT 18) (PDF-Datei, 720 KB)

Aufnahmeentscheidung

Am 22. Mai 2013 ist für den Wirkstoff Chlorfenapyr (Produktart 8, Holzschutzmittel) die Aufnahmerichtlinie veröffentlicht worden. Für Biozidprodukte mit diesem Wirkstoff müssen nun bis zum 01.05.2015 Zulassungsanträge gestellt werden.
Aufnahmeentscheidung für Chlorfenapyr (PT8) (PDF-Datei, 739 KB)

Vorläufige Zulassung für ein Produkt gegen den Eichenprozessionsspinner

Am 22. April 2013 ist für das Produkt Dipel ES in der Produktart 18 (Insektizide) eine vorläufige Zulassung als Biozid-Produkt erteilt worden. Das Produkt Dipel ES enthält den Wirkstoff Bacillus thuringiensis subsp. kurstaki Stamm ABTS-351 und kann gegen freifressende Schmetterlingsraupen (außer Eulen) wie dem Eichenprozessionsspinner eingesetzt werden. Die vorläufige Zulassung endet am 30.04.2016.
Anwendungsbestimmungen für die Verwendung von Dipel ES (PDF-Datei, 63 KB)

Aufnahmeentscheidungen

Am 21. Februar 2013 ist für den Wirkstoff Diflubenzuron (Produktart 18, Insektizid) die Aufnahmerichtlinie veröffentlicht worden. Für Biozid-Produkte mit diesem Wirkstoff müssen nun bis zum 21.02.2015 Zulassungsanträge gestellt werden. Am 22. Februar 2013 ist für den Wirkstoff ADBAC (Produktart 8, Holzschutzmittel) die Aufnahmerichtlinie veröffentlicht worden. Für Biozid-Produkte mit diesem Wirkstoff müssen nun bis zum 22.02.2015 Zulassungsanträge gestellt werden.
Aufnahmeentscheidung für Diflubenzuron (PT18) (PDF-Datei, 723 KB)
Aufnahmeentscheidung für ADBAC (PT8) (PDF-Datei, 725 KB)

Aufnahmeentscheidungen

Am 15. Februar 2013 sind für die Wirkstoffe DDAC (Produktart 8, Holzschutzmittel), Thiamethoxam (Produktart 18, Insektizid) und Pyriproxifen (Produktart 18, Insektizid) Aufnahmerichtlinien veröffentlicht worden. Für Biozid-Produkte mit diesen Wirkstoffen müssen nun bis zum 15.02.2015 Zulassungsanträge gestellt werden.
Aufnahmeentscheidung für DDAC (PT8) (PDF-Datei, 723 KB)
Aufnahmeentscheidung für Thiamethoxam (PT18) (PDF-Datei, 724 KB)
Aufnahmeentscheidung für Pyriproxifen (PT18) (PDF-Datei, 722 KB)