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Rückblick 2012: Aktuelles zu REACH, CLP und Bioziden

Dezember 2012

Die Kandidatenliste enthält 54 neue SVHC

Die Kandidatenliste enthält 54 neue SVHC
In die Kandidatenliste wurden 54 neue besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC - substances of very high concern) aufgenommen. Die Liste enthält damit insgesamt 138 SVHC, das vom Vize-Präsident der Kommission, Tajani und dem Kommissar Potočnik festgelegte Ziel, die Liste bis Ende 2012 mit 136 Stoffen zu füllen wurde damit erreicht. Die überwiegende Zahl der Stoffe (44) wurde auf Grund ihrer krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Eigenschaften (CMR) in die Kandidatenliste aufgenommen. Fünf weitere Stoffe haben PBT-Eigenschaften (persistent, bioakkumulierbar und toxisch). Die übrigen Stoffe haben nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wahrscheinlich schwerwiegende Wirkungen auf die menschliche Gesundheit oder auf die Umwelt, die ebenso besorgniserregend sind wie z. B. CMR-Stoffe. Bei diesen Stoffen handelt es sich unter anderem um endokrine Disruptoren oder Stoffe mit stark atemwegssensibilisierenden Eigenschaften.

Für die neu aufgenommenen Stoffe können unter anderem Informationspflichten entstehen: Übersicht zu Verpflichtungen bei der Aufnahme von Stoffen in die Kandidatenliste

ECHA beginnt mit der Veröffentlichung von Entscheidungen zur Überprüfung der Registrierungsdossiers

ECHA beginnt mit der Veröffentlichung von Entscheidungen zur Überprüfung der Registrierungsdossiers
Seit dem 13. Dezember stehen die Entscheidungen zur Überprüfung von Registrierungsdossiers und Versuchsvorschlägen auf der Internetseite der ECHA zur Verfügung. Die ECHA veröffentlicht die nicht vertraulichen Inhalte der Entscheidungen. Vor der Veröffentlichung nimmt die ECHA Kontakt mit den Adressaten der Entscheidung auf und informiert diese über die Inhalte, die im Internet bereitgestellt werden sollen. Die ECHA möchte die Transparenz der Prozesse zur Überprüfung von Registrierungsdossiers und Versuchsvorschlägen verbessern.

REACH-IT, ECHA-Helpdesk und REACH-CLP Helpdesk sind zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen

REACH-IT und ECHA Helpdesk sind zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen
Die ECHA erinnert, daß REACH-IT vom 21. Dezember 2012 12:00 Uhr bis 2. Januar 2013 10:00 Uhr (EET) abgeschaltet wird. Der ECHA Helpdesk ist ab dem 19. Dezember 2012 12:00 Uhr beschränkt tätig und ab dem 7. Januar 2013 09:00 Uhr (EET) wieder vollständig in Betrieb.

Der nationale REACH-CLP Helpdesk wird ab dem 7. Januar 2013 die Anfragenbearbeitung wieder aufnehmen.

November 2012

Seminare der ECHA für Antragsteller im Zulassungsverfahren

Seminare der ECHA für Antragsteller im Zulassungsverfahren
Die ECHA bietet am 11. und 12. Februar 2013 ein Seminar für Antragsteller im Zulassungsverfahren an. Präsentationen und der direkte Dialog mit den Teilnehmern sollen zu einem umfassenden Verständnis des Zulassungsverfahrens beitragen. Interessierte können sich ab dem 10. Dezember für die Teilnahme an dem Seminar bei der ECHA bewerben. Die ECHA plant, ein ähnliches Seminar im Juni 2013 durchzuführen.

Letzte REACH-IT-Aktualisierung vor der Registrierungsfrist 2013

Letzte REACH-IT-Aktualisierung vor der Registrierungsfrist 2013 (PDF-Datei, 88 KB)
In der neuen REACH-IT-Version vom 30. November 2012 wird erstmalig die Seite „Co-Registrants“ enthalten sein, über die potenzielle und bestehende Registranten direkt auf die Kontaktangaben der anderen Mitregistranten zugreifen können. Der Hauptvorteil des überarbeiteten Anfrageverfahrens besteht darin, dass die Nutzer in der Lage sein werden, direkt in REACH-IT auf die Kontaktangaben bestehender Registranten zuzugreifen, nachdem die ECHA die Identität des Stoffes geprüft hat. Mit der Veröffentlichung der aktualisierten Version wird die ECHA den Versand von Kontaktangaben auf Papier einstellen.

ECHA veröffentlicht Namen der Registranten und Registrierungsnummern!

Firmennamen und Registrierungsnummern veröffentlicht
Die ECHA hat am 29.11.2012 die Namen der Registranten und Registrierungsnummern in der öffentlich zugänglichen Datenbank der registrierten Stoffe (Dissemination Portal) veröffentlicht.
Die ECHA stellt damit Inhalte des Sicherheitsdatenblattes zur Verfügung, dies wurde schon seit langem angekündigt. Auch Ergebnisse der Bewertung von Stoffen mit sogenannten PBT - Eigenschaften oder vPvB - Eigenschaften wurden veröffentlicht. Die neuen Informationen sind mit der Suchmaske im Dissemination Portal recherchierbar, diese wurde entsprechend erweitert.

Neue Hilfestellung zur Beurteilung von Gesundheitsrisiken: ECHA veröffentlicht Practical Guide 15

ECHA veröffentlicht Practical Guide 15: "How to perform a qualitative human health assessment and report it in a Chemical Safety Report"
Die ECHA hat einen neuen Kurzleitfaden (Practical Guide 15) zur qualitativen Bewertung von Gesundheitsrisiken veröffentlicht. Der Practical Guide ist eine Hilfestellung insbesondere für Registranten, die zum 1. Juni 2013 registrieren. Für die qualitative Charakterisierung von Effekten auf die menschliche Gesundheit, für die sich keine Grenzwerte festlegen lassen, gibt der Practical Guide Hinweise zur Bewertung und zur Dokumentation im Stoffsicherheitsbericht.

Falsche Angabe des KMU-Status: ECHA entzieht Registrierungsnummern bei nicht erfolgter Zahlung der vollen Registrierungsgebühr

Falsche Angabe des KMU-Status: ECHA entzieht Registrierungsnummern bei nicht erfolgter Zahlung der vollen Registrierungsgebühr
Die ECHA hat mehrere Entscheidungen zur Feststellung der Vollständigkeit von Registrierungen und zur Vergabe von Registrierungsnummern zurückgenommen. Es handelt sich um Fälle, in denen Firmen angaben, dass sie einen Anspruch auf die Zahlung der reduzierten Registrierungsgebühr für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben. Die Unternehmen konnten nicht nachweisen, dass dieser Anspruch tatsächlich besteht und haben trotz wiederholter Aufforderungen durch die ECHA nicht die volle Registrierungsgebühr bezahlt. Die Firmen wurden von der ECHA informiert, dass ihre Registrierungsnummer nicht mehr gültig ist und auf die Möglichkeit des Widerspruchsverfahrens über die Widerspruchskammer der ECHA hingewiesen.

Registranten, die ihre Kontaktdaten in REACH-IT aktualisieren möchten, müssen dies umgehend tun

Registranten, die ihre Kontaktdaten in REACH-IT aktualisieren möchten, müssen dies umgehend tun (PDF-Datei, 122 KB)
ECHA gibt praktische Hinweise für Registranten, die ihre bestehenden Dossiers vor der Veröffentlichung ihrer Kontaktangaben auf der neuen REACH-IT Seite für Mitregistranten berichtigen möchten. Diese Berichtigungen sollten der ECHA möglichst umgehend übermittelt werden. Die nächste REACH-IT-Version wird eine neue Seite für Mitregistranten enthalten, die den Registranten direkten Zugang zu ihren Kontaktangaben bietet. Den Registranten wird deshalb empfohlen, ihre bestehenden Dossiers zu prüfen, insbesondere wenn Dritte als Vertreter (TPR) benannt wurden, diese im entsprechenden Dossier jedoch nicht durchgängig angegeben wurden.

Oktober 2012

QSAR-Toolbox Version 3.0 jetzt verfügbar

QSAR-Toolbox Version 3.0 jetzt verfügbar
Eine neue Version der OECD - QSAR Toolbox wurde veröffentlicht. Die QSAR-Toolbox unterstützt Unternehmen und Behörden bei der Verwendung von QSAR-Methodologien (QSAR: quantitative Struktur-Wirkungs-Beziehung), um chemische Stoffe in Kategorien einzuordnen, Datenlücken zu schließen durch Analogiekonzepte (read across) und Entwicklung von Prüfstrategien, um die unter REACH zu registrierenden (Öko-)Toxizitätsgefahren von chemischen Stoffen zu beurteilen.

Die QSAR-Toolbox 3.0 enthält neue Merkmale, verbesserte Suchfunktionalitäten, 22 neue mechanistische und endpunktspezifische Profiliersysteme und ein erweitertes Berichterstattungsmodul für den Umgang mit Gemischen, Tautomeren and Metaboliten.

ECHA veröffentlicht Chesar 2.1

ECHA veröffentlicht Chesar 2.1 (PDF-Datei, 48 KB)
Mit zusätzlichen neuen Funktionen bietet Chesar, das Tool der ECHA für die Stoffsicherheitsbeurteilung und -berichterstattung, noch bessere Unterstützung bei der Erstellung von Stoffsicherheitsberichten. Nach den Beurteilungstools für Umwelt und Arbeitnehmer wurde nun erstmals auch ein Expositionsabschätzungstool für Verbraucher integriert. Die ECHA empfiehlt Registranten, Chesar 2.1 zur Erstellung oder Aktualisierung ihrer Registrierungsdossiers zu verwenden.

ECHA gibt Planentwurf zur Stoffbewertung für den Zeitraum 2013-2015 bekannt - Aktualisierung des fortlaufenden Aktionsplans der Gemeinschaft (CoRAP)

ECHA gibt Planentwurf zur Stoffbewertung für den Zeitraum 2013-2015 bekannt - Aktualisierung des fortlaufenden Aktionsplans der Gemeinschaft (CoRAP) (PDF-Datei, 57 KB)
Die ECHA hat einen Vorschlag zur Aktualisierung des fortlaufenden Aktionsplans der Gemeinschaft (CoRAP) für den Zeitraum 2013-2015 (PDF-Datei, 184 KB) ausgearbeitet. Der Planentwurf enthält 116 Stoffe, die von den Mitgliedstaaten nach dem Verfahren der Stoffbewertung der REACH-Verordnung überprüft werden sollen. Die Aktualisierungsliste des Planentwurfs enthält 63 neu ausgewählte sowie 53 Stoffe aus dem ersten, am 29. Februar 2012 veröffentlichten Plan. Diese Stoffe werden in den Jahren 2013, 2014 und 2015 einer Bewertung unterzogen. Die ECHA veröffentlicht nun eine für die Öffentlichkeit bestimmte Version des Planentwurfs, in der die nicht vertraulichen Stoffbezeichnungen, CAS- und EG-Nummern, das vorläufige Bewertungsjahr und die Kontaktangaben des vorgeschlagenen bewertenden Mitgliedstaats enthalten sind.

Aktuelles öffentliches Konsultationsverfahren zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung

Aktuelles öffentliches Konsultationsverfahren zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung
Bevor ein Vorschlag zur Harmonisierung der Einstufung und Kennzeichnung eines Stoffes (CLH-Vorschlag) im Ausschuss für Risikobewertung (RAC) beraten wird, wird das entsprechende CLH-Dossier von der ECHA veröffentlicht (PC, public consultation). In diesem öffentlichen Konsultationsverfahren können von allen interessierten Kreisen innerhalb einer Frist von 45 Tagen Kommentare und vor Allem ergänzende Informationen in den Prozess eingespeist werden. Ein Webformular für die Einreichung von Kommentaren und weitere Informationen zum Vorschlag finden sich auf der Internetseite der ECHA.

Veröffentlichung neuer Statistiken zur REACH-Registrierung

Veröffentlichung neuer Statistiken zur REACH-Registrierung (PDF-Datei, 51 KB)
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) veröffentlicht derzeit ausführliche Statistiken zu Herkunft und Arten der REACH-Registrierungsdossiers und der registrierten Stoffe. Die neuen Statistiken zu REACH-Registrierungen umfassen verschiedene Aufschlüsselungen des Gesamtumfangs der Registrierungen, die zwischen Juni 2008 und 31. August 2012 eingingen. Der Gesamtumfang der Registrierungen beinhaltet zudem Meldungen von Stoffen, die gemäß den früheren europäischen Rechtsvorschriften (NONS) eingereicht wurden und für die eine Registrierung gemäß REACH als erforderlich erachtet wird.

September 2012

Neue Informationen der ECHA zu Fetten, Ölen und Wachsen im Anhang V der REACH-Verordnung

Entwurfsfassung des überarbeiteten Leitfadens zum Anhang V der REACH-Verordnug (PDF-Datei, 272 KB)
Auf der Internetseite der ECHA steht die Entwurfsfassung des überarbeiteten Leitfadens zum Anhang V der REACH-Verordnung zur Verfügung. Der Entwurf enhält Klarstellungen zur Ausnahme von der Registrierungspflicht bei Fetten/Ölen und Wachsen aus gentechnisch veränderten Pflanzen. Zu diesem Thema wurde von der ECHA im April 2012 ein Workshop durchgeführt. Die Zusammenfassung des Workshops und ein Expertenbericht wurden auf der Internetseite der ECHA veröffentlicht.

Workshop der ECHA im April 2012 zu diesem Thema
Workshop Summary Report (PDF-Datei, 124 KB)
Report of the status of industrial vegetable oils from genetically modified plants (PDF-datei, 984 KB)

REACH baseline study - 5 Jahre REACH veröffentlicht

REACH baseline study - 5 Jahre REACH veröffentlicht
Auf der Internetseite der Kommission wurde die Studie "The REACH baseline study - 5 years update" veröffentlicht. Die Studie macht Aussagen dazu, wie innerhalb der letzten 5 Jahre die Ziele der REACH-Verordnung, in Bezug auf die Verbesserung der Qualität öffentlich verfügbarer Daten für die Bewertung von Chemikalien und Verringerung der Risiken für den Menschen und die Umwelt erreicht wurden. Die Studie ist Bestandteil des "REACH-review" - Prozesses (Überprüfung der REACH-Verordnung). Die Veröffentlichung des Berichts der Kommission zum REACH-review wird im Herbst 2012 erwartet.

ECHA setzt Schwerpunkte bei der Überprüfung der Registrierungsdossiers auf Erfüllung der Anforderungen (compliance check)

ECHA setzt Schwerpunkte bei der Überprüfung der Registrierungsdossiers auf Erfüllung der Anforderungen (compliance check) (PDF-Datei, 56 KB)
Die ECHA führt eine neue Strategie für die gezielte Identifizierung von Dossiers für den compliance check ein. Sie legt den Schwerpunkt auf bestimmte als "areas of concern" bezeichnete Endpunkte, die in den Registrierungen als besonders sicherheitsrelevant gelten.

Dazu gehören insbesondere persistente, bioakkumulierbare und toxische (PBT), krebserzeugende, erbgutverändernde und fortpflanzungsgefährdende (CMR) oder sensibilisierende Stoffeigenschaften. Die ECHA will anhand von elektronischen Filterfunktionen und Expertenwissen die Registrierungen sichten und Dossiers für den compliance check auswählen. So sollen Dossiers, die nicht den Anforderungen der REACH-Verordnung entsprechen, möglichst gezielt und sicher für eine Überprüfung identifiziert werden.

Prüfung auf Erfüllung der Anforderungen
Q&A on targeted compliance checks

ECHA fordert Registranten von Zwischenprodukten zur Verbesserung der Dossierqualität auf

ECHA fordert Registranten von Zwischenprodukten zur Verbesserung der Dossierqualität auf (PDF-Datei, 52 KB)
Die ECHA hat anhand von Filterfunktionen alle Registrierungsdossiers zu Zwischenprodukten gesichtet und dabei starke Defizite bei der Dossierqualität festgestellt. Eine große Anzahl von Registranten wurde direkt über das REACH-IT System informiert und aufgefordert, ihre Dossiers zu überprüfen und gegebenenfalls mit den berichtigten Informationen innerhalb der nächsten drei Monate zu aktualisieren. Nach Ablauf dieser Frist plant die ECHA, diese Dossiers nochmals zu sichten und diejenigen Registrierungen zu identifizieren, die Gegenstand weiterer Maßnahmen sind.

Änderungen des Anhangs XVII veröffentlicht

Die Beschränkungen des Anhangs XVII der REACH-Verordnung wurden geändert: Zu den Stoffen Cadmium, Blei, Quecksilber und Phenylquecksilberverbindungen wurden im Amtsblatt der EU aktuelle Beschränkungen veröffentlicht:

Verordnung (EU) Nr. 835/2012 (PDF-Datei, 710 KB)
vom 18. September 2012 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 hinsichtlich Anhang XVII (Cadmium)

Verordnung (EU) Nr. 836/2012 (PDF-Datei, 713 KB)
vom 18. September 2012 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 hinsichtlich Anhang XVII (Blei)

Verordnung (EU) Nr. 847/2012 (PDF-Datei, 719 KB)
vom 19. September 2012 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 hinsichtlich Anhang XVII (Quecksilber)

Verordnung (EU) Nr. 848/2012 (PDF-Datei, 713 KB)
vom 19. September 2012 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 hinsichtlich Anhang XVII (Phenylquecksilberverbindungen)

Quelle: „© Europäische Gemeinschaften, http://eur-lex.europa.eu/“.
„Verbindlich ist ausschließlich das in den gedruckten Ausgaben des Amtsblattes der Europäischen Union veröffentlichte Gemeinschaftsrecht.“

Fragen und Antworten zu den Beschränkungen des Anhangs XVII der REACH-Verordnung in deutscher Sprache veröffentlicht

Fragen und Antworten zu den Beschränkungen des Anhangs XVII der REACH-Verordnung in deutscher Sprache veröffentlicht (PDF-Datei, 142 KB)
Auf der Internetseite des REACH-CLP Helpdesk wurde eine Übersetzung des englischsprachigen Dokumentes mit Fragen und Antworten zum Anhang XVII der REACH-Verordnung veröffentlicht.

Die vorherigen Versionen dieses Dokuments waren auf der Internetseite der Kommission verfügbar, seit Juli 2012 ist dieses Dokument auf der Internetseite der ECHA abrufbar: Questions and Answers Implementation of Annex XVII to REACH on the restrictions on the manufacturing, placing on the market and use of certain dangerous substances, mixtures and articles (PDF-Datei, 240 KB).

Bei der Übersetzung handelt es sich um die aktuellste Version der Fragen/Antworten. Insbesondere die Antwort zur Beschränkung des Stoffes MDI wurde im Hinblick auf die Stoffidentität und die von der Beschränkung erfassten Stoffe und Gemische aktualisiert.

ECHA hat das Konsultationsverfahren nach Artikel 59 der REACH Verordnung für weitere 54 potentielle SVHC Stoffe gestartet

ECHA hat das Konsultationsverfahren nach Artikel 59 der REACH Verordnung für weitere 54 potentielle SVHC Stoffe gestartet
Für 54 chemische Stoffe, die als besonders besorgniserregend (SVHC) in die Kandidatenliste aufgenommen werden sollen, hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) die öffentliche Kommentierung gestartet. Die Europäische Kommission hatte die ECHA kurzfristig beauftragt, für 37 Stoffe ein Begründungsdossier zu erstellen, um ihr langfristiges Ziel zu erreichen, bis Ende 2012 mindestens 136 SVHC ermittelt zu haben. Die restlichen Stoffe sind von Deutschland (8), Österreich, den Niederlanden, UK, Schweden und der Slowakei eingereicht worden.

Die Agentur fordert alle interessierten Kreise auf, bis zum 18. Oktober 2012 Bemerkungen zu den Stoffen abzugeben. Die eingegangenen Bermerkungen werden bei der Entscheidung zur Aufnahme in die Kandidatenliste berücksichtigt. Das online Kommentierungsformular und weitere Informationen finden Sie auf der ECHA Webseite.

August 2012

Kurzinfo der deutschen nationalen Auskunftsstelle zur „Charakterisierung von Nanomaterialien“

Kurzinfo der deutschen nationalen Auskunftsstelle zur „Charakterisierung von Nanomaterialien“ (PDF-Datei, 625 KB)
Diese Kurzinfo soll eine Hilfestellung für Unternehmen sein, die Nanomaterialien registrieren möchten. Die Broschüre geht auf die besondere Situation ein, dass Nanomaterialien zurzeit nicht explizit unter der REACH-Verordnung geregelt sind und somit auch keine spezifischen Anforderungen an die Dossiers gestellt werden. Es soll vermittelt werden, welche Informationen insbesondere in Bezug auf die Charakterisierung von Nanomaterialien in einem Registrierungsdossier enthalten sein sollten.

Diese Kurzinfo liegt auch in englischer Sprache vor:
Link zum Volltext der englischen Fassung: "Characterisation of nanomaterials" (PDF-Datei, 80 KB)

Juli 2012

Version 1.1 der Praxisanleitung "Meldung von Stoffen zur Aufnahme in das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis" in Deutscher Sprache veröffentlicht

Version 1.1 der Praxisanleitungen 7 "Meldung von Stoffen zur Aufnahme in das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis" in Deutscher Sprache veröffentlicht (PDF-Datei, 264 KB)
Nachdem von der ECHA eine überarbeitet Version 1.1 dieser Praxisanleitung im Juni veröffentlicht wurde, ist dieses Dokument auch in allen 22 Amtssprachen auf der Internetseite der ECHA verfügbar. Unter anderem enthält die Praxisanleitung neue Informationen über die Durchführung der Meldung durch Dritte beziehungsweise durch Alleinvertreter. Die Pflicht zur Meldung innerhalb eines Monats nach dem erstmaligen Inverkehrbringen in das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis besteht weiterhin. Informationen zu diesem Thema finden sich auf der Internetseite des REACH-CLP Helpdesk.

Praxisanleitungen 14 "How to prepare toxicological summaries in IUCLID and how to derive DNELs" von der ECHA veröffentlicht

Practical guide 14 "How to prepare toxicological summaries in IUCLID and how to derive DNELs
Diese Anleitung unterstützt den Registranten bei der korrekten Zusammenfassung der toxikologischen Informationen im Kapitel 7 des IUCLID. Es wird sowohl auf die Studienzusammenfassung als auch auf die Endpunktzusammenfassung eingegangen. Ziel dieses Leitfadens ist es, den Registranten auf die Registrierungsfrist 2013 vorzubereiten und ihn anzuleiten, wie er die Gesamtqualität der Information in der Stoffsicherheitsbewertung bereits vorhandener Dossiers verbessern kann.

Neue REACH-IT Version ist online

Neue REACH-IT Version ist online (PDF-Datei, 56 KB)
Die neue REACH-IT Version 2.4.0 steht auf der Webseite der ECHA zur Verfügung. Diese Version akzeptiert nur noch IUCLID-5.4 Dossiers.

Öffentliche Konsultation über die Aufnahme neuer Stoffe in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe

Öffentliche Konsultation über die Aufnahme neuer Stoffe in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe (PDF-Datei, 84 KB)
Die ECHA startet eine öffentliche Konsultation über ihren Empfehlungsentwurf zur Aufnahme zehn neuer priorisierter Stoffe in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe. Die Frist für interessierte Kreise zur Einreichung von Kommentaren ist der 19. September 2012.

Juni 2012

ECHA veröffentlicht Praxisanleitung für nachgeschaltete Anwender und Expositionsszenarien

ECHA veröffentlicht Praxisanleitung - Practical Guide 13: How downstream users can handle exposure scenarios
Dieser Leitfaden unterstüzt nachgeschaltete Anwender bei der Erfüllung ihre Verpflichtungen im Zusammenhang mit Expositionsszenarien. Er enthält praktische Ratschläge wie geprüft werden kann, ob die betrieblichen Verwendungsbedingungen durch die in einem Expositionsszenarium beschriebenen Bedingungen abgedeckt sind und welche Maßnahmen ein nachgeschalteter Anwender bei Abweichungen ergreifen kann. Der Leitfaden wird zukünftig auch in deutscher Sprache zur Verfügung stehen.

Dreizehn neue Stoffe mit besonders besorgniserregenden Eigenschaften (SVHC) auf der Kandidatenliste

ECHA veröffentlicht dreizehn neue Stoffe mit besonders besorgniserregenden Eigenschaften (SVHC) auf der Kandidatenliste
Seit dem 18. Juni 2012 enthält die Kandidatenliste 13 neue Stoffe mit besonders besorgniserregenden Eigenschaften. Dabei handelt es sich um Stoffe, die krebserzeugend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend eingestuft sind. Vier der dreizehn Stoffe wurden unter der Voraussetzung als SVHCs identifiziert, dass sie bestimmte krebserzeugende Bestandteile in einer Konzentration enthalten, die zur Einstufung des Stoffes als krebserzeugend führen. Die Kandidatenliste umfasst nunmehr 84 Stoffe.

Im Zuge der Aktualisierung der Kandidatenliste erfolgte auch die Anpassung der Einträge für feuerfeste Aluminiumsilikat-Keramikasern (Al-RCF) und feuerfeste Zirkoniumdioxidaluminiumsilikat-Keramikfasern (ZrAl-RCF), die seit Januar 2010 und Dezember 2011 auf der Kandidatenliste stehen. Es gibt jeweils nur noch einen Eintrag für Al-RCF und für ZrAl-RCF. Für Firmen, die ihre gesetzliche Verpflichtung zur Meldung von SVHCs in Erzeugnissen aus den Einträgen von 2010 erfüllt haben, bedeutet dies keine zusätzlichen Aktivitäten, denn die ECHA passt ihre Meldungen an die konsolidierten Einträge an.

Die Aufnahme der dreizehn neuen Stoffe in die Kandidatenliste kann für Firmen gesetzliche Verpflichtungen mit sich bringen, die für gelistete Stoffe als solche, in Gemischen oder in Erzeugnissen gelten können. Hersteller und Importeure von Erzeugnissen haben sechs Monate Zeit, um die ECHA bis zum 17. Dezember 2012 in Kenntnis zu setzen, wenn die zwei folgenden Bedingungen zutreffen:

  • der Stoff ist in diesen Erzeugnissen in Mengen von über einer Tonne pro Hersteller oder Importeur pro Jahr enthalten, und
  • der Stoff ist in diesen Erzeugnissen in einer Konzentration von über 0,1 Massenprozent enthalten.

Ausnahmen gibt es von der Meldepflicht, wenn der Stoff bereits für die Verwendung registriert ist oder wenn Exposition ausgeschlossen werden kann.  

Auf der ECHA-Webseite sind Informationen über die Meldung von Stoffen in Erzeugnissen und entsprechende Melde-Tools sowie Hinweise zur Erstellung und Einreichung eines Meldedossiers verfügbar.

Echa veröffentlicht Chesar 2.0

Echa veröffentlicht Chesar 2.0
Die Version 2.0 des Chemical Safety Assessment and Reporting Tool (Chesar) ist verfügbar. Das Werkzeug Chesar ermöglicht Registranten strukturierte und einheitliche Stoffsicherheitsbeurteilungen erfolgreich und effizient durchzuführen. Chesar 2.0 enthält gegenüber früheren Versionen eine Reihe von Verbesserungen, die zu einer leichteren Nutzung beitragen.

Weitere Informationen und eine Möglichkeit zum Herunterladen des Programms finden sich auf der ebenfalls überarbeiteten Chesar Internetseite. Vorträge und eine Demonstration zur Nutzung sind in der Form von Webinaren auf der Internetseite der ECHA abgelegt.

Bericht der EU-Kommission zur Überprüfung der REACH-Verordnung (REACH Review) ist auf dem Weg

Die REACH-Verordnung ist bereits seit fünf Jahren in Kraft und wird zu einer Reihe von Schwerpunkten (z.B. Funktion der ECHA, Anwendungsbereich der Verordung, Erfahrungen nach dem Inkrafttreten) überprüft. Die Kommission erstellt einen Bericht, der unter anderem die Ergebnisse von thematischen Studien, die von der Kommission in Auftrag gegeben wurden, zusammenfasst.

Die Kommission hat die Fertigstellung des Berichtes, für den die Veröffentlichung bereits vorgesehen war, auf den Weg gebracht. Die Analyse der umfangreichen und komplexen Informationen ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Informationen zum Hintergrund und Fortgang des REACH-Reviews gibt es auf der Internetseite der EU-Kommission.

Fünf neue besonders besorgniserregende Stoffe (SVHCs) für die Kandidatenliste identifiziert

Fünf neue besonders besorgniserregende Stoffe (SVHCs) für die Kandidatenliste identifiziert (PDF-Datei, 72 KB)
Durch den Ausschuss der Mitgliedstaaten (MSC) sind fünf neue SVHC identifiziert worden: Es handelt sich um die Farbstoffe C.I. Basic Violet 3, C.I.Basic Blue 26, C.I. Solvent Blue 4 and 4,4'- bis(dimethylamino)-4''-(methylamino)trityl alcohol. Diese werden nur als SVHC identifiziert, wenn die Konzentrationen der Verunreinigungen Michlers Keton oder Michlers Base gleich oder größer 0,1 % ist. Ausserdem wurde der Stoff Dibortrioxid identifiziert. Die fünf neuen SVHC werden zusammen mit acht weiteren Stoffen, für die keine Beteiligung des Ausschusses der Mitgliedstaaten notwendig war, bei der nächsten Aktualisierung in die Kandidatenliste aufgenommen.

ECHA erweitert Unterstützung für nachgeschaltete Anwender

ECHA erweitert Unterstützung für nachgeschaltete Anwender
Die ECHA stellt ein Online-Formular zur Verfügung, um nachgeschaltete Anwender beim Erfüllen ihrer Pflichten unter REACH zu unterstützen. Mit Hilfe dieses Online-Formulars können nachgeschaltete Anwender ihre Verwendung des registrierten Stoffes, falls dies nicht durch ein Expositionsszenarium ihres Lieferanten abgedeckt wurde, auf leichtere Weise der ECHA melden.

Dieses Formular ersetzt die vormals IUCLID-basierte Berichterstattung. Voraussetzung ist eine REACH-IT-Zugangsberechtigung.

Downstream User Report

REACH 2013 Kampagne der ECHA - erwartete Registrierungen veröffentlicht

REACH 2013 Kampagne der ECHA - erwartete Registrierungen veröffentlicht
Eine Liste von Stoffen, für die Registrierungsabsichten im Jahr 2013 bestehen, ist auf der Internetseite der ECHA verfügbar. Anhand dieser Liste können Firmen prüfen, für welche Stoffe von den Herstellern oder Importeuren geplant ist, eine Registrierung im Jahr 2013 durchzuführen und für welche Stoffe schon ein federführender Registrant existiert.

Die Agentur weist darauf hin, dass diese Liste nicht die Stoffe enthält, die bereits 2010 registriert wurden. Diese Stoffe befinden sich in der Liste registrierter Stoffe.

IUCLID 5.4 steht jetzt zum Download bereit

IUCLID 5.4 steht jetzt zum Download bereit
IUCLID 5.4 enthält zusätzliche Abschnitte, die eine besser strukturierte, transparente und durchsuchbare Beschreibung der Informationen über die Herstellungs-/Verwendungsbedingungen, Expositionsbeurteilung (einschließlich der Bedingungen für die sichere Verwendung) und der Risikobeschreibung erlauben.

Mai 2012

ECHA veröffentlicht schrittweise Information zu Stoffen, die nach der Richtlinie 67/548/EEC angemeldet wurden und unter REACH als registriert gelten

ECHA veröffentlicht schrittweise Information zu Stoffen, die nach der Richtlinie 67/548/EEC angemeldet wurden und unter REACH als registriert gelten
Seit Mai 2012 hat die ECHA damit begonnen, Informationen aus dem Meldeverfahren für Neustoffe (Notification of New Substances NONS), in ihre Datenbank der registrierten Stoffe einzupflegen und auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.

Veröffentlichung von Informationen über Neustoffe (Notifcation of New Substances)

CLP-Meldungen durch Alleinvertreter

CLP-Meldungen durch Alleinvertreter
Die ECHA akzeptiert Gruppen-Meldungen in das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis von Firmen, die nicht selbst Hersteller oder Importeure sind. Die Europäische Kommission hat festgestellt, dass die ECHA Dritten erlauben kann, CLP-Meldungen nach Artikel 40 der CLP-Verordnung vorzunehmen. Das betrifft z. B. Alleinvertreter, die im Rahmen der REACH-Verordnung bestellt wurden. Diese Vorgehensweise ist aber nur möglich, solange die Importeure verantwortlich für die Meldung bleiben und das Verfahren durch die Vollzugsbehörden nachvollziehbar ist.

Neue öffentliche Konsultation zu Vorschlägen für die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung

Neue öffentliche Konsultation zu Vorschlägen für die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung
Die ECHA lädt alle interessierten Kreise zur Kommentierung von fünf neuen Vorschlägen für die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung ein. Es handelt sich um Vorschläge für vier Pestizide und ein Flammschutzmittel: Isoxaflutole, Tembotrione, Metosulam, Kaliumsorbat und Tetrakis(2,6-dimethylphenyl)-m-phenylene biphosphate. Eine Kommentierung in der öffentlichen Konsultation ist für 45 Tage bis zum 28. Juni 2012 möglich. Informationen und eine Formular zur Abgabe von Kommentaren stehen auf der Internetseite der ECHA zur Verfügung.

Webinar der ECHA am 11. Juni 2012: KMU und REACH

Die ECHA kündigt ein Webinar für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) an. Im Überblick werden die KMU-Definition und Erleichterungen, die KMU im Hinblick auf REACH in Anspruch nehmen können, dargestellt. Das Webinar beschreibt die Bestätigung des KMU-Status von Registranten und bietet eine Einführung für KMU in die relevanten IT-Werkzeuge bei der Erstellung der Registrierungsdossiers.
Link zur Registrierung für das Webinar

April 2012

Chesar 2.0 soll im Juni 2012 veröffentlicht werden

Chesar 2.0 to be released in June 2012
Ein weiteres Update, welches mit der Veröffentlichung der neuen IT-Tools von der ECHA angekündigt wird, ist die neue Version Chesar 2.0 im Juni 2012. Die neue Chesar-Version wird zur Erstellung der Risikobewertung und des Stoffsicherheitsberichts (Erstellung der Kapitel 9 und 10) dann IUCLID 5.4 Datensätze benötigen. Weitere Versionsreleases werden angekündigt.

Chesar ist ein Hilfsmittel, das Unternehmen für ihre Stoffsicherheitsbeurteilungen (CSA) und Stoffsicherheitsberichte (CSR) einsetzen können, die nach der REACH-Verordnung für Stoffe erstellt werden müssen, die in Mengen von mehr als 10 Tonnen pro Jahr hergestellt bzw. eingeführt werden.

ECHA aktualisiert REACH-IT und IUCLID 5

ECHA aktualisiert REACH-IT und IUCLID 5 (PDF-Datei, 48 KB)
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) gibt Ende Mai 2012 eine neue Version von IUCLID 5 und danach eine neue Version von REACH-IT heraus.

Die Änderungen in der neuen Version IUCLID 5.4 betreffen hauptsächlich die Art, wie bestimmte Stoffinformationen im Stoffsicherheitsbericht (CSR) angegeben werden. Ferner werden bestimmte Informationen aus dem Sicherheitsdatenblatt (SDB) öffentlich zugänglich gemacht. Als Fortsetzung der IUCLID-5-Aktualisierung wird im Sommer eine neue Version von REACH-IT herausgegeben.

Die neue Version von REACH-IT wird nur IUCLID-5.4-Dossiers akzeptieren!

März 2012

QSAR-Toolbox Version 2.3 jetzt verfügbar

Die Version 2.3 der QSAR-Toolbox der OECD für die Einordnung chemischer Stoffe in Kategorien kann jetzt heruntergeladen werden
Eine neue Version der OECD - QSAR Toolbox wurde veröffentlicht. Die QSAR Toolbox dient der Generierung von Stoffdaten anhand von Strukturmerkmalen und wird als frei zugängliche Software in einem gemeinsamen Projekt der OECD und ECHA angeboten. Durch die Nutzung von QSAR-Methoden können gegebenenfalls Datenlücken geschlossen und Versuche vermieden werden.

Version 2.3 enthält verbesserte Funktionen und neue Daten zum Metabolismus und der Hydrolyse. Die neue Version unterstützt die Einbindung des Webdienstes von IUCLID 5.3 für den Import und Export von Daten.

Webinar für SIEF Mitglieder: Stoffidentität und Datenteilung

Webinare der ECHA
Die ECHA bietet ein Webinar für potentielle Registranten an. Es handelt sich um eine Einführung in die Arbeitsabläufe des SIEF mit den Schwerpunkten Datenteilung, Stoffidentität und ähnlichem Kommunikationsbedarf im SIEF. Das Webinar findet am 27. März 2012 statt.

ECHA veröffentlicht Informationen zu Verbrauchererzeugnissen, die besonders besorgniserregende Stoffe enthalten (SVHCs)

ECHA veröffentlicht Informationen zu Verbrauchererzeugnissen, die besonders besorgniserregende Stoffe enthalten
Die ECHA hat am 5. März 2012 erstmals Informationen zu Erzeugnissen veröffentlicht, die sich auf dem EU-Markt befinden und Stoffe der Kandidatenliste enthalten. Die Daten beruhen auf Angaben der Industrie, die sie im Rahmen ihrer Registrierungs- und Meldepflicht an die ECHA übermittelt haben.

Daten über Kandidatenstoffe in Erzeugnissen
Diese Informationen werden alle sechs Monate aktualisiert. Der Verbraucher soll Erkenntnisse über die mögliche Anwesenheit gefährlicher Stoffe in bestimmten Gebrauchsgegenständen gewinnen. Mit dieser Veröffentlichung möchte die ECHA auch alle Hersteller und Importeure an ihre gesetzlichen Pflichten zur Meldung von Stoffen der Kandidatenliste in ihren Erzeugnissen erinnern.

Die Listen sind nicht abschließend!
Es muss beachtet werden, dass nicht alle Arten eines hier genannten Erzeugnisses den SVHC-Stoff enthalten müssen, aber es durchaus können. Das Nichtfinden eines bestimmten Erzeugnisses in der Liste bedeutet dagegen nicht, dass darin kein SVHC-Stoff enthalten sein könnte.

Februar 2012

Änderung des Anhangs XIV der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 veröffentlicht

Verordnung (EU) Nr. 125/2012 (PDF-Datei, 725 KB)
vom 14. Februar 2012 zur Änderung des Anhangs XIV der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) ist veröffentlicht.

Es sind 8 weitere Stoffe zum Anhang XIV hinzugefügt worden:
Diisobutylphthalat (DIBP), Diarsentrioxid, Diarsenpentaoxid, Bleichromat, Bleisulfochromatgelb (C.I. Pigment Yellow 34), Bleichromatmolybdatsulfatrot (C. I. Pigment Red 104), Tris(2-chlorethyl)phosphat (TCEP) und 2,4-Dinitrotoluol (2,4-DNT).

Quelle: „© Europäische Gemeinschaften, http://eur-lex.europa.eu/“.
„Verbindlich ist ausschließlich das in den gedruckten Ausgaben des Amtsblattes der Europäischen Union veröffentlichte Gemeinschaftsrecht.“

ECHA Datenbank "Classification and Labelling Inventory of chemicals on the EU market"

ECHA Pressemitteilung vom 13.02.2012
Die ECHA informiert, dass das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis veröffentlicht ist. Die Informationen im Verzeichnis wurden im Rahmen der CLP-Verordnung und in den REACH-Registrierungen von Herstellern und Importeuren gemeldet.

Das neue Portal der ECHA Datenbank "Classification and Labelling Inventory of chemicals on the EU market" ist auf der Internetseite der ECHA verfügbar.

ECHA veröffentlicht Liste mit 2300 Stoffen, für die 2013 Registrierungsabsichten bestehen

ECHA veröffentlicht Liste mit 2300 Stoffen, für die 2013 Registrierungsabsichten bestehen
Anhand einer Umfrage an Vorregistranten hat sich die ECHA Ende 2011 einen Überblick verschafft, welche Stoffe zur Frist 31. May 2013 voraussichtlich zum ersten mal registriert werden. Die ECHA hat die vorläufigen Ergebnisse dieser Umfrage veröffentlicht, diese Liste wird monatlich aktualisiert. Die ECHA bittet alle potentiellen Registranten für die Frist 2013, die ihren Stoff noch nicht auf dieser Liste und auch nicht im Verzeichnis der bereits registrierten Stoffe finden können, die von der ECHA Ende 2011 versandte Umfrage zu beantworten. Für zwei drittel der 2300 Stoffe haben sich bereits Federführende Registranten bei der ECHA gemeldet. Die ECHA bittet die Federführenden Registranten um ihre Zustimmung, deren Namen veröffentlichen zu dürfen, was die Kommunikation der SIEF-Teilnehmer erleichtert.

Substances identified by industry to be registered by 31 May 2013

EU-Kommission veröffentlicht Änderung des Anhangs XVII

Verordnung (EU) Nr. 109/2012 (PDF-Datei, 1 MB)
vom 09. Februar 2012 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 in Bezug auf Anhang XVII (CMR-Stoffe)

Quelle: „© Europäische Gemeinschaften, http://eur-lex.europa.eu/“.
„Verbindlich ist ausschließlich das in den gedruckten Ausgaben des Amtsblattes der Europäischen Union veröffentlichte Gemeinschaftsrecht.“

Die Europäische Kommission hat eine Änderung des Anhangs XVII im Amtsblatt der Europäischen Union zu Beschränkungen für Stoffe, die als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend (CMR) eingestuft sind, veröffentlicht.

Die Verordnung gilt ab 1. Juni 2012.

Sichere Verwendung von Chemikalien durch Verbraucher

Communication on the safe use of chemicals
Die ECHA hat eine Studie zur Kommunikation von Informationen für die sicheren Verwendung von Chemikalien (PDF-Datei, 496 KB) vorgelegt. Grundlage für die Erstellung der Studie ist Artikel 34 der CLP-Verordnung. Die Studie enthält vorläufige Ergebnisse zur Bekanntheit der Kennzeichnungselemente in der breiten Öffentlichkeit und deren Wahrnehmung im Alltag. In der Studie werden Empfehlungen gegeben, wie Informationen zur sicheren Verwendung von Chemikalien stärker ins Bewusstsein der Verbraucher gelangen können.

Alleinvertreter können Zulassungsanträge einreichen

Anleitung für die Erstellung von Zulassungsanträgen
Im Dezember 2011 wurde die ECHA über die Meinung der Kommission informiert, dass auch ein Alleinvertreter eines Nicht-EU-Herstellers einen Antrag auf Zulassung stellen kann. Deshalb hat die ECHA ihre Internet-Formulare aktualisiert, um Alleinvertretern die Einreichung von Anträgen zu ermöglichen. Langfristig entwickelt die ECHA entsprechende Funktionen in REACH-IT.
Das "Data Submission Manual Part 22 - How to Prepare and Submit an Application for Authorisation using IUCLID 5" wird angepasst und im Sommer 2012 zusammen mit einer neuen IUCLID-Version veröffentlicht.

Januar 2012

Das öffentliche Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis steht bald zur Verfügung

ECHA E-News vom 18.01.2012
Die ECHA hat informiert, dass das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis mit Informationen zur Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen bald veröffentlicht wird. Die Informationen im Verzeichnis wurden im Rahmen der CLP-Verordnung und in den REACH-Registrierungen von Herstellern und Importeuren gemeldet. Das neue Portal auf der Internetseite der ECHA soll Mitte Februar verfügbar sein.

Konferenz zum Vollzug unter REACH und CLP am 1. März in Brüssel

ECHA E-News vom 18.01.2012
Die von der EU-Kommission organisierte Konferenz wendet sich an Behörden und Stakeholder aus allen REACH- und CLP-Bereichen. Sie beleuchtet die Vollzugspraxis und zeigt Beispiele aus der Perspektive sowohl der zuständigen nationalen Behörden als auch der Stakeholder auf. Mitglieder des Forums und der ECHA stellen ihre Aktivitäten vor. Die Anmeldefrist ist der 15. Februar 2012.

Neue Stoffe im öffentlichen Verzeichnis der Absichtserklärungen (Registry of Intentions, ROI): Identifizierung als besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) und harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung

ECHA E-News vom 18.01.2012
Die Webseite der ECHA enthält ein öffentliches Verzeichnis der Absichtserklärungen (Registry of Intentions). Hier können sich interessierte Kreise über die Stoffe informieren, für die die Behörden die Einreichung eines Dossiers nach Anhang XV beabsichtigen.

Das ROI zu SVHC enthält drei neue Absichtserklärungen die am 18 Januar 2012 aufgenommen wurden:
Di-n-pentylphthalat; 1,2-Dimethoxyethan (Ethylenglycoldimethylether, EGDME) und 1,2-Bis(2-methoxyethoxy)ethan (TEGDME, triglyme).

Das ROI zur Harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung enthält fünf neue Absichtserklärungen die am 18 Januar 2012 aufgenommen wurden::
Linalool; Hydroxymethylpentylcyclohexencarboxaldehyd; Hexylsalicylat; Cinnamylalkohol und Cumarin.

Die ECHA aktualisiert die Kandidatenliste durch 20 neue besonders besorgniserregende Stoffe

Die ECHA hat die Kandidatenliste am 19.12.2011 durch zwanzig Stoffe ergänzt.
Die Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHC) enthält inzwischen 73 Stoffe. Neunzehn der neu aufgenommenen Stoffe haben krebserregende und/oder fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften. Erstmals wurde ein Stoff (4-tert-Octylphenol) wegen seiner endokrinen Eigenschaften als SVHC identifiziert, die aufgrund ihrer wahrscheinlich schwerwiegenden Wirkungen auf die Umwelt ebenso besorgniserregend sind. Aus der Aufnahme der Stoffe in die Kandidatenliste können sich gesetzliche Verpflichtungen ergeben. Dazu gehören die Informationspflichten in der Lieferkette und an Endverbraucher nach Artikel 33 oder Meldepflichten von Stoffen in Erzeugnissen an die ECHA.

Hersteller und Importeure von Erzeugnissen haben sechs Monate Zeit, um die ECHA bis zum 19. Juni 2012 in Kenntnis zu setzen, wenn unter anderem die zwei folgenden Bedingungen zutreffen:

(i) der Stoff ist in diesen Erzeugnissen in Mengen von über einer Tonne pro Hersteller oder Importeur pro Jahr enthalten, und

(ii) der Stoff ist in diesen Erzeugnissen in einer Konzentration von über 0,1 Massenprozent enthalten.

Rückblick 2012: Biozid-Verfahren

Änderung der Spaltenüberschriften im Anhang I der Richtlinie 98/8/EG

Am 26. November 2012 wurde eine Änderung der Spaltenüberschriften im Anhang I der Biozid-Richtlinie 98/8/EG veröffentlicht. Durch diese Änderung verlängert sich die Verkehrsfähigkeit von Biozid-Produkten, für die ein Antrag auf gegenseitige Anerkennung gestellt wurde, für den Fall, dass der erstzulassende Mitgliedsstaat die Zulassung weniger als 120 Tage vor der Erfüllungsfrist gemäß Artikel 16 Absatz 3 der Richtlinie 98/8/EG ausspricht. Der Inhalt dieser Richtlinie gilt bis zum 31.08.2013. Ab dem 01.09.2013 ist die neue Biozid-Verordnung anzuwenden.
Änderung der Spaltenüberschriften im Anhang I (PDF-Datei, 712 KB)

Nicht-Aufnahme-Entscheidungen für Bifenthrin

Am 27. November 2012 ist für den Wirkstoff Bifenthrin (Produktart 18) eine Entscheidung zur Nicht-Aufnahme des Wirkstoffs in den Anhang der Biozid-Richtlinie 98/8/EG veröffentlicht worden. Mit dieser Entscheidung wird festgelegt, dass Biozid-Produkte der Produktart 18 (Insektizide), die diesen Wirkstoff enthalten, ab dem 01. Mai 2013 nicht mehr verkehrsfähig sind.
Beschluss der Kommission vom 23. November 2012 über die Nichtaufnahme von Bifenthrin in Anhang I, IA oder IB der Richtlinie 98/8/EG für die Produktart 18 (PDF-Datei, 702 KB)

Aufnahme-Entscheidungen

Die Europäische Kommission hat weitere Aufnahme-Entscheidungen für Biozid-Wirkstoffe veröffentlicht. Für Biozid-Produkte mit dem Wirkstoff cis-tricos-9-en (Produktart 19) müssen nun bis zum 24.11.2014 Zulassungsanträge gestellt werden, für Produkte mit den Wirkstoffen Hydrogencyanid (Produktart 8, 14 und 18) und Nonansäure (Produktart 2) bis zum 27.11.2014.
Aufnahmeentscheidung für cis-tricos-9-en (PDF-Datei, 716 KB)
Aufnahmeentscheidung für Nonansäure (PT2) (PDF-Datei, 715 KB)
Aufnahmeentscheidung für Hydrogencyanid (PDF-Datei, 715 KB)

Neue Biozid-Verordnung

Am 27. Juni 2012 ist die neue Biozid-Verordnung veröffentlicht worden, die ab dem 01.September 2013 gelten wird. Gegenüber der bisherigen Biozid-Richtlinie haben sich dabei verschiedene Änderungen ergeben wie die Möglichkeit einer Unionszulassung von Biozid-Produkten oder die Zulassung von Biozid-Produktfamilien. Das vereinfachte Verfahren für Biozid-Produkte mit einem günstigen Umwelt- und Gesundheitsprofil ist geändert worden, außerdem werden mit Biozid-Produkten behandelte Waren nun von der Biozid-Verordnung mit erfasst.
Verordnung (EU) Nr. 528/2012 vom 22. Mai 2012 (PDF-Datei, 3 MB)

Nicht-Aufnahme-Entscheidungen für Dichlorvos und Naled

Am 12. Mai 2012 bzw. 15. Mai 2012 sind für die Biozid-Wirkstoffe Dichlorvos und Naled Entscheidungen zur Nicht-Aufnahme der Wirkstoffe in den Anhang der Biozid-Richtlinie 98/8/EG getroffen worden. Mit diesen Entscheidungen wird festgelegt, dass Biozid-Produkte der Produktart 18 (Insektizide), die einen dieser Wirkstoffe enthalten, ab dem 01. November 2012 nicht mehr verkehrsfähig sind.
Beschluss der Kommission vom 11. Mai 2012 über die Nichtaufnahme von Naled in Anhang I, IA oder IB der Richtlinie 98/8/EG (PDF-Datei, 702 KB)
Beschluss der Kommission vom 10. Mai 2012 über die Nichtaufnahme von Dichlorvos in Anhang I, IA oder IB der Richtlinie 98/8/EG (PDF-Datei, 702 KB)